Dienstag, 26. Januar 2016
705 - Gelesen 2016 - Wer bin ich und wenn ja, wie viele?
Nachdem ich Richard David Brecht vor kurzem in einer Talkshow gesehen hatte, habe ich mich erinnert, dass sein Buch Wer bin ich und wenn ja, wie viele noch ungelesen in meinem Regal steht. Ich weiß gar nicht mehr, warum ich es damals, als ich es geschenkt bekam nicht gelesen hatte. Da das aber während dem Ende meines Studiums war vermute ich, dass mein Kopf einfach zu voll mit vielen anderen Dingen war und ich mich nicht auf dieses Buch hätte konzentrieren können. Denn konzentrieren muss man sich beim lesen, auch wenn Precht versucht schwierige Themen verständlich zu verpacken.

Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Im ersten Teil geht Precht der Frage nach, was wir wissen können. Die Frage nach dem "Ich" und dem "Wer bin ich?" wird gestellt. Außerdem wird viel über das Gehirn und seine Funktionsweise erklärt. Ein durchaus interessanter Teil, bei dem ich aber doch ab und an immer mal wieder mit den Gedanken abgeschweift bin.

Gefesselt hat mich dann der zweite Teil des Buches, in dem gefragt wird was ich tun soll. Es werden Fragen gestellt wie: "Brauche ich andere Menschen?" und "Lohnt es sich, gut zu sein?". Aber auch die Moral wird behandelt und es wird über Sterbehilfe, Pränataldiagnostik, Vegetarismus und vieles mehr gesprochen. Auch interessant war hier etwas mehr über den aktuellen Stand der Forschung und die Hintergründe der einzelnen Wissenschaftler zu erfahren.

Der dritte Teil beschäftigt sich mit der Hoffnung, der Frage nach Gott, Freiheit, Liebe, Gerechtigkeit und Glück. Ein guter Abschluss und eine Zusammenfassung zu dem, was man vorher erfahren hat.

Wie schon gesagt ist es mir teilweise doch schwer gefallen mich auf das Buch zu konzentrieren. Ich musste auch immer ein komplettes Kapitel am Stück lesen, sonst hätte mir schnell der Zusammenhang gefehlt. Es ist sicher kein Buch, dass man mal so eben nebenher liest. Und es ist ein Buch, dass zumindest ich ein zweites Mal lesen könnte und auch müsste, um alles zu erfassen.



Montag, 25. Januar 2016
704 - Steuererklärung - Nearly done
Irgendwas hat mich geritten mich aufzuraffen und heute mit der Steuererklärung anzufangen. Dank Steuerprogramm vom Discounter ist das kein großes Problem. Wir haben da ja aber auch nicht viel anzugeben. Gelohnt hat es sich schon, auch wenn das Programm immer einen höheren Betrag errechnet als das Finanzamt. Dass sich eine Hochzeit steuerlich lohnt würde ich jetzt nicht sagen. Ich hab eher das Gefühl, dass wir weniger zurückbekommen, als wenn wir einzeln die Erklärungen gemacht haben. Naja, überhaupt was zu bekommen ist ja schon super, Getränke für die Hochzeit wären damit bezahlt.



Sonntag, 24. Januar 2016
703 - Vergleiche und Ratschläge
Es ist ja heutzutage so, dass jeder es besser weiß und kann als der andere. Und vor allem, dass ungefragt gute Ratschläge an die verteilt werden, die noch ohne Erfahrung sind. Beim Kinder kriegen ust das nicht anders. Was ich mir in den letzten Tagen schon anhören musste, finde ich jetzt schon anstrengend.

"Das geht gar nicht so schnell. Wenn die Wehen kommen hast du noch ganz viel Zeit."

"So weit hab ich es nie geschafft."

"Mein Kind kam ja schon in der xx. Woche."

"Genieß noch die Zeit, wenn das Kind da ist wird dir so schnell nicht mehr langweilig."

"Du hast es gut, musst nichts machen. Schlaf dich doch nochmal aus."

Das sind nur ein paar Kommentare. Alle sicher nett gemeint, aber es nervt. Das sage ich aber nicht, ich will niemandem vor den Kopf stoßen, da bin ich wohl zu nett.

Was ich nur gar nicht mag ist das Vergleichen. Das Frauen erstaunt sind, dass ich jetzt so nah an den errechneten Termin gekommen bin. Ja, ich hab sogar das Gefühl in unserer Leistungsgesellschaft hat man schon fast versagt, wenn man das Kind nicht zu früh zur Welt bringt. Dieser "Druck" hilft mir nicht gerade beim geduldigen Warten.

Ach ja und noch etwas für alle Menschen mit den guten Ratschlägen und dem Neid auf meine freie Zeit: Es ist unglaublich ätzend rumzusitzen und zu warten. Vor allem ist so eine Schwangerschaft am Ende körperlich doch recht anstrengend, so dass ein kurzer Spaziergang zur Schmerzhölle werden kann. Und Schlaf bekomme zumindest ich jetzt schon nicht viel. Das Baehrenkind nimmt da keine Rücksicht, klar es schreit noch nicht, ständige Tritte in die Rippen halten aber auch wach. Sodbrennen und Symphysenschmerzen ebenso, von Ungeduld wollen wir gar nicht reden.