Freitag, 5. Februar 2016
715 - Fremde Küchen
Als ich das erste Mal nach der Geburt ihres Sohnes die Studienfreundin besucht habe, habe ich Essen mitgebracht. Das war noch nicht ganz fertig, es mussten noch Nudeln gekocht werden und die Soße erwärmt. In der eigenen Küche ein Kinderspiel, bei anderen Menschen in einer fremden Küche eine Herausforderung. Ich bin mir nicht sicher, ob ich so eine Erleichterung für sie und ihren Mann war.

Heute sind meine Eltern da und haben etwas zu essen mitgebracht. Natürlich ungekocht. Jetzt wurschteln sie in unserer Küche herum und öffnen alle Schränke. Wir sitzen auf dem Sofa und hören immer wieder Fragen aus der Küche. Am liebsten würde ich hingehen und helfen, aber das ist ja nicht Sinn der Sache. Ich versuche mal zu entspannen.



Donnerstag, 4. Februar 2016
714 - Kuscheln
Seit wir daheim sind habe ich mehr Ruhe richtig mit dem Baehrenkind zu kuscheln. Zeit wäre im Krankenhaus auch gewesen, aber ich hatte dort keine Ruhe. Außerdem war dort das Baehrenkind auch so unzufrieden und hungrig. Da uns aber jeder weiter zum Anlegen geraten hatte, obwohl noch gar nichts kam, musste das arme Baehrenkind Hunger schieben. Die Hebamme hat aber heute mit uns beschlossen regelmäßig zuzufüttern, bis Muttermilch kommt. So schläft das Baehrenkind auch viel besser und entspannter. Das entspannt Herrn Baehr und mich und macht das kuscheln so schön.



Mittwoch, 3. Februar 2016
713 - Daheim
Wir durften heim, was ein Glück. Die ganze Zeit stand es auf der Kippe, das Baehrenkind wäre zu gelb, evtl. Neugeborenengelbsucht. Hat sich zum Glück nicht bestätigt. Auch ich bin dank Eiseninfusion wieder etwas fitter. Alles andere kommt jetzt mit der Zeit, die ganzen Wunden müssen in Ruhe heilen.



712 - Schlaf
Schlaf wird überbewertet. Bisher habe ich auch ohne Schlaf ganz gut durchgehalten, langsam wirds aber grenzwertig. Hoffentlich kommt bald die Milch, dann sollte das Baehrenkind was zu verdauen haben und dafür muss sie schlafen. Und ich dann auch.