004 - Bahnerlebnisse
Ich reise ja sehr viel mit der Bahn und da erlebt man ja so einiges. Heute waren mal wieder so ein paar Highlights dabei. Angefangen hatte es schon damit, dass mal wieder irgendwas bei der Bahn kaputt war. Das ist ja nichts neues, passiert der Bahn ja leider oft mal. Somit war mein Zug so viel verspätet, dass ich beschloss mit meinem Kollegen in den Zug zu steigen. Der Kollege muss zwar woanders hin, aber man lernt ja mit der Zeit, dass man schneller ankommt, wenn man sich dem Ziel immer mit der nächsten Möglichkeit nähert.
Das Einsteigen in den Zug gestaltete sich schwierig, hatte doch jemand mit seinen Koffern und Taschen eine Mauer in der Tür errichtet. Oben auf zwei rosa Handtaschen...
Die Sitzplatzwahl war dann auch kompliziert. Der Kollege hatte natürlich eine Reservierung, ich natürlich nicht. Da in dem reservierten Abteil kein weiterer Platz frei war, boten wir einem weiteren zugestiegenen Fahrgast einen Platztausch an. Der Mann war völlig entsetzt, auf keinen Fall wollte er tauschen. Manche Menschen sind echt verbohrt.
Im nächsten Zug beschloss ich dann zweite Klasse zu fahren, für das kurze Stück lohnte es sich nicht extra bis zu den Wagen der ersten Klasse zu laufen. Wenn man immer nur erste Klasse fährt, kommt einem die zweite sehr eng vor. Mir sind auch prompt zwei Männer auf die Füße getreten. Der eine ist sogar drauf stehen geblieben und hat sich auch nicht entschuldigt, als ich meinen Fuß unter seinem weggezogen habe. Das nächste Mal bin ich nicht faul und laufe wieder zur ersten Klasse.
Zum Glück hab ich es ja bald geschafft und werde von Herrn Baehr am Zielbahnhof in Empfang genommen.
frau_baehr am 14. Februar 14
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003 - Ich brauche einen Wunderkoffer
Heute war ich das erste Mal bei der neuen Krankengymnastik wegen meinem Rücken. An sich war es ja nun wirklich sehr nett und ich bin gut durchgeknetet worden. Fühlt sich auch gleich besser an, im oberen Rückenbereich zumindest. Unten, wo die Bandscheibenvorfälle sitzen, tut es immer noch fies weh. Aber das bin ich ja gewohnt, das habe ich ja jetzt schon seit eineinhalb Jahren.
Die Dame, die die Krankengymnastik anbietet (wie sagt man dazu? Physiotherapeutin? Krankengymnastiklehrerin?), gab mir dann auch noch ein paar Tipps, wie ich mich im Alltag verhalten soll. Einige waren sehr gut, z.B. wie ich überhaupt mal wieder länger als eine Minute am Stück stehen kann. Andere dagegen erfordern aber einen Wunderkoffer, damit ich wirklich auch immer alles dabei habe um die Tipps umzusetzten.
Ich bin viel unterwegs, ein sogenannter Businesskasper. Deswegen lernt man mit der Zeit optimiert zu packen, damit man auch für eine Woche nur den kleinen Koffer benötigt. Der will ja schließlich hinterhergeschleift und im Zug in die Ablage gehoben werden, mit Rücken sowieso schon eine Herausforderung. Jetzt soll ich mir aber gemütliche "Unterwegsschuhe" und schicke "Büroschuhe" einpacken, ein Sitzkissen, alles was das Büro gemütlich macht. Das ganze am Besten in doppelter Ausführung, da ich an zwei Orten in der Woche bin. Das ist natürlich mit dem kleinen Koffer unmöglich.
Einer meiner Kollegen reist immer mit einem riesigen Koffer, ungewöhnlich für einen Mann. Um diesen Koffer entstanden im Laufe der Jahre die wildesten Spekulationen, von innen gesehen haben wir ihn aber noch nicht. Er beherbergt aber in unserer Phantasie zwei Schlafzimmer und einen Weinkeller. Und sehr viel Stauraum. So einen Koffer brauche ich jetzt auch, dringend. Ich muss den Kollegen gleich mal fragen, wo man so ein Model kaufen kann...
frau_baehr am 13. Februar 14
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002 - Frau Baehr ist verfressen
Ich habe mich schon oft gefragt, ob ich eine Verwandte der Raupe Nimmersatt bin. Schon als Kind hatte ich Angst zu kurz zu kommen und zu wenig zu Essen zu bekommen, obwohl meine Eltern immer in ausreichenden Mengen gekocht haben. Das hat sich bis heute durchgezogen und dementsprechend viel esse ich anscheinend. Zumindest im Vergleich zu anderen Menschen, für mich sind die Mengen ja normal.
Heute ist mal wieder so ein Tag, an dem ich mich frage, ob ich extrem verfressen bin. Zu Mittag gab es in der benachbarten Kantine einen Kichererbseneintopf mit Brot. Man könnte meinen, dass man damit gut bis zum Abendbrot durchkommt. Nicht ich, ich habe das Gefühl gleich ohnmächtig vor Hunger vom Stuhl zu fallen. Der Kollege gegenüber, der die gleiche Menge gegessen hat, klagt zwar auch über Hunger, scheint aber nicht so hungrig wie ich zu sein. Er hat nämlich nicht noch über den Nachmittag verteilt einen Apfel und einen Müsliriegel gegessen...
Man könnte jetzt denken, ich bin unglaublich dick. Bin ich zum Glück nicht, mein Stoffwechsel scheint noch ein wenig in der Pubertät hängen geblieben zu sein.