Freitag, 17. Januar 2020
2111 - Reiten
Ich habe das Baehrenkind und mich für einen Ponyclub angemeldet. Und heute war die erste Stunde. Es war super, vor allem weil ich nur beim Putzen des Pferdes helfen musste. Den Rest haben dann sehr nette Mädchen übernommen.

Das Baehrenkind war richtig glücklich, hatte sich das allerkleinste Pony ausgesucht und ist stolz darauf geritten. Sie scheint sich dort so wohl und sicher zu fühlen, dass sie mir schon sagte ich könne beim nächsten Mal auch heim fahren. Nur putzen solle ich ihr helfen. Mach ich aber nicht, ich genieße es ja auch ihr zuzuschauen. Und wirklich lohnen würde es sich auch nicht.

Ich freue mich sehr, dass das so ein Erfolg war. Denn gerade mit dem Baehrenkind passiert es schnell, dass sie etwas unbedingt machen will, feuer und Flamme ist und dann vor Ort nur jammert und alles verweigert. Das ist hier gar nicht der Fall. Sie hatte kurz am Anfang Angst, weil eines der Pferde auf uns zugerannt kam, aber dann war alles gut.



Mittwoch, 15. Januar 2020
2109 - Notaufnahme
Heute war ich dann das erste Mal mit den Kindern in der Notaufnahme. Das Baehrenkind hatte sich im Kindergarten das Kinn aufgeschlagen. War zum Glück weniger schlimm als zuerst gedacht. Jetzt ziert ein Einhornpflaster ihr Kinn und wir sind damit beschäftigt sie ein wenig zu bremsen, damit sie nicht gleich wieder mit dem Kinn voran irgendwo hin fällt.



Freitag, 3. Januar 2020
2097 - Mittagsschlaf abschaffen
Das kleine Baehrenkind scheint in die Fußstapfen seiner großen Schwester treten zu wollen. Aktuell kommt er abends kaum zur Ruhe, wenn er Mittagsschlaf gemacht hat. Er ist zwar müde, findet aber keine bequeme Position, muss noch fünfzig Mal trinken und deswegen dann auch mindestens einmal noch aufs Klo.

Beim Baehrenkind war es in dem Alter ähnlich. Und mit gut zwei Jahren haben wir dann beschlossen den Mittagsschlaf zu streichen. Das war am Anfang hart, hat aber allen am Ende geholfen. Denn für mich war es damals einfach nicht schaffst ein Kind zu haben, dass abends topfit ist und eigentlich länger wach bleiben und spielen mag als ich. Mal schauen, ob es beim kleinen Bruder nur eine Phase ist, oder ob wir bald zwei Kinder haben, die keinen Mittagsschlaf mehr machen müssen.



Freitag, 20. Dezember 2019
2084 - Gut erzogen
Heute hab ich wieder die Rückmeldung bekommen, dass die beiden Baehrenkinder so gut erzogen sind. Sind sie das? Ich mag das Wort irgendwie nicht. Denn wir erziehen sie nicht, wir geben ihnen nicht vor wie sie zu sein haben. Aber wir gehen als Vorbild voran, erklären, wenn uns etwas nicht gefällt und ja, ab und an schimpfen wir auch Mal.

Mich freut es trotzdem, wenn sie so wahr genommen werden, denn es zeigt mir, dass unsere Art anscheinend nicht so verkehrt sein kann. Wahrscheinlich hängt es aber auch immer mit den Menschen zusammen, mit denen man sich umgibt. Heute legte keiner Wert darauf, dass die Kinder brav die Hand geben, mit Besteck essen oder die ganze Zeit am Tisch sitzen bleiben. Wäre das der Maßstab, wäre der kleine Besteckwerfer schon direkt durchgefallen.



Donnerstag, 28. November 2019
2062 - Das Baehrenkind
Das Baehrenkind ist schon immer etwas besonderes. Nicht nur, weil sie mein erstes Kind ist und ich sie als Mutter ja eh einzigartig bezaubernd finde. Nein, sie bringt auch ein ganz schönes Paket mit, dass mich an manchen Tagen sehr belastet. Und sie wahrscheinlich noch mehr. Da gibt es dann viele Tränen auf beiden Seiten. Ich fühle mich oft so hilflos, wenn sie da steht und die Nägel abkaut. Oder ihre Haare so stark zieht, dass sie abreißen. Oder an ihrer Unterlippe nagt, so dass die schon ganz wund ist.

In der Kita sagen sie, das könne von Stress kommen. Nur was macht ihr Stress? Ist es die Kita? Bin ich es, weil ich wieder arbeiten gehe und weniger hier bin? Das sind aber Punkte, die sich so schnell nicht ändern werden und die ich nicht ändern will. Trotzdem würde ich es gerne auflösen. Ich wünsche mir so sehr, dass sie irgendwann entspannt leben kann. Glücklich sein kann. Zufrieden.



Samstag, 16. November 2019
2049 - Paaaarty
Wir waren heute bei Freunden eingeladen, die wir über den Kindergarten kennen. Sie haben etwas größer gefeiert und das hat den Kindern sehr zugesagt. Pluspunkt war, dass eine Erzieherin aus der Kita gemeinsam mit ihrer Tochter die Kinderbetreuung übernommen hatte. Das war vor allem für das Baehrenkind der Knaller.

Am besten war dann aber die Musik. Die Kinder haben sich so gefreut, haben getanzt und sind gesprungen. Wenn es nach dem Baehrenkind gegangen wäre, wären wir noch länger geblieben. Das kleine Baehrenkind hatte zwischenzeitlich kapituliert und war stillende auf meinem Schoß bei lauter Musik eingeschlafen.



Donnerstag, 7. November 2019
2040 - Nachts trocken werden
Das Baehrenkind braucht bald schon seit einem Jahr keine Windel mehr. Zumindest ist das tagsüber so. Nachts hat sie immer noch eine an, möchte das aber eigentlich nicht mehr. Doch sie scheint nachts einfach laufen zu lassen.

Auf den Tipp von mehreren anderen Müttern hin setzen wir sie nachts aufs Klo. Meist mache ich das, wenn ich so gegen zehn ins Bett gehe. Da macht sie dann auch, doch am Morgen ist die Windel trotzdem wieder voll.

Es ist nicht so, dass wir irgendwas gegen ihren Willen machen, der Wunsch nachts keine Windel mehr zu haben kam von ihr. Ich hoffe, dass er bald im Hirn ankommt und dass das dann der Blase bescheid sagt. Und dann geht es hoffentlich schnell, ohne viel nasse Bettwäsche.



Dienstag, 22. Oktober 2019
2024 - Vögel
Ich hab heute mit dem kleinen Baehrenkind einen Ausflug gemacht. Wir waren in einem Vogelpark und er fand es richtig toll. Er war ganz begeistert von den vielen vögeln und wollte sie alle füttern. Selbst als ihn einer Recht heftig gezwickt hatte, hat er weiter gemacht.

Ich finde es schön, dass er die Begeisterung für Vögel von mir zu haben scheint. Und so war es schön mit ihm nochmal einen Moment Exklusivzeit zu verbringen. Etwas gemeinsam zu erleben, dass uns beiden Spaß macht.



Montag, 16. September 2019
1988 - Lachsack
Ich hasse es, die Kinder abends ins Bett zu bringen, wenn sie dann doch nicht müde sind. Sie scheinen am Tisch fast einzuschlafen oder machen so viel Blödsinn, dass man meint sie können einfach nicht mehr. Und dann geht man ins Bett und nix. Knallwach. Heute zum Glück auf eine sehr angenehme Art, denn das kleine Baehrenkind wollte mit mir Quatsch machen und gekitzelt werden. Er hat so arg gelacht. Das war schön.



Sonntag, 15. September 2019
1987 - Dreckig glücklich
Wir waren heute mit der Studienfreundin und ihren Kindern in einem Wildpark. Die Tiere waren nett. Das Highlight für die großen war aber in jedem Fall der Wald und die vielen Spielmöglichkeiten. Sie sind mit ihren Laufrädern Berge runter geflitzt, haben Brücken aus Ästen gebaut und sind ziemlich viel gerannt. Am Ende des Tages waren alle vier Kinder richtig schön dreckig, aber sehr zufrieden mit dem Tag. Ich weiß nicht, ob ich jemals schon so dreckiges Badewasser hatte bei den Kindern.