011 - Spaziergang über den Friedhof
Heute auf dem Weg zur Krankengymnastik bin ich ein Stück über den Friedhof gelaufen. Das hat richtig gut getan, die Sonne hat geschienen, die Vögel haben gesungen, in der Ferne haben Glocken geläutet. Einfach schön. Ich bin sogar kurz stehen geblieben, um nach eine Specht zu schauen, der fleißig gegen einen Baum geklopft hat. Solche Momente tun einfach nur gut.
Ernüchternd war dann aber, als die Physiotherapeutin mich gefragt hat, was ich denn gemacht habe, dass meine Schulter so stark verspannt ist. Dabei hatte ich gedacht, dass das dehnen und mein Versuch mich zu entspannen etwas gebracht hätte. Jetzt soll ich es mit warmen Tüchern daheim probieren.
frau_baehr am 21. Februar 14
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010 - Bushaltestelle entdeckt
Schon seit einigen Wochen bin ich immer wieder im selben Hotel. Als ich das erste Mal dort war fragte ich an der Rezeption wo denn die nächste Bushaltestelle für einen bestimmten Bus sei. Das wäre gar nicht so weit, wurde mir damals gesagt, einfach nur links aus dem Hotel raus, die Straße runter und unter der Bahn durch. Also wirklich nicht weit, da bin ich auch jeden Morgen hingegangen und jeden Abend ausgestiegen. Heute Morgen habe ich dann aber entdeckt, dass die nächste Haltestelle aus dem Hotel raus rechts ist und zwar genau dort. Also viel näher. Zumindest mit dem Koffer finde ich das doch besser, mein Rücken dankt es zwar wenn ich ein Stück zu Fuß gehe, aber nicht wenn ich den Koffer hinter mir herzerre.
frau_baehr am 20. Februar 14
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009 - Endlich verstanden
Heute bei der Krankengymnastik hätte ich beinahe losgeheult. Nicht aus Frust, sondern vor Glück. Endlich versteht mich mal jemand und hört mir zu. Endlich bekomme ich mal nicht nur gesagt, dass ich neben der vielen Arbeit auch noch Sport machen soll und Gymnastik und Kräftigungsübungen und und und. Nein, ich soll auf mich achten, mich nicht von dem ganzen Stress überrennen lassen und mal versuchen mir was Gutes zu tun und zu entspannen. Eigentlich eine naheliegende Sache, wenn man aber dauerhaft Schmerzen hat, rennt man wie ein Schaf in die Richtung, die die Ärzte vorgeben.
Vor ca. einem Jahr wurden bei mir (endlich) zwei Bandscheibenvorfälle im Lendenwirbelbereich festgestellt. Eigentlich hätte ich die gar nicht haben dürfen, bin ja noch viel zu jung mit meinen beinahe 30 Jahren. Ich war froh, als ich endlich eine Diagnose hatte, denn damit war die Hoffnung verbunden endlich wieder schmerzfrei leben zu können. Der Orthopäde hat mich dann zur Krankengymnastik geschickt und war ganz zuversichtlich, dass das ganze damit weg geht. Ist es aber nicht, immerhin konnte ich nach den ersten sechs Sitzungen wieder aufrecht gehen. Also nochmal sechmal Krankengymnastik, diesmal am Gerät. Wirklich keine schöne Sache, das hat überall weh getan und war eine pure Quälerei. Gerne bin ich da auch nicht hingegangen, aber dort wurde mir gesagt, dass das auf Dauer wirklich sehr gut helfen sollte. Also nach den sechsmal dem Arzt noch ein Rezept aus den Rippen geleiert und mich wieder sechsmal dahin gequält. Danach war dann Schluss, ob ich nicht mit dem Schmerz leben könne, der wäre ja nicht mehr so stark wie am Anfang, hatte mich der Orthopäde gefragt. Super, danke!
Vor Weihnachten dann der Rückfall, eine der blöden Bandscheiben hat sich wieder selbstständig gemacht. Ich hatte so starke Schmerzen, dass ich nur noch geheult habe. Herr Baehr war ratlos, ich frustriert. Also wieder zum Orthopäden, der mich nur kurz untersucht hat und einen neuen Termin für Ende Januar gemacht hat (klar, da ist ja auch ein neues Quartal). Und jetzt also wieder Krankengymnastik. Diesmal ist es aber anders, es ist keine große Praxis, sondern eine kleine. Die Dame, der sie gehört ist dort alleine. Sie fragt nach was man macht, an was man Spaß hat und gibt wirklich hilfreiche Tipps. Endlich fühle ich mich verstanden. Ich weiß jetzt, dass ich nicht noch mehr und mehr machen muss, sondern dass ich endlich mal entspannen muss. Danke!
frau_baehr am 19. Februar 14
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