Montag, 10. März 2014
028 - Bahnodysse
Heute mal wieder eine leichte Irrfahrt mit der Bahn. Ich hatte schon beim Fahrkartenkauf übersehen, dass mein Zug nicht vom Hauptbahnhof aus fährt, sondern von einem anderen. Das passiert, wenn man zu routiniert ist und jede Woche die gleiche Strecke fährt. Bis zum Hauptbahnhof bin ich aber heute Morgen auch erst nicht gekommen. Der Regionalzug endete einfach mittendrin. Zum Glück hatte ich eine Kollegin getroffen, die in dieselbe Richtung musste. So haben wir uns dann gemeinsam durchgekämpft. Normalerweise bin ich in so Situationen immer total unentspannt und reg mich auf, aber die Kollegin hat mich mit ihrer lockeren Art echt angesteckt. Und so bin ich zwar eine Stunde später, dafür aber sehr entspannt angekommen. Also doch ein guter Start nach dem Urlaub.



Sonntag, 9. März 2014
027 - Die Grillsaison ist eröffnet
Zumindest bei uns. Nachdem wir mit einem befreundeten Paar zusammen den restlichen Schlamm aus dem Teich geholt hatten und den Rand auch noch freigelegt haben, wurde angegrillt. Das erste Mal grillen im eigenen Garten, einfach nur toll.

Ich hab sowieso festgestellt, dass ich die ganze Woche wie auf Wolke sieben bin was den Garten betrifft. Es ist so schön dort. Morgens eine Tasse Kaffee zu trinken und die Vögel zu beobachten, die Füße in die Sonne halten, Schmetterlinge, die auf mir landen, erste Blüten, der sonnige Apfelbaumschatten, ich liebe es.

Und Abends dann den Rücken am Kachelofen wärmen. Es ist fast wie Urlaub, aber für immer. Ich bin glücklich!



026 - Ansichten
Heute war der Junggesellinnenabschied einer guten Freundin. Zum Glück sehr harmlos mit Pralinenkurs und gemeinsamen kochen. Die Runde war auch sehr nett, obwohl wir uns alle gar nicht oder kaum kannten. Da ist es sogar mir leichtgefallen mich zu integrieren und an Gesprächen zu beteiligen.

Natürlich wurde irgendwann auch übers heiraten gesprochen. Zusätzlich zur Junggesellin gab es noch eine zweite in der Runde, die dieses Jahr heiratet. Beide heiraten katholisch und haben, zumindest die eine, sehr merkwürdige Ansichten. Gleich zu Beginn des Gesprächs wurde klargestellt, dass geschiedene gar nicht mehr kirchlich bzw überhaupt heiraten dürfen. Ich als Scheidungskind mit zwei glücklich zum zweiten Mal, davon sogar einmal kirchlich, verheirateten Elternteilen musste direkt widersprechen. So ein Blödsinn, es ist doch wichtig, dass alle glücklich sind und das sind wir in unserer Familie eben so. Gut, dass wir evangelisch sind!

Zusätzlich zur Scheidungsthematik wurde dann noch erklärt, dass die Frau ja die Hochzeit orgsnisieren muss, der Mann nickt das nur ab. Außerdem wurde immer wieder betont, dass sich die Junggesellin ja bald um ihren Zukünftigen zu kümmern habe, ihn bekochen müsse usw. Mir ist nicht klar, warum eine Unterschrift auf dem Standesamt alles so radikal ändern soll. In der Regel lebt man danach genauso weiter wie bisher.

Was bin ich froh, dass Herr Baehr nich so viel Wert auf die klassische Rollenverteilung legt und sich auch Gedanken über gleichteilige Elternzeit und solche Sachen macht.



Freitag, 7. März 2014
025 - Nummer 5 lebt
Herr Baehr und ich haben heute das Wasser aus dem Teich gelassen, also aus dem unteren Teil, der obere war ja sowieso schon ausgetrocknet. Letzten Sommer hatten wir noch Fische in den Teich gesetzt, da wir ursprünglich dachten, dass wir ihn wieder füllen können. Er hat aber irgendwo ein Loch und die Folie ist auch schon sehr porös. Deswegen kommt jetzt alles raus, auch die Fische müssen raus. Vor ein paar Tagen hatte ich ja bereits berichtet, dass wir zumindest einen bzw. zwei gesehen haben. Wir wussten also, dass wir die zwei auf jeden Fall finden müssen bevor das ganze Wasser weg ist. Gekauft hatten wir damals vier orangene und einen blau-silbernen. Der blau-silberne war schon damals eher ein Kümmerling und ich hatte darauf getippt, dass zumindest er nicht mehr lebt und von einer Katze oder einem Vogel geholt wurde. Herr Baehr hat dagegen gewettet und dann wirklich durch Zufall den blau-silbernen beim Stochern in der Brühe rausgefischt.

Beim Umsetzten ist es mir dann doch zweimal gelungen, diese glitschigen Kerlchen im Eimer mit der Hand zu fangen und sie heil in ihr Übergangsdomizil zu verfrachten. Herr Baehr fand das nicht so spektakulär, wäre ja einfach, das macht er doch schon seit er Kind ist. Ich nicht, ich fands toll.