071 - Vertrauen und Kontrolle
Wir spielen zur Zeit bei einem der Kunden immer wieder Dinge unkontrolliert in ein Testsystem ein. Meine Aufgabe ist es schon die ganze Zeit daraus ein vernünftiges Paket zu bauen. Sollte ja kein Problem sein, wenn jeder mitteilt was genau er gemacht hat. Aber genau das ist der Punkt, es funktioniert nicht.
Ich habe einen Kollegen, den ich eigentlich sehr schätze und der mir auch sehr viel beigebracht hat. Auch in der Firma hat er einen sehr hohen Stellenwert und kann sich deswegen so die ein oder andere Sonderlocke erlauben, z.B. nicht zum Kunden zu reisen, wenn es nicht sein muss. Bisher hatte ich damit gar kein Problem, auch wenn es mich eine zeitlang geärgert hatte, dass ich der einzige Depp war, der jede Woche gereist ist. Doch seit ich für diese Paketpackerei verantwortlich bin, macht es mich wahnsinnig, dass er nicht greifbar ist. Sein Telefon ignoriert er nämlich auch, Mails liest er nur selektiv. Gut, er ist einer der besten in seinem Gebiet und jede Menge Leute wollen was von ihm, aber dieses Projekt ist wichtig und ich bekomm es ab, wenn was nicht stimmt.
So, genug aufgeregt. Jetzt gehe ich weiter der Tätigkeit nach, der ich schon den ganzen Tag nachgehe. Ich gehe alle gemeldeten Fehler durch, überprüfe, ob die Lösung im Paket ist und wenn nicht was der Grund ist. 100 gemeldete Fehler hab ich schon durch, etwas mehr als 100 kommen noch. Die werde ich heute nicht mehr alle schaffen, um 18h gehe ich, das sollte reichen, bin schließlich heute Morgen um 6h los.
frau_baehr am 22. April 14
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070 - Fleisch
Ostern und damit die Fastenzeit ist vorbei. Ich kann also wieder uneingeschränkt Fleisch essen. Jetzt kommt aber das "Aber...": Mir schmeckt Fleisch nicht mehr. Ich hätte nie gedacht, dass mir das passieren könnte. Das Fleischfresserchen mag kein Fleisch mehr? Irgendwas ist verkehrt.
Heute ist es mir recht extrem aufgefallen. Der Vater von Herrn Baehr hatte zum Griechen eingeladen. Und dort gibt es ja eigentlich immer Fleisch mit Fleisch und Tzatziki und wenig Beilagen. Ich bin ja echt ein guter Esser, aber diese Unmengen an Fleisch hab ich nicht gegessen bekommen. Mir ist immer noch schlecht.
Für mich steht fest, ich bleibe Teilzeitvegetarierin.
frau_baehr am 22. April 14
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069 - Erinnerungen
Ostern verbinde ich mit vielen schönen Momenten. Es fängt an mit den sehr blassen Erinnerungen an das Ostereiersuchen bei meiner Oma, wo wir noch Nester aus Moos gebastelt hatten und dem Hasen Futter hingelegt hatten. Dann sind da natürlich die Erinnerungen an die Sucherei der Osternester daheim, die für meine Eltern immer schwerer wurde, je älter wir wurden. Meiner Schwester machte es immer besonders Spaß sich sehr ausgefallene Plätze für die Osternester für meine Eltern auszusuchen. Meine Eltern haben also immer entsprechend lange gesucht und nur mit Tipps die Nester gefunden.
Mit Ostern verbunden ist die Osternacht. In meiner Heimatgemeinde blieben und bleiben die Jugendmitarbeiter in der Nacht wach. Zu jeder vollen Stunde wird eine Andacht gefeiert, die jeweils eine andere Gruppe vorbereitet hat. Um Mitternacht gibt es das große Fastenbrechen und am nächsten Morgen dann das Osterfeuer und den Frühgottesdienst. Ich war oft bei diesen Nächten dabei, letztes Jahr sogar mit Herrn Baehr, dafür aber nicht die ganze Nacht. Es waren immer besondere Nächte, die vielen Gespräche, die man geführt hat, die vielen Süßigkeiten nach Mitternacht und die Schlafattacken im Frühgottesdienst.
Eng verbunden ist Ostern aber auch immer mit den letzten Worten einer sehr guten Freundin, die vor 12 Jahren kurz nach Ostern bei einem Autounfall ums Leben kam. Sie hatte mit mir die Osternacht verbracht, wir hatten uns gegenseitig im Gottesdienst wach gehalten und waren ein Stück des Heimweges zusammen gegangen. Als ich abbog, nach Hause, rief sie mir noch zu: "Frohe Ostern! Ich hab dich lieb!"
frau_baehr am 20. April 14
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