101 - Uhrengeister
Die ganze Zeit wollte ich schon von den Uhrengeistern berichten, habe es aber immer wieder vergessen. Ich habe ein ganz schlechtes Zeitgefühlt. Wenn ich keine Uhr habe und mich jemand fragt, was ich schätze, wie viel Uhr es ist, liege ich in der Regel sehr weit daneben. Ich bin fasziniert, dass Herr Baehr immer genau weiß wie viel Uhr es ist, ohne auf die Uhr zu schauen.
Andererseits funktioniert meine innere Uhr wohl doch hervorragend, denn ich brauche so gut wie nie einen Wecker. Egal zu welcher Zeit ich aufstehen muss. Drauf ankommen lassen würde ich es aber nicht, denn ab und zu klingelt er doch noch.
Vor ein paar Tagen war ich tagsüber im Schlafzimmer um mein Buch zu holen. Mein Radiowecker zeigte 20:13 Uhr, was ich komisch fand. Irgendwie hatte ich im Kopf, dass die Wohnzimmeruhr genau 20 Uhr angezeigt hatte. Aber auch der Radiowecker von Herrn Baehr zeigte 20:13 Uhr an. Ich schobs auf mein Zeitgefühl, auch wenn ich keine Viertelstunde brauche, um ein Stockwerk höher zu gehen. Wieder unten angekommen, kontrollierte ich die Wohnzimmeruhr. Kurz nach acht. Also raus zu Herrn Baehr, der mir bestätigte, es ist kurz nach acht. Hatte ich mich verlesen? Auf beiden Weckern?
Also die Wecker kontrolliert. Tatsächlich, ein Unterschied von 15 Minuten zu allen Uhren. Beide! Irgendwie unheimlich, wie geht das? Herr Baehr meint, dass es am Strom liegen kann, weil Radiowecker (zumindest so alte Modelle wie unsere) die Sekunden anhand der Wellenlänge des Stroms messen. Und wenn da was nicht stimmt im Stromkreislauf, dann kann es vorkommen, dass sich die Uhrzeit verstellt. Aber 15 Minuten? Das ist schon extrem. Vielleicht waren es ja auch Uhrengeister.
frau_baehr am 22. Mai 14
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100 - Wow
Ich bin über mich selbst erstaunt. 100 Tage, 100 Beiträge. Und das, wo ich mir bei allem anderen grad so schwer mit dem Durchhalten tue. Aber das hier tut gut. Und es macht Spaß. Danke an alle, die still mitlesen. Auf zu den nächsten 100.
frau_baehr am 22. Mai 14
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099 - Tierliebe
Das ich extrem tierlieb bin, hatte ich ja schon berichtet. Heute ist meine Tierliebe auch mal wieder extrem zu Tage getreten. Herr Baehr und ich haben den Abend im Garten verbracht. Lecker zu Abend gegessen, gelesen und die Fische und Molche im Teich beobachtet. Und die ganze Zeit aus der einen Ecke des Gartens ein Piepsen gehört, irgendwo auf Bodenhöhe. Meine Vermutung war sofort, dass da ein junger Vogel sitzt, der nicht mehr zurück findet. Da hier auch einige Katzen ab und zu ihre Langeweile im Garten vertreiben, musste ich das arme Vögelchen retten. Also hab ich mich an das Gebüsch angeschlichen, nichts zu sehen, nichts zu hören. Also wieder hingesetzt und weitergelesen. Wieder das piepsen, wieder angeschlichen. Nichts zu hören. Also hab ich mich ins Gebüsch geschlagen, nichts. Beim nächsten piepen ist dann Herr Baehr los, hat aber auch nichts gefunden. Er ist aber überzeugt, dass das Kerlchen nicht ganz am Boden sitzt. Hoffen wir, dass er recht hat.
frau_baehr am 21. Mai 14
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