158 - Schreck am Teich
Da heute nicht so viel zu arbeiten ist, bin ich in der Hitze zum Gartenteich gewandert. Der Weg kommt einem unglaublich lang vor, wenn es so warm ist. Und dann bin ich stehen geblieben und da war nichts. Kein Fisch zu sehen, das Wasser ganz trüb. Schreck, was ist passiert.
Also schnell das Futter geholt, eigentlich kommen sie ja schon immer direkt an die Oberfläche geschwommen und warten nur darauf, dass man was reinwirft. Erste Ladung Futter reingeworfen, keine Reaktion. Also das Futter geholt, dass noch mehr "platscht" und das nach unten sinkt. Reingeworfen, keine Reaktion. Immerhin hatte ich zu dem Zeitpunkt ein orangenes Schimmern ausgemacht, einer der Goldfische. Nach einer Zeit wurde dann auch der rote und der weiße in der Trüben Brühe sichtbar.
Vom Rest aber keine Spur. Ich malte mir schon die schlimmsten Dinge aus, Reiher, Schlange, was auch immer. Irgendwie wachsen mir ja sogar so Gartenteichfische ans Herz. Also auf einen Stuhl im Schatten gesetzt und beobachtet. Und dann tauchten sie auf, erst eine Orfe, dann die zweite. Dann eine Weile wieder nichts. Irgendwann tauchte der bunte Goldfisch auf und dann plötzlich kamen auch die restlichen Orfen angeschossen. Ich bin ja froh, dass noch alle da sind, komisch ist ihr Verhalten trotzdem.
frau_baehr am 18. Juli 14
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157 - Es brummt
Irgendwo draußen brummt es. Gestern Abend war das auch schon. Ich kann das Geräusch auch gar nicht zuordnen und sagen woher oder von was es kommt. Es nervt auf jeden Fall. Mich zumindest, denn ich bin bei Geräuschen sehr emfindlich. Würde man Herrn Baehr dazu fragen würde er wahrscheinlich verwunder zurückfragen welches Geräusch überhaupt gemeint ist.
frau_baehr am 18. Juli 14
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156 - Das Tennisschweißband
Zur Zeit bin ich bei einem Kunden, mit dem ich eine Hass-Liebe pflege. Einerseits ist es super, dass es in der Nähe ist und ich Abends heimfahren kann. Und es ist super, dass es kaum komplexe Dinge zu tun gibt und alles mit einer Gemütlichkeit gemacht wird. Das ist aber auch schon das "Aber". Denn nur einfache Dinge in langsamer Geschwindigkeit machen ist auf Dauer auch nichts.
Der Ansprechpartner beim Kunden ist auch etwas skuril, aber eigentlich sehr nett. Wirklich viel arbeiten tut er über den Tag verteilt wahrscheinlich nicht, dafür regt er sich schnell über das ein oder andere auf oder beschäftigt sich ausgiebig mit Dingen, die nichts mit der Arbeit zu tun haben, z.B. Essen und Handyspiele spielen. Das geht mich nichts an und kann mir auch egal sein.
Ein anderes Problem hat dieser Ansprechpartner aber noch. Er ist eher kälteliebend und geht schon bei etwas mehr als zwanzig Grad im Büro ein. Deswegen haben wir immer das Fenster offen, solange es noch nicht zu heiß ist. Frische Luft ist wichtiger als Ruhe, denn das Büro ist direkt an der Autobahn und in der Nähe des Flughafens. Heute war es für den Ansprechpartner wohl zu warm. Er fächelte sich immer wieder Luft zu und lüpfte sein Hemd von der Brust weg. Irgendwann war ihm wohl der Schweiß an der Stirn zu viel und er kramte von irgendwoher ein Tennisschweißband hervor. Und das setzte er sich dann aus. Ich dachte ich werde wahnsinnig. Am liebsten hätte ich laut losgelacht, weil es einfach so skuril aussah. Welcher normale Mensch setzt sich bitte mit einem Tennisstirnband ins Büro?
frau_baehr am 17. Juli 14
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