169 - Ich bin ja nicht aus Zucker
Kurz bevor ich das Büro verlassen wollte, fing es an zu regnen. Also noch ein paar zeitfüllende Tätigkeiten absolvieren. Der Regen wird stärker. Tasse spülen, vielleicht hörts ja auf. Der Regen wird stärker. Also doch losgehen, die After-Work-Verabredung (tolles Neudeutsch!) soll ja schließlich nicht ewig auf mich warten. Der Regen wird stärker. Kaum bin ich drei Schritte gegangen und habe den reißenden Fluss, also die Straße überquert, stelle ich fest, dass ich dringend einen neuen Schirm brauche, denn der aktuelle ist so alt, dass er den Wassermassen nicht mehr wirklich stand hält. Businessschuhe taugen bei so einem Wetter übrigens auch nicht. Die S-Bahnstation ist ja nicht weit weg. Trotzdem sitze ich mit nassen Socken, nassen Hosenbeinen, feuchten Ärmeln, nassem Rucksack und tropfendem Schirmelend in der Bahn.
Natürlich hat es kurz darauf aufgehört zu regnen!
frau_baehr am 30. Juli 14
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168 - Ich habe es geahnt
Es ist mittlerweile auch für die Kunden kein Geheimnis mehr. Ich stehe ab Oktober nicht mehr zur Verfügung, denn der Vertrag endet. Ich fange irgendwas neues an. Das kommuniziere ich so auch weiter, schließlich sollen die Kunden ja wissen wo sie dran sind und die Chance haben für sie wichtige Sachen mit mir zu klären. Die Partnerfirma kommuniziert das aber sehr eigenwillig, den ich hatte heute folgendes Telefongespräch mit einer Kundenkollegin:
KK: Ich habe gehört, Sie stehen uns nicht mehr so lange zur Verfügung. Das hat zumindest der Herr Projektleiter so angedeutet.
FB: Genau, das steht mittlerweile fest, ich bin nur noch bis Oktober da.
KK: Und was ist dann danach?
FB: Danach werde ich in einem anderen Eigenfirma-Projekt arbeiten. Aber wo genau steht noch nicht fest.
KK: Achso, nur eben nicht mehr für uns oder wie?
FB: Ja genau, unser Vertrag läuft aus, deswegen stehen wir dann nicht mehr zur Verfügung.
KK: Also der Herr Projektleiter hat das ein bisschen anders ausgedrückt. Da ging es mehr darum, dass Sie und ihr Freund sich reproduzieren wollen.
FB: Äh ja, also, naja.
KK: Also nicht, dass ich das schlimm fände. Das würde mich eher sehr für Sie freuen.
FB: Äh, ja, danke.
KK: Dann sehen wir uns aber nochmal bevor das zu Ende ist. Sie müssen uns ja auch noch super wichtige Dinge beibringen.
FB: Ja, das können wir gerne noch machen.
KK: Und ihr Kollege, der ist dann ja auch weg, aber der reist ja um die Welt.
FB: Ja genau. Das geht ja bald los.
KK: Der kommt dann sicherlich auch nicht mehr wieder. Der findet eine Frau irgendwo und bleibt dann. Das tippe ich mal.
FB: Oh, ok.
KK: Naja, dann tschüß.
FB: Äh ja, tschüß.
Sehr aufschlussreiches Gespräch. Ich hatte ja geahnt, dass meine Absage an die Partnerfirma bei ihnen zu arbeiten, weil die arbeit bei ihnen nicht mit dem Kinder bekommen vereinbar ist, Gerüchte auslöst. Aber das das direkt bis zum Kunden getragen wird, damit hätte ich nicht gerechnet.
Herr Baehr hat sich köstlich darüber amüsiert und im Büro wohl einen kleinen Lachanfall bekommen, als ich ihm die Episode per Mail schilderte.
Jetzt bin ich nur den ganzen Tag versucht den Kollegen anzurufen und ihm zu erzählen, wo er seine zukünftige Frau kennen lernen wird. Mal sehen was er so dazu sagt. Vielleicht erzähle ich es auch dem Herrn Projektleiter, dann hat mein Kollege irgendwann auch ein lustiges Telefongespräch mit irgendeinem Kunden.
frau_baehr am 28. Juli 14
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167 - Kunstvoll geflochten
Da wir so viel Weide im Garten haben, kam mir die Idee für die beiden Monsterchen einen Weidenball zu bauen. Das kann ja nicht so schwer sein, einfach drei Äste übreinander legen, weitere drumrumflechten, oben schließen, fertig. Theorie und Praxis liegen jedoch weit auseinander. Mein Gebilde hat nur mit sehr viel Fantasie überhaupt Ähnlichkeit mit einer Kugel. Es ist eher eine krüppelige Scheibe mit Ästen, die oben zusammengehen. Egal, es hat viele Blätter und die alle abzuknabbern hält die zwei auch erstmal eine Weile beschäftigt.
Nachdem ich das Weidengebilde erstellt hatte bewundere ich die Draußenvögel noch mehr um ihr Nester. Die machrn das komplett nur mit ihrem Schnabel. Und das auch noch an den unmöglichsten Stellen. Die beiden Nester, die bei den letzten Rodungstätigkeiten aufgetaucht sind werde ich auf jeden Fall aufheben und irgendwo zu Dekozwecken nutzen. Do ein Kunstwerk muss man ja nicht zerstören.
frau_baehr am 28. Juli 14
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