Donnerstag, 31. Juli 2014
171 - Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn
Oder eben der dickste (dümmste) Fisch im Teich einen Futterstick. Bisher war er immer zu langsam, kam meistens erst angedümpelt, wenn die anderen schon alles aufgefuttert hatten. Wenn man dann noch was reingeworfen hat, sozusagen direkt auf seinen Kopf, war er immer noch zu langsam. Er hat immer gewartet, bis es runtersinkt. Bei der verfressenen Bande sinkt aber nichts runter.

Seit heute scheint er den Dreh rauszuhaben und dümpelt bis an die Oberfläche rauf. Und dann wird das Maul aufgesperrt und alles was da so schwimmt aufgesogen und aufgefuttert. Da ist dann sogar mal ein Futterstick dabei.

Ich hoffe ja, dass wir ihn jetzt auch auf diese Weise satt bekommen und auch er endlich aufhört die ganzen Pflanzen abzufressen. Denn der Teich braucht dringend Pflanzen, die leben und nicht vor sich hinmickern. Jeglicher Tipp, wie man verfressene Goldfische vom Pflanzen vernichten abhält sind gerne genommen.



Donnerstag, 31. Juli 2014
170 - Kleidervorschrift
Ich arbeite ja als Businesskasper und muss mich somit an Kleidervorschriften halten. Der Kunde erwartet eben für das viele Geld einen Anzugträger, so zumindest die Aussage bei uns. Jetzt ist das sls Frau ja so eine Sache, man kann ja auch im Kostüm kommen. Oder hat ein Kleid zum Blazer an. Beides nicht so ganz mein Fall.

Bei der Hitze im Moment ist aber eine Bluse samt Unterhemd, am besten noch langärmlig, zum Anzug doof. Deswegen habe ich heute beschlossen ein ganz schlichtes einfarbiges T-Shirt tut es doch auch. Und da ich davon nur ein vorzeigbares besitze bin ich heute zwischen Arbeit und Schwimmverabredung noch schnell zu Hager und Mager geflitzt und hab einen Stapel T-Shirts in verschiedenen Farben erstanden.

Es würde mich nicht wundern, wenn nächste Woche der Herbst beginnt und es zu kalt für T-Shirts wird.



Mittwoch, 30. Juli 2014
169 - Ich bin ja nicht aus Zucker
Kurz bevor ich das Büro verlassen wollte, fing es an zu regnen. Also noch ein paar zeitfüllende Tätigkeiten absolvieren. Der Regen wird stärker. Tasse spülen, vielleicht hörts ja auf. Der Regen wird stärker. Also doch losgehen, die After-Work-Verabredung (tolles Neudeutsch!) soll ja schließlich nicht ewig auf mich warten. Der Regen wird stärker. Kaum bin ich drei Schritte gegangen und habe den reißenden Fluss, also die Straße überquert, stelle ich fest, dass ich dringend einen neuen Schirm brauche, denn der aktuelle ist so alt, dass er den Wassermassen nicht mehr wirklich stand hält. Businessschuhe taugen bei so einem Wetter übrigens auch nicht. Die S-Bahnstation ist ja nicht weit weg. Trotzdem sitze ich mit nassen Socken, nassen Hosenbeinen, feuchten Ärmeln, nassem Rucksack und tropfendem Schirmelend in der Bahn.

Natürlich hat es kurz darauf aufgehört zu regnen!