175 - Orientierungssinn
Ich habe definitiv nicht den Orientierungssinn meiner Mutter geerbt, denn ich bin durchaus in der Lage mich zu orientieren. Meine Mutter leider weniger. Heute war ein Treffen mit ihr angesetzt, erst gemeinsames Frühstück im Cafe und dann ein Schuhkauf. Wir verabredeten uns in der Stadt, in der Herr Baehr und ich bis vor einem Jahr noch gewohnt hatten und die meine Mutter kennt.
Erster Anruf gegen neun Uhr, sie fährt jetzt los. Ich hatte sie am Vortag angewiesen auf dem großen Parkplatz vor der ehemaligen Wohnung zu parken. Da ich schon vor ihr dort war, konnte ich ihr gleich mitteilen, dass es den Parkplatz nicht mehr gibt, sie aber in der Straße direkt parken kann, denn dank Sommerferien gab es massig Parkplätze. Sie wollte noch wissen, wie sie von dort denn in die Innenstadt finden würde. Ich erklärte es ihr, ziemlich einfach.
Kurz vor zehn der nächste Anruf. Sie würde den großen Parkplatz nicht finden. Außerdem stünde sie vor der alten Wohnung, aber da wären keine Parkplätze. Ich wunderte mich schon, dass zu dieser Zeit noch so viele Autos gekommen waren, möglich war es aber. Nach kurzem hin und her stellte ich fest, meine Mutter war immer noch der Überzeugung es gäbe einen Parkplatz, der irgendwie zur Wohnung gehörte und nicht einen Parkplatz am Straßenrand. Missverständnis beseitigt, Auto geparkt. Sie wäre dann gleich da.
Ewigkeiten später kam sie. Aus der anderen Richtung als erwartet. Sie wäre immer Richtung Bahnhof gelaufen, nur die Straße von der ich gesprochen hätte, die wäre nicht gekommen. Aber vom Bahnhof aus wusste sie den Weg. Zum Glück. Das ich ihr gesagt hatte, Richtung Bahnhof die Straße runter und dann die nächste Möglichkeit links und dann (!) kommt die Straße, ach egal, sie ist ja angekommen.
Ein Navi hilft bei ihr leider auch nur bedingt, obwohl ich ihr das jetzt auch fürs laufen vorgeschlagen habe. Und das gar nicht aus Boshaftigkeit oder weil ich mich über sie lustig mache, sondern weil ich das in fremden Städten selbst oft nutze und sehr dankbar für diese Funktion bin. Meine Mutter sollte das dann nur auf bekannten Strecken üben. Mit dem Autonavi hatte es auch eine Weile gedauert, bis sie zurecht kam. Sagte das nämlich, sie solle rechts abbiegen, kam es am Anfang schon vor, dass sie auch mal in eine Einfahrt einbog.
Ich habe meine Mutter übrigens sehr lieb und hatte, nachdem sie dann angekommen war, einen super tollen Tag mit ihr.
frau_baehr am 04. August 14
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174 - Kästen
Vom alten Teich sind im ganzen Garten noch Überreste verteilt. Zum Beispiel ein riesiger Berg Erde-Steine-Gemisch, eine kaputte Regentonne voll Schlick und ein Hügel Teichschlamm. Und genau dieser Hügel soll als Grundlage für meinen Kräuterhügel dienen. Die Idee ist Blumenkästen aus Holz zu bauen und diese darauf zu verteilen. Dazwischen kommen Steine und evtl. Steingartenpflanzen.
Die Kästen müssen aber erstmal gebaut werden. Und das habe ich heute getan. Ich habe gesägt ubd gestrichen. Mit der elektrischen Stichsäge. Hab ich vorher noch nie gemacht, ich dachte immer das ist irgendwie kompliziert. Weil ich aber diesmal alles alleine machen wollte, musste ich eben auch sägen. Und es macht Spaß. Nur das streichen ist ätzen. Gut, dass ich das Morgen gleich nochmal machen muss.
173 - Die Geachichte vom Reh
Wenn meinem Großvater etwas besonders gut geschmeckt hatte, begann er immer die Geschichte vom Reh zu erzählen. Irgendwas machte dieses Reh, was es rechtfertigte, dass er den Teller ablecken durfte. Ich bekomm die Geschichte nur einfach nicht mehr zusammen, er starb viel zu früh.
Heute hätte ich sie aber gut anbringen können, denn es gab Grillbanane mit Vanilleeis und Schokosoße zu Nachtisch. Und es wäre eine Verschwendung gewesen das Vanilleeis-Schokosoßengemisch einfach abzuspülen. Gut, dass Herr Baehr in solchen Dingen nicht pingelig ist. Er hat einfach seinen Teller mit abgeleckt.
frau_baehr am 03. August 14
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