Dienstag, 12. August 2014
183 - Eine kleine Wunde
Am Wochenende habe ich angefangen die Pflaumen (oder sind es doch eher dunkle Mirabellen, ich weiß es nicht so genau) zu verarbeiten. Die Steine (oder sagt man in dem Fall Kerne?) saßen aber noch recht fest darin. Und da ich den Garten ja erst seit einem Jahr habe, bin ich küchentechnisch noch nicht auf so eine Aktion vorbereitet. Also habe ich die Steine mit der Hand rausgepult. Nach einiger Zeit stellte ich fest, mit der rechten Hand komme ich nicht weiter. Ich hatte mir die Haut unterm Daumennagel aufgerissen. Also bin ich auf die linke umgestiegen. Aber auch da hing irgendwann ein Hautfetzten, diesmal vom Zeigefinger, herab. Somit mussten die letzten Steine dann umständlich mit dem Löffel ausgepult werden.

Die Verletzung am Zeigefinger ist gar nicht so schlimm, scheint einfach nur eine Schicht Haut verloren gegangen zu sein. Aber die Wunde unter dem Daumennagel ist fies. Ich spüre sie ständig und bei allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten stoße ich mit der Spitze des Daumens irgendwo an. Ich frage mich, ob ich auch ohne Wunde immer so trottelig bin und es nur nicht merke. Jetzt merke ich es und zwar ganz schön heftig. Es ist nur eine kleine Wunde, aber der Schmerz ist riesig. Ich komme mir vor wie die Obermemme, aber gut. Ein bisschen Jammern wird ja erlaubt sein.

Das Opfer hat sich immerhin gelohnt. Die in Wein eingelegten Früchte schmecken total super.



Montag, 11. August 2014
182 - Verantwortung
Ich übernehme eigentlich gerne Verantwortung, habe aber oft auch Angst etwas falsch zu machen oder etwas ganz wichtiges zu vergessen. Da mein Kollege demnächst auf Weltreise geht und ich in der Rangfolge sozusagen nach ihm komme, übernehme ich einige seiner Aufgaben. Dazu gehört auch die Rechnung für den Kunden zu stellen. Eigentlich ganz einfach, man muss nur alle Informationen sammeln und in ein Excel-Sheet füllen. Alles andere wird dann intern durch irgendwelche Prozesse geregelt und raus kommt eine schön formattierte Rechnung.

Jetzt geht es da ja um Geld und nicht gerade um wenig. Und da hab ich dann doch ein bisschen Bammel etwas zu vergessen. Den ersten Teil habe ich aber schon hinter mir und noch ist der Kollege ja da um alles zu kontrollieren. Trotzdem, das ist dann doch eine sehr große Verantwortung, die einem da so plötzlich auf die Schultern sackt. Aber an so Aufgaben wächst man auch. Mal schauen wie groß ich werde.



Montag, 11. August 2014
181 - Fast fertiger Kräuterhügel
Gestern habe ich mich endlich aufgerafft und meine Kästen für den Kräuterhügel fertig gestrichen. Das war gar nicht so einfach, da ich Depp nach dem ersten Anstrich die noch feuchten Bretter direkt auf Zeitungspapier gelegt hatte. Das hatte zur Folge, dass ich gestern erstmal einiges an Zeit mit dem abkratzen der Zeitung verbracht habe. Alles runterbekommen habe ich nicht, jedoch gibt es den Brettern so ein bisschen einen Used-Look, also ok.

Heute Vormittag habe ich das ganze dann fertiggestellt, also fast. Mir ist der Sand ausgegangen und ich habe noch keine Kräuter für die Kästen. Aber auch in leer sehen sie schon gut aus, finde ich zumindst.



Oben auf dem Hügel ist schon alles fertig. Dort stehen die Kräuter, die nicht winterhart oder sogar nur einjährig sind. Salbei habe ich heute aber von meiner Mutter gelernt, wäre sehr winterhart. Soll mir recht sein.



Jetzt hoffe ich nur, dass sich Herr Baehr noch vor Donnerstag erbarmt und mir noch einen Sack Sand im Baumarkt besorgt. Heben kann ich den nicht und Herr Baehr ist von Donnerstag bis Samstag verreist. Dann kann ich während seiner Abwesenheit auch noch die kahlen Stellen mit Sand auffüllen.



Jetzt hoffe ich nur, dass der starke Regen, der hier seit heute Mittag immer wieder runter kommt, nicht schon alles weggewaschen hat. Sozusagen ein erster Härtetest.