Freitag, 19. September 2014
221 - Zu dick
Zur Zeit fühle ich mich zu dick. Jeder der mich sieht sagt mir zwar, dass das nicht stimmt und ich doch immer noch so schlank bin, bin ich aber nicht. Alle meine Hosen zwicken oder passen schon gar nicht mehr. Blusen ziehe ich zur Zeit gar keine mehr an, denn die spannen unheimlich. Genauso fast alle meine T-Shirts.

Was ist zu dick? Wann darf man selbst sagen, dass man zu dick ist. Natürlich sehen mich andere anders als ich selbst mich sehe. Und sie fühlen die engen Kleidungsstücke nicht. Ich fühle sie. Ich weiß, dass es nicht normal für mich ist so "dick" zu sein. Ich fühle mich einfach unwohl. Es ist nicht mein Wohlfühlgewicht, sondern mein Dickengewicht.

Jetzt habe ich eine ganze Zeit versucht vor allem weniger und gesünder zu essen. Ich esse sehr viel, mehr als viele Männer. Bisher war das nie schlimm, es war eher immer so, dass ich nicht zurecht kam, wenn ich nicht so viel essen konnte. Deswegen war die Umgewöhnung auch wirklich schlimm. Ich bin fast jeden Abend mit Hunger ins Bett. Süßigkeiten esse ich kaum, ich trinke nur Wasser und Kräutertee, da ist also nichts, was ich noch weg lassen könnte.

Was definitiv fehlt ist sicherlich viel Sport. Dazu kann ich mich aber einfach nicht aufraffen, habe ich doch immer das Gefühl, dass es nichts bringt. Ich mache jeden Morgen Gymnastik, das nun schon ein Dreivierteljahr, trotzdem sind die Übungen immer noch genauso anstrengend wie zu Beginn. Mir fällt aber auch nicht ein, welchen Sport ich sonst machen könnte. Ich darf schließlich mit meinem Rücken auch kaum was. Vom spazieren gehen und einmal die Woche schwimmen geht das zu viel bestimmt nicht weg.

Ich bin auf jeden Fall gefrustet. Verkneife ich mir die wenigen Süßigkeiten, die ich überhaupt esse. Esse Abends und überhaupt weniger, nur noch Vollkornbrot, nehme Karotten als Snack mit. Und was passiert? Ich nehme zu. Das ist zum Kotzen.



Freitag, 19. September 2014
220 - Sehnsucht nach Meer
Heute hat ein Freund von seinem Urlaub erzählt. Von kleinen Buchten und klarem Wasser, von Sonne und Wellen. Ich will auch wieder ans Meer. Herr Baehr und ich haben diesea Jahr das Meer noch gar nicht gesehen und ich vermisse es so sehr. Vielleicht ist ja Ende November noch ein Urlaub drin. Dann ist es zwar zu kalt zum baden, aber schön für lange Strandspaziergänge.



Mittwoch, 17. September 2014
219 - Beurteilungen
In meiner Firma ist es so, dass wir jährlich beurteilt werden und anhand dieser Beurteilung ein Vergleich mit Kollegen auf demselben Level gezogen wird. Und als Ergebnis dieses Vergleichs wird festgelegt wer wie viel Gehalt bekommt und wer schneller befördert werden wird.

Ich hatte für das letzte Jahr eine sehr gute Beurteilung und hatte mit meinem Vorgesetzten und dem Chef darüber auch schon über die Möglichkeit einer Vorzeitigen Beförderung gesprochen. Mein Kollege, der Vorgesetzte, hat also auch dementsprechende Bemerkungen in die Beurteilung geschrieben. Außerdem ist er derjenige, der in einer ersten Vergleichsrunde für mich eintritt. In einer zweiten Vergleichsrunde ist dann ein Kollege, eine Art Mentor, für mich zuständig. Der kann aber an der Platzierung nur noch was ändern, wenn es um Beförderung oder nicht geht.

Heute hat mich mein Mentor angerufen und mir gesagt, dass ich mit einem nicht so guten Ergebnis aus diesem ganzen Beurteilungsprozess rausgegangen bin. Das hat mir überhaupt nicht geschmeckt und war irgendwie verletzend. Ich habe mir die letzten Jahre den Arsch aufgerissen, die Kunden beurteilen mich überdurchschnittlich gut, mein Kollege beurteilt mich überdurchschnittlich gut und ich komme mit einem schlechten Ergebnis raus. Das versteh ich nicht.

Also habe ich nach dem Gespräch im Zug gesessen und habe versucht nicht zu heulen. Das ist mir natürlich nicht ganz gelungen. Sehr peinlich, aber Frust muss manchmal raus.

Immerhin wird jetzt von dem Chef meines Vorgesetzten (das ist der Weltreisenkollege) nachgeforscht, warum ich so schlecht bin. Er ist mir dem Ergebnis nämlich sehr unzufrieden und ist der Meinung, dass das weder mein Können noch meine Arbeit beureilt. Da er jetzt im nächsten Projekt mein direkter Chef ist hat er mir versprochen, dass er sich persönlich dafür einsetzt, dass ich nicht wieder so schlecht beurteilt werde. Immerhin etwas.