Dienstag, 14. Oktober 2014
246 - So long folks, I'm out
Um es mal etwas abgewandelt mit den Worten von Jason Shugars zu sagen. Ich will jedoch keineswegs mit meinen Kollegen der Partnerfirma abrechnen und habe auch ganz brav eine sehr nette und kurze Abschiedsmail geschrieben. Alleine diese drei Zeilen haben mich fast eine halbe Stunde gekostet. Was schreibt man bei so einer Gelegenheit. Es soll nicht zu schmalzig werden, nicht so klingen als wäre ich todtraurig, denn das bin ich nicht. Und vor allem auch nicht sentimental. Aber es soll auch nicht zu kalt sein, zu nüchtern. Also habe ich das Geschriebene immer und immer wieder umformuliert und hoffe, dass ich jetzt Worte gefunden habe, die alle in Ordnung finden.

Vereinzelt kamen sogar dann Reaktionen auf die Mail. Der faule Kollege, der seine Arbeitszeit nur mit telefonieren verbrachte, scheint mich sehr gemocht zu haben. Hatte versucht mich anzurufen um sich persönlich zu verabschieden, erstaunlich nett. Aber auch die mit Verantwortung haben nochmal angerufen und Danke gesagt. Und sind dann natürlich gleich darauf rumgeritten, dass ich nicht zu ihnen gewechselt habe. Aber was nicht ist kann ja noch kommen, ich muss nur anrufen. Mal schauen. Jetzt erstmal was neues.



Montag, 13. Oktober 2014
245 - Weniger reisen
Mir wurde versprochen, dass ich bei meinem neuen Projekt weniger bis gar nicht reisen muss. Das scheint mein Chef wohl vergessen zu haben. Da er mich vor seinem Urlaub nochmal sehen möchte, soll ich bitte Mittwoch in die Schweiz kommen. Und Donnerstag wieder heim. Und der Kollege bitte auch. Sehr spontan, sehr teuer, irgendwie auch nervig. Aber gut, immerhin auch die Gelegenheit nochmal ausführlich über das neue Projekt zu reden und genau zu definieren was meine Aufgaben sein werden. Jetzt muss nur noch der neue Kollege ein wenig gebändigt werden, damit er nicht wegen irgendwelcher Visa alle Leute anruft und dann ist gut.



Sonntag, 12. Oktober 2014
244 - Herr Baehr handwerkt
Herr Baehr ist etwas unmotiviert, wenn es ums handwerken geht. Vor unserem Einzug hat er wirklich viel gemacht, es musste ja fertig werden. Seitdem wir eingezogen sind ist Herr Baehr der Meinung, dass wir ja Zeit haben. Mich nervt das, ich will irgendwann mal fertig werden. Je mehr ich aber meckere, desto bockiger wird Herr Baehr. Alleine machen kann ich vieles wegen meinem Rücken nur leider nicht.

Wenn aber Herr Baehr mal loslegt, dann immer zu merkwürdigen Zeiten und immer Dinge, die unwichtig sind oder wir gar nicht so geplant hatten. So hat er gestern um 18h angefangen das Treppenhauslicht aufzuhängen, inklusive bohren. Dass die Wände noch gestrichen werden müssen ignoriert er gekonnt. Heute hat er dann die Tür vom Kachelofen auseinander genommen, um die Scheibe zu putzen und hat dabei eine Schraube abgebrochen. Dass wir nur mit dem Kachelofen heizen und die Tür wichtig ist hat er ignoriert. Mich macht das wahnsinnig, aber ich muss ja froh sein, dass er überhaupt was macht.