252 - Umfrage
Ab und zu rufen bei uns Leute an, die eine Umfrage durchführen möchten. Eigentlich wimmele ich diese Leute immer direkt ab, heute aber habe ich mich mal darauf eingelassen. Die Dame versprach mir, dass die Umfrage nur circa zehn Minuten dauern würde, also wirklich nicht lange. Außerdem war sie von einem bekannten Institut. Schon beim Vorlesen der Fragen wurde klar, die Dame ist nicht mehr die Jüngste und auch noch nicht sehr geübt in der ganzen Sache. Englische Begriffe bereiteten ihr Schwierigkeiten und auch der Computer machte wohl nicht immer was sie wollte. Oft hörte ich sie hektisch klicken oder seufzen und es wurde kurz still.
Am Ende hatten wir 25 Minuten telefoniert und ich hatte Fragen zu Politik, Bauer sucht Frau, der Bahn, meiner Gesundheit, meiner Arbeit und meiner Lebenssituation beantwortet. Zum Schluß las sie mir noch einen Text vor, ob ich auch an Online-Befragungen teilnehmen möchte. Ich verneinte und sie akzeptierete das, sehr angenehm. Am Ende entschuldigte sie sich dann, dass es doch länger als geplant gedauert hätte. Da ich aber häufig Bahn fahre öffneten sie wohl noch so viele Fragen mit denen sie nicht gerechnet hatte. Ich bin ja froh, dass ich nicht auch noch Bauer sucht Frau regelmäßig schaue und mit meiner Arbeit zufrieden bin und keine große Angst vor schlimmen Krankheiten habe. Wer weiß wie viele Fragen da noch aufgekommen wären.
frau_baehr am 20. Oktober 14
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251 - Nichts passiert
Heute waren wir bei den übervorsichtigen Freunden. Die Kinder dürfen kaum frei herumlaufen, denn es könnte jeden Moment etwas passieren. Fällt das große Kind hin, ist es gleich ein mittleres Drama. Ist dabei auch noch eine Beule entstanden, ist ein Besuch im Krankenhaus Pflicht. Das große Kind sagt auch ständig "Aua" ohne dass etwas ist, bekommt dafür aber sofort Aufmerksamkeit. Das kleine Kind liegt eigentlich fast nur festgeschnallt im Wagen. Keine sehr schöne Situation für die Kinder, etwas zu sagen, ohne eigene Kinder, ist sinnlos.
Das kleinere Kind krabbelt seit neustem und durfte tatsächlich irgendwann aus dem Kinderwagen raus. Ich setzte mich zu ihm auf den Boden, spielte mit ihm und nahm es auf den Schoß. Man merkte richtig, wie es diese Aufmerksamkeit genoss. Anscheinend vertrauen uns die Eltern sehr, denn sie ließen uns einen Moment mit dem kleineren Kind alleine um das große ins Bett zu bringen. Und natürlich kam es wie es kommen musste, das kleinere Kind stieß sich den Kopf. Nicht schlimm und nicht fest. Ich nahm es kurz auf den Schoß, schaute ob wirklich alles gut war, sagte lachend, dass nichts passiert war und kitzelte es kurz. Der verwirrte Gesichtsausdruck des Kindes war super, mit dieser Reaktion hatte es so gar nicht gerechnet, fand dann aber, dass ich Recht hatte und krabbelte munter weiter.
frau_baehr am 20. Oktober 14
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250 - Gulasch
Es gibt Rezepte, die kann man einfach auswendig kochen, weil man sie immer gleich macht. So ist das bei mir zum Beispiel bei Gulasch. Das mache ich so wie meine Eltern, mit Paprika und Tomatensoße. Und es schmeckt eigentlich immer gleich gut. Nur heute nicht, es hat irgendwie anders geschmeckt. Herr Baehr fand es gut, ich eher nicht so. Das Fleisch war total zäh, die Soße hatte einen merkwürdigen Geschmack und es war eher braun als rot. Was jetzt so anders war weiß ich nicht, hoffe aber, dass es beim nächsten Mal wieder so lecker wird wie sonst auch.
frau_baehr am 18. Oktober 14
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