Mittwoch, 11. Februar 2015
366 - Der Asiat
Gestern im Pub war ein kleiner Asiat im Anzug. Er saß einsam mit seinem Bier in dem Bereich wo man nur sitzen darf, wenn man was isst. Als wir kamen musste er den Platz räumen und wurde von der Bedienung weggeschickt, da er nichts essen wollte. Nach ca. 20 Minuten kam er wieder, stark taumelnd. Wie auch immer es geschafft hatte sich innerhalb so kurzer Zeit so abzuschießen. Als die Bedienung kurz nicht da war setzte er sich wieder an einen der Tische und lächelte betrunken in die Runde. Als die Bedienung (junge blonde Frau) wieder in Sicht kam fing er an mit ihr zu flirten, zeigte erst auf sich, dann auf sie und schaute anzüglich. Die Bedienung ging nicht drauf ein und versuchte ihn des Raumes zu verweisen. Der Asiat wollte aber nicht weg und bestellte notgedrungen was zu essen. Das dauerte ihm aber wohl zu lang, den kaum war die Bedienung gegangen folgte er ihr, schleimte um sie rum und kicherte blöde. Wie es weiterging weiß ich nicht, den wir sind weiter. Mir tat die Bedienung leid, obwohl sie in einem Pub sicherlich öfter solche oder ähnliche Szenen erlebt.



365 - London
Mangels eines "free wifi" kommt dieser Beitrag mit einem Tag Verspätung.

Ich bin für zwei Tage in London zu einer Schulung. Eigentlich bin ich gar nicht richtig in London, sondern nur in der Nähe, genauer gesagt in der Nähe von Heathrow. Ich hatte damit gerechnet nichts von London zu sehen. Das fand mein Chef aber nicht gut und so haben wir uns heute Abend mit zwei weiteren Kollegen nach "Downtown" London aufgemacht. Und dort haben wir fast alle Sehenswürdigkeiten abgelaufen. Angefangen beim Buckingham Pallace, vorbei an Westminster Abbey und Big Ben und dann immer an der Themse entlang bis zur Towerbridge und dem Tower. Zwischendrin waren wir in einen echt urigen Pub (Blackfriar Pub) abendessen. Wirklich eine tolle Idee und ein super lustiger Abend. Aber auch anstrengend gut sechs Kilometer un Businessschuhen zurückzulegen.



Montag, 9. Februar 2015
364 - Fast ein Jahr
Nun existiert dieses Blog ein Jahr, also fast. Vor genau einem Jahr habe ich mich registriert und dann ungeduldig die geforderten 24 Stunden gewartet bis ich meinen ersten Beitrag schreiben konnte.

Warum ich dieses Blog eröffnet habe, weiß ich nicht genau. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon einige Zeit hier bei blogger.de das ein oder andere Blog still mitgelesen und irgendwie die Lust verspürt auch mitzumachen. Tagebuch habe ich einige Jahre geschrieben, habe es immer mal wieder sein lassen und dann wieder aufgenommen. Zu letzt war es für mich aber wie eine nervige Verpflichtung jeden Abend vor dem Schlafen gehen etwas zu schreiben. Also habe ich es irgendwann gelasse. Außerdem war es meist sowieso nur eine Aufzählung der Dinge, die ich an diesem Tag getan hatte. Langweilig, zumindest im Nachhinein betrachtet.

Aber so gar nichts mehr zu schreiben hat mir auch nicht gefallen. Vor allem weil ich ziemlich schlecht darin bin mich an irgendetwas in der Vergangenheit zu erinnern. Und so kam dann wohl irgendwann die Idee mit dem Blog. Hier berichte ich nicht detailliert was ich getan habe und das ist auch gut so. Hier halte ich schöne Momente fest, Dinge die mich bewegen oder traurig machen. Ich muss nicht eine bestimmte Anzahl an Worten schreiben. Mal schreibe ich viel, mal wenig, beides ist gut. Je nach Lust und Lust zu schreiben habe ich nach wie vor.



Sonntag, 8. Februar 2015
363 - Vorhänge
Im Wohnzimmer haben wir Vorhänge, die wir ziemlich schnell nach dem Umzug aufgehängt hatten, damit die Vögel raus konnten. Die Vorhänge sind aber zu lang gewesen, deswegen haben wir vor recht langer Zeit Umbügelband im schwedischen Möbelhaus gekauft. Und das dann in der Kommodenschublade verstaut mit dem guten Vorsatz es "bald" zu verwenden. Bald ist heute erst eingetreten und wir haben zwei Stunden für acht Vorhänge gebraucht. Und es ist auch nicht besonders hübsch, zumindest nicht wenn man genau hinschaut. Wir schauen aber nicht genau hin und freuen uns daran, dass die Vorhänge nicht mehr zu lang sind.



362 - Ich brauche das nicht
Heute die Cousine meiner Mutter getroffen. Sie ist unglaublich traurig über den Tod meines Großvaters, ihres Onkels. Wirklich Kontakt hatte sie nie mit ihm, mit meiner Mutter aber viel. Auf die Beerdigung geht sie, ich nicht, ich bin auf Dienstreise. Und die sag ich deswegen auch nicht ab. Die Cousine meiner Mutter ist aber überzeugt, dass ich Abschied nehmen muss. Das würde was auslösen, so eine Beerdigung. Ich bin mir sicher, dass es nichts auslöst. Ich habe schon vor Jahren mit diesen Leuten abgeschlossen. Ich hatte nie eine Beziehung und werde sie jetzt auch nicht mehr haben.