Wie schon im letzten Jahr werde ich auch in diesem Jahr Fleisch und Fisch fasten. Ich werde mich also die nächsten Wochen vegetarisch ernähren, soweit das möglich ist. Diese Einschränkung hatte ich auch letztes Jahr schon. Wenn man viel unterwegs ist und auf das angewiesen ist, was angeboten wird, ist es manchmal gar nicht so einfach vegetarisch bzw. ein Gericht ohne Fleisch zu essen. So hatte ich letztes Jahr genau in der Fastenzeit beim Fleischkunden zu tun. Dort in der Kantine ist vegetarisches Essen nicht vorgesehen. Wer kein Fleisch mag kann Beilagen und Salat essen. Das ist auf Dauer, und vor allem ohne Möglichkeit sich was gescheites am Abend zu machen, wirklich nicht zumutbar.
Dieses Jahr sieht es aber so aus, als wäre ich nicht so viel unterwegs. Ob das die Sache einfacher macht weiß ich noch nicht, denn Herr Baehr ist ein Fleischfresser. Er würde sich beim Fleischkunden, zumindest was das Essen angeht, echt wohl fühlen. Immerhin hat er sich gemerkt, dass ich ab heute kein Fleisch mehr essen möchte. Wie wir das umsetzten werden, ist noch offen. Irgendeinen Kompromiss müssen wir finden, obwohl ich mir ja wünschen würde, dass er einfach mal mitmacht. Aber dazu fehlt Herrn Baehr das Durchhaltevermögen.
Besonders schön finde ich in der Fastenzeit aber auch immer die Aktion
7 Wochen ohne der evangelischen Kirche. In diesem Jahr ist das Motto "Du bist schön! Sieben Wochen ohne Runtermachen".
Als Herr Baehr und ich letztes Jahr an Weihnachten zur Familie gefahren sind, habe ich mir vorgestellt, dass wir beim nächsten Weihnachtsfest nicht mehr alleine dorthin fahren werden. Ich war der festen Überzeugung, dass es diesmal geklappt hatte. Jetzt weiß ich es besser, es hatte nicht. Und es hat bisher auch nicht und sieht für diesen Zyklus sehr duster aus, bzw. der Zug scheint schon abgefahren zu sein.
Die nächsten beiden Monate möchte Herr Baehr eine Pause einlegen, da er nicht möchte, dass das Kind um Weihnachten, also im Dezember oder Januar, Geburtstag hat. Das bedeutet, dass wir dieses Jahr definitiv kein Kind bekommen werden, sondern frühstens in einem Jahr. Und das ist wirklich traurig. Aber vielleicht hilft es mir auch von der ganzen Geschichte Abstand zu nehmen, einen Schritt zurück zu gehen und dann mit neuer Kraft in etwas mehr als zwei Monaten wieder zu starten.
Somit werde wir auch dieses Jahr Weihnachten nur zu zweit zur Familie fahren. Das ist zwar nicht schön, aber in Ordnung. Hauptsache wir werden irgendwann Weihnachten zu dritt, zu viert oder gar zu fünft zur Familie fahren.
Am Wochenende habe ich
Seerosennacht, den dritten Teil der "Zauber der Elemente"-Reihe, von Daphne Unruh zu Ende gelesen. In diesem Buch wird die Geschichte von Grete erzählt, jedoch erfährt man auch mehr über Leo, der schon in Band 1 eine Rolle gespielt hat.
Grete wird durch Neve in die magische Welt geführt. Sie kommt durch den neu entstandenen Wasserdurchgang in die magische Welt. Dort fällt es ihr schwer sich an die Regeln zu halten und sich unterzuordnen. Vor allem als sie entdeckt, dass sie ganz besondere Fähigkeiten hat. Nicht nur, dass Grete sich in eine Rauchsäule verwandeln kann, sie kann mit diesem Rauch Elementarwesen in Menschen verwandeln. Und genau das tut sie auch und bringt sich damit in Schwierigkeiten.
Doch nicht nur damit, sondern auch mit ihren regelmäßigen geheimen Ausflügen in die reale Welt. Dort lauert sie Leo auf und versucht mehr über ihn und vor allem Jerome, der ja in Band 1 gelöscht wurde, herauszufinden. Bei einem ihrer Besuche bekommt sie mit, dass Jerome sich trotz seiner Löschung wieder an die magische Welt und vor allem an seinen Geheimbund erinnern kann. Grete ringt mit sich, ob sie dies dem magischen Rat verraten soll. Leo aber, in den Grete sich nach und nach verliebt, bittet sie aber nichts zu sagen und Vertrauen in Jerome zu haben.
Als Grete auch noch unerlaubt zwischen den magischen Blasen reist, reißt dem Rat der Geduldsfaden und Grete wird gelöscht. Doch damit ist die Geschichte nicht zu Ende, sondern nimmt erst ihren Lauf. Leo sorgt mit Jeromes Hilfe dafür, dass Grete sich wieder erinnern kann. Doch diese Hilfe hat ihren Preis, denn Jerome und sein Komplize Riley sind an der Zerstörung der magischen Blasen und der Verwandlung der Elementarwesen in Menschen interessiert und wollen Grete und Leo für ihre dunklen Machenschaften nutzen.
Serpensortia schreibt vor ein Buch zu lesen, in dem einer der Nebencharaktere an eine fiese, hinterhältige Schlange erinnert. So ging es mir in diesem Buch mit Jerome. Er war mir schon im ersten Buch nicht sympathisch, weil schon dort sehr klar zu erkennen war, dass er nicht zu den Guten gehört. Auf welcher Seite er hier steht ist bis zum Ende nicht erkennbar, denn die Geschichte bleibt offen und wird sicherlich erst in Band 4 aufgelöst. Für mich ist Jerome aber ein fieser Kerl, der Leo sicherlich noch in den Rücken fallen wird.