Sonntag, 1. März 2015
384 - Zwei Tauben
Hier im Garten (und sicherlich auch in den Gärten außen rum) wohnen zwei Tauben. Ich nehme mal an es ist ein Paar. Sie kommen immer mal an den Teich und trinken dort. Letztens konnte ich sogar beobachten, wie sie darin ein langes Bad genommen haben, so ganz gemütlich, sehr putzig. Jetzt haben die zwei das Futter entdeckt, dass Herr Baehr immer an der Terasse ausstreut. Ich glaube sie freuen sich über die Entdeckung, denn für die aufgehängten Meisenknödel und das Vogelhaus sind sie zu schwer. Nur Herr Baehr ist nicht begeistert. Er hasst Tauben, kennt aber eigentlich nur die Stadttauben. Ich finde die Tauben nicht schlimm, mich nerven oft eher die Amseln, die alles wieder aufbuddeln und ausscharren. Aber Herr Baehr will die Tauben nicht im Garten haben. Ich befürchte aber er kann es nicht ändern, die waren vor uns hier.



Samstag, 28. Februar 2015
383 - Gebissen
Pünktlich zu ihrem zwölften Geburtstag wurde das Patenkind vom Pubertier gebissen. Fort ist das süße kleine Mädchen, das mit Herrn Baehr kuschelt, weil er so schön gemütlich (Zitat Patenkind: Dicker kuscheliger Elefant) ist und das besonders auf von mir geflochtene französische Zöpfe steht. Vor einem steht jetzt eine junge Dame, deren Handy sozusagen an der Hand festgewachsen ist und die ihre Eltern und mich vor ihren Freunden schon mal peinlich findet.

Am Patenkind sehe ich wie die Zeit rast. Würde man mich fragen, wann ich den schreienden Patenkindsäugling bei Theaterproben getragen habe, ich würde meinen es könnten nur wenige Jahre vergangen sein. Nicht mehr lange, dann wird das Patenkind konfirmiert und braucht so gesehen keine Paten mehr. Ich hoffe, dass sie das nicht so genau nimmt und mich als Patentante behält.



Freitag, 27. Februar 2015
382 - Sehr anziehend
Ich bin für die Vögel rund um unser Haus anscheinend sehr anziehen. Als wir letztes Jahr den Teich neu gemacht haben mussten wir erstmal ziemlich viel ausschaufeln und weggraben. Dabei hat uns eine Amseldame immer wieder beobachtet und dann den Haufen mit dem ausgeschaufelten Aushub nach Regenwürmern durchsucht. Irgendwann war sie gar nicht mehr so scheu und hat sogar einen Regenwurm genommen, den ich ihr aus recht kurzer Entfernung zugeworfen hatte.

Auch die Meisen scheinen mich zu mögen. Sie kommen nämlich ziemlich oft an die Fenster von meinem Arbeitszimmer. Sie sitzen dann auf den Rahmen und picken gegen das Glas. Es stört sie auch nicht, wenn ich das fotographiere. Warum sie das machen, weiß ich nicht, es wirkt aber immer so als wollten sie anklopfen um reingelassen zu werden.

Die letzte Woche war es aber extrem. Anfang der Woche ist eine Amsel auf mich zugeflogen, direkt auf meinen Kopf. Einziges Problem an der Geschichte, ich war in der Küche, sie draußen, zwischen uns das geschlossene Fenster. Und dagegen ist sie mit einem lauten Rums geflogen. Ich habe mich mächtig erschreckt, die Amsel auch. Zum Glück scheint ihr aber nichts schlimmeres passiert zu sein, denn sie flog gleich weiter. Heute dann der zweite Zwischenfall. Diesmal war es eine Goldammer, die auf mich zugehalten hat, wobei ich am Schreibtisch am Fenster saß (natürlich zu) und sie draußen war. Aber auch sie scheint sich nichts getan zu haben, denn sie hat nach dem Zusammenstoß einfach abgedreht und ist weiter geflogen.

Mal sehen was da noch kommt. Solche Scheibenflüge kann ich aber nicht gebrauchen, das finde ich immer besonders schlimm für die armen Vögel. Vor allem können sie sich dabei ja doch ganz schön verletzen.