Endlich haben wir es geschafft und einen Bachlauf angelegt. Herr Baehr spricht von diesem Bachlauf seit wir den Teich vor mehr als einem Jahr neu angelegt haben. Aber so einen Bachlauf zu erstellen ist ja gar nicht so einfach. Dafür braucht es viel Material, das wir nicht haben und Herr Baehr immer zu faul war zu kaufen. Außerdem war er nicht sicher, wie er das abstützen soll und überhaupt wenns regnet, dann schwemmts da ja was weg. Herr Baehr hat irgendwie tausend Gründe gefunden warum wir nicht angefangen haben.
Als ich bei meinem Vater war, hatte ich ihn dann gefragt, wie er seinen Bachlauf angelegt hat. Ganz einfach, mit einem Teichfolienrest. Die muss die eigentliche Teichfolie nur überdecken und schon kann kein Wasser verloren gehen. Dann noch Steine an den Rand, fertig. Und genau so haben wir das dann heute auch gemacht, Folienreste hatten wir eh noch, Steine auch. Nur umgraben musste Herr Baehr die Stelle neben dem Teich noch und etwas Erde drauf verteilen. Da das aber im Garten alles vorhanden war, war das schnell gemacht.
Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden, dass wir das jetzt endlich geschafft haben. Mich hat diese Stelle am Teich nämlich extrem gestört, weil sie immer noch hässlich war. Jetzt ist nur noch ein kleines Stück, das nicht gestaltet ist, aber das schaffen wir diesen Sommer hoffentlich auch noch.
Heute Morgen habe ich
Flötenzeit von Nikola Hotel zu Ende gelesen. Ein schönes Buch mit einer etwas anderen Liebesgeschichte und vor allem für alle zu empfehlen, die
Die Frau des Zeitreisenden von Audrey Niffenegger mochten.
Julia erbt eine alte Stadtvilla in Bonn von ihrem Großvater, den sie kaum kannte. Das Haus ist alt und seit den siebziger Jahren nicht mehr renoviert oder modernisiert worden. Deswegen beschließt sie, es so schnell wie möglich zu verkaufen und reist dafür nach Bonn.
Schnell ändert Julia ihre Meinung zu dem Haus und vor allem zu dem Verkauf, denn irgendetwas oder irgendjemand hält sie dort. Zuerst hört sie nur Flötentöne, schließlich Stimmen. Hinzu kommt das Foto eines jungen Mannes in ihrem Handy, den sie nicht kennt und welches erst nach dem Verschwinden und wieder Auftauchen ihres Handys dort gespeichert ist.
Julia macht sich auf die Geschichte des Hauses und damit auch die Geschichte ihrer Familie zu erforschen und stößt dabei auf die Geschichte des Bruders ihrer Urgroßmutter, Clemens. Sie findet Bilder von Clemens und muss feststellen, dass er der Mann auf dem Foto in ihrem Handy ist. Und vor allem merkt sie, dass Clemens sie besonders anzieht, sie hat das Gefühl ihn schon seit ewigen Zeiten zu kennen. Und so passiert es, dass die beiden sich schließlich begegnen und eine gemeinsame Liebesgeschichte beginnen.
Das Buch ist schön geschrieben, auch wenn auf den letzten Seiten immer mehr Satzbaufehler auftauchen. Diese werden aber wahrscheinlich in den nächsten Auflagen verschwinden und sind auch nicht so schlimm, dass sie den Lesefluss stören würden. Außerdem ist die Geschichte zu schön und am Ende auch zu spannend, als dass ich mich von so etwas hätte aufhalten lassen.
Etwas merkwürdig fand ich nur die Vorstellung, dass Julia sich in einen doch recht nahen Verwandten verliebt. Genau das wird sogar im Buch kurz angeschnitten, als ihre Urgroßmutter herausfindet wer sie ist. Ein Hindernis ist diese Verwandschaft für beide nicht.
Trotz kurzer Woche bin ich total erledigt. Die beiden Nächte im Hotel hab ich zwar recht gut, aber kurz geschlafen. Die Nacht bei meinem Vater dann nicht so gut, weil es so warm war und sich die Katze im Bett breit gemacht hatte. Heute ist es auch schon wieder spät geworden. Gut, dass ich jetzt zwei Tage ausschlafen kann und so gar nichts vor habe.
Es ist das passiert, was ich schon länger befürchtet habe, ich bin mit den Titelzahlen durcheinander gekommen. Ich habe versucht sie wieder zu sortieren, hoffe es ist gelungen. Ich bin aber erstaunt, dass es mir so schnell überhaupt aufgefallen ist. Wer weiß wie viele Fehler drin sind, die ich nie gesehen habe.