Jetzt ist fast ein Jahr vorbei und wir sind immer noch zu zweit. Das frisst nach wie vor an mir, obwohl ich mittlerweile nicht jedesmal weine und in ein tiefes Loch falle, wenn Tante Rosa mal wieder zu Besuch ist. Trotzdem frustet es, hinzu kommen die unglaublichen Schmerzen und die körperlichen Strapazen, die Tante Rosa bei mir mit sich bringt. Zumindes in diesem Gebiet soll es bald Besserung geben, ich versuch es mal mit Homöopathie.
Trotzdem habe ich immer noch ein Problem mit Menschen mit Kindern und vor allem mit Schwangeren. Jetzt ist es so, dass im Freundeskreis von Herrn Baehr gleich zwei Frauen schwanger sind und wir beide dieses Wochenende sehen werden. Ich will das nicht, ich kann das nicht. Herr Baehr merkt das auch und will zumindest das eine Treffen absagen. Nur aus welchem Grund? Direkt sagen möchte ich das nicht, ist mir auch irgendwie peinlich.
Das andere Treffen findet statt, die beste Freundin von Herrn Baehr kommt mit ihrem Sohn zum Frühstück. Und sie ist schwanger. Dazu eine weitere Freundin samt Mann und zwei kleinen Kindern. Ich freue mich sie alle zu sehen, ich freue mich auch immer die Kinder zu sehen. Ich bin sogar fast der Meinung, dass wir die Kinder zu wenig sehen. Trotzdem ist gerade das Aufeinandertreffen mit den kleinen Kindern so schwierig. Es zeigt mir genau das, was zur Zeit in meinem Leben fehlt.
Geredet wird natürlich auch nur über die Kinder, sie sind für die anderen beiden Frauen ja auch der Mittelpunkt ihres Lebens. Ich kann bei diesem Thema nicht mitreden, was soll ich auch sagen? Sagt man irgendwas, wird es schnell abgetan, nach dem Motto "Die hat ja eh keine Ahnung."
Am Allerschlimmsten ist aber immer wieder die Aussage: "Ihr habt es ja so gut, weil..." Diesen Satz kann man dann beliebig erweitern. Wir haben es gut, weil wir immer ausschlafen können, wir keine quengeligen Kinder haben, wir uns nicht mit der Schwangerschaft plagen müssen usw. usf. Für diesmal habe ich mir vorgenommen was zu sagen. Nämlich das wir es gar nicht gut haben, dass wir das alles sehr gerne in Kauf nehmen würden. Mal sehen ob es so weit kommt, ich bin gespannt wie sie reagieren.
Ich habe mal wieder ein Buch beendet, welches ich für die Harry Potter Lesechallenge verwenden kann. Bei Portus war die Aufgabe ein Buch zu lesen, dessen Welt nicht in der Wirklichkeit zu finden ist. Das ist bei
Die Auftragsmörderin: Die Krosann-Sage von Sam Feuerbach der Fall. Die Geschichte spielt im Königreich Toladar.
Prinz Karek soll irgendwann dieses Königreich reagieren. Um darauf vorbereitet zu werden hat er Kampf- und Kundeunterricht. Beides interessiert ihn nicht sonderlich, denn in beiden Unterrichten geht es immer nur um Krieg. Karek ist aber eher eine friedliche Person und daran interessiert die Konflikte auf eine friedliche Art zu lösen. Mit diesem Ansatz eckt er aber immer wieder an. Auch sonst entspricht er nicht dem Bild eines Prinzen bzw. des zukünftigen Königs. Er isst viel zu viel und ist entsprechend dick.
Durch Zufall gelangt er jedoch an einen Brief, der aus einer längst vergessenen Zeit und von Wesen zu kommen scheint, die gar nicht mehr existieren. Zusätzlich kommt ans Licht, dass eine Auftragsmörderin auf ihn angesetzt ist und er in der Burg des Königs nicht mehr sicher ist. Karek wird somit zu einem Bekannten geschickt, getarnt als Soldatenanwärter. Das Leben als Soldatenanwärter ist nicht leicht für ihn, bringt aber neue Freundschaften.
Doch dann überschlagen sich die Ereignisse, Menschen sterben, Karek bekommt Kontakt zur Auftragsmörderin und steht vor großen neuen Herausforderungen.
Mir hat das Buch gut gefallen. Was ich von der Auftragsmörderin halten soll, weiß ich noch nicht. Warum sie so ist, wie sie ist, wird aber klar, da in kurzen Rückblenden ihr bisheriges Leben beleuchtet wird. Man mag ihr gar manchen Mord verzeihen, wenn man ihre Geschichte kennt.
Prinz Karek dagegen kann man nur mögen. Er setzt sich für seine Kameraden ein, er ist nicht eitel oder zu verwöhnt, dafür aber ein wenig trottelig. Außerdem gefällt mir sehr gut, dass er versucht Konflikte friedlich zu lösen. In vielen Büchern, die in einer mittelalterlichen Welt spielen, sind friedliche Lösungsansätze gar nicht vorgesehen.
Den zweiten Band habe ich mir direkt im Anschluss runtergeladen, da der erste Band doch sehr offen endet. Ich bin gespannt wie es weitergeht und welche Abenteuer Karek noch erwarten.
Ich bin gar kein Biertrinker. Früher habe ich immer wieder mal Bier getrunken, das war auch einfach cool. Besonders lecker fand ich es damals schon nicht. Außerdem wird bei uns mehr Apfelwein getrunken. Den mag ich auch lieber als Bier, trinke ihn aber auch nicht so oft.
Wenn ich mal Bier trinke, dann ein dunkles. Das ist zwar jetzt auch nicht so besonders lecker, schmeckt mir aber besser als helles. Und erstaunlicherweiße mag ich britisches Bier lieber als deutsches.
Heute hab ich mal wieder Bier getrunken. Ein dunkles Kellerbier, war ganz gut. Die ersten Schlucke fand ich lecker, je mehr ich aber getrunken habe, destoweniger hat es mir geschmeckt. Ganz ausgetrunken habe ich es dann nicht. Bier ist definitiv nicht meins. Ich sollte mal wieder Apfelwein trinken.