Freitag, 5. Juni 2015
479 - Frei
Endlich Urlaub. Die nächsten dreieinhalb Wochen haben Herr Baehr und ich frei und somit müssen wir erst Ende Juni wieder arbeiten. Ich freue mich so sehr auf die freie Zeit, die wir zu zweit genießen können. Hoffentlich gelingt es uns nicht an die Arbeit zu denken und ein wenig Abstand zu gewinnen.

Gut angefangen haben wir den Urlaub aber. Die Freunde von Herrn Baehr waren da. Wir waren am See, ohne schwimmen zu gehen, da es einfach zu kalt war, und haben anschließend bei uns gegrillt. Herr Baehr war ganz begeistert, dass wir endlich richtig gemütlich auf der Terasse sitzen konnten. So kann es weitergehen.



Donnerstag, 4. Juni 2015
478 - Gelesen 2015 - Das Mädchen, das den Himmel berührte
Endlich habe ich Das Mädchen, das den Himmel berührte von Luca Di Fulvio beendet. Das Buch hat 976 Seiten und genau das merkt man irgendwann. Eigentlich mag ich Bücher mit vielen Seiten in denen man lange lesen kann und die nicht in einem Rutsch weggelesen sind. Dieses war mir aber eindeutig zu lang, denn alles hat sich gezogen wie Kaugummi.

Das Buch erzählt mehrere Geschichten gleichzeitig, die aber alle miteinander verbunden sind. Da ist die Geschichte von Mercurio, dem Waisenjungen, der ein Betrüger ist und ein Verkleidungskünstler. Zusammen mit seinen Freunden Zolfo und Benedetta flieht er aus Rom nach Venedig, da er glaubt einen jüdischen Kaufmann umgebracht zu haben. Auf dem Weg dorthin lernt er die Jüdin Guiditta di Negroponte und ihren Vater Issaco kennen und verliebt sich in Guiditta. Aber natürlich kann diese Liebe nicht leben, denn Mercurio ist ein Straßenjunge und ein Betrüger und Guiditta eine Jüdin. Doch auch der Kaufmann kommt wieder ins Spiel, denn er ist gar nicht tot und sinnt auf Rache. Er verfolgt Mercurio und möchte diesen umbringen.

Mir fällt es schwer wirklich viel zu dem Buch zu sagen, da nicht wirklich viel passiert ist. Leider wurde es auch nicht wirklich spannend. Nur gegen Ende wurde es kurz spannend, die Spannung konnte aber nicht gehalten werden, da auch hier wieder endlose Seiten vollgeschrieben wurden.

Warum ich das Buch bis zum Ende gelesen habe weiß ich nicht. Ich glaube es war eher der Ehrgeiz es jetzt doch zu schaffen, als das wirkliche Intresse am Ausgang. Denn es war schon nach den ersten Seiten klar, dass es gut ausgeht. Ein anderes Ende wäre nicht schlecht gewesen, hätte das Buch aber auch nicht mehr gerettet. Nochmal lesen würde ich es auf keinen Fall und die Lust weiter Bücher von diesem Autor zu lesen ist mir auch vergangen.



Dienstag, 2. Juni 2015
477 - Angsthasen
Naja, eher Angstfische, denn die Goldfische in unserem Teich sind immer noch total ängstlich. Der einzige große, der überlebt hat, war früher total verfressen. Sobald man nur den Deckel vom Futtereimer abgezogen hatte kam er an die Oberfläche geschwommen und hat nach Futter gesucht. Wenn man den Teich sauber gemacht hat und mit dem Kescher durchgegangen ist, musste man aufpassen, dass man nicht einen der Goldfische aus Versehen gefangen hat.

Aber nach dem Angriff auf den Teich ist der große und auch die übrigen kleinen Goldfiche total ängstlich. Wenn ich den Futtereimer öffne huschen sie schon davon, wenn ich was reinwerfe zucken sie zusammen. Manchmal traut sich nach einer gefühlten Ewigkeit mal einer ran, meist aber nicht. Oft sind es jetzt die zwei kleinen Orfen, die Herr Baehr zum Geburtstag von den Freunden geschenkt bekam, die am Futter nagen. Die sind nur so klein, dass sie kein Stückchen ganz essen können.

Es ist so schade, dass die Goldfische so scheu und ängstlich sind und uns immer noch nicht vertrauen. Wie bei allen Tieren muss ich wahrscheinlich nur mehr Geduld haben. Bald haben wir ja auch Urlaub, dann kann ich auch mehr Zeit am Teich verbringen und vielleicht gewöhnen sie sich dann wieder etwas mehr an uns.