548 - Mentoring
Über die Arbeit habe ich eine Mentee. Sie studiert noch und nimmt bei meiner Firma an einem speziellen Programm für zukünftige Führungskräfte teil. Das Programm finde ich super, sowas hätte ich mir während meinem Studium auch gewünscht.
Jetzt habe ich aber ein Problem mit dem ganzen Mentoring, ich bekomme es nicht gut hin. Ich bin ja nicht so der offene Mensch und tue mir schwer auf Menschen zuzugehen. Meine Mentee ist auch eher eine schüchterne, sehr strebsame Studentin. Leider wohnt sie auch recht weit weg, so dass wir uns nicht wie andere Mentor-Mentee-Paare einfach mal Abends zu einem Essen treffen können. Telefonieren machen wir ab und an, leider weiß ich dann aber oft nicht, was ich sagen soll.
Wenn ich Feedback von den anderen bekomme, höre ich, dass sie eine super Beziehung haben und sich auch über private Themen austauschen. Das ist bei mir gar nicht der Fall. Ich weiß auch gar nicht, wie ich das anfange. Ehrlichgesagt weiß ich auch gar nicht, was sie so an privaten Interessen hat. Ich habe eher den Eindruck, dass studieren und lernen eine sehr zentrale Rolle in ihrem Leben spielen und sie im Semester gar nicht wirklich andere Dinge macht.
Trotzdem möchte ich an dieser Beziehung arbeiten, auch wenn ich sie jetzt bald abgeben muss. Denn ob ich sie auch während meiner Elternzeit betreuen kann, weiß ich nicht. Das werde ich aber demnächst klären. Bei dem wenigen Kontakt, den wir hatten, kann ich sie in der Zeit auch weiter betreuen.
frau_baehr am 12. August 15
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547 - Hackfauche
Die Henne mal wieder. Ihr geht es augenscheinlich viel besser. Sie meckert viel mehr, ist nicht mehr so leicht zu fangen und sie hackt und faucht, mutiert also in meiner Gegenwart zu einer Hackfauche. Ihre Abneigung gegen mich ist extrem geworden in den letzten Tagen, das tut in meinem Herzen weh. Ändern kann ich es leider nicht, das muss jetzt sein.
Ganz schlimm ist es Abends, wenn ich ihr Futternäpfchen und das Wasser raushole um es zu säubern und neu zu befüllen. Da wird sie richtig zum Hackfauchenbiest. Grade gestern hat sie so arg nach mir gehackt, dass ich erschrocken meine Hand zurückgezogen habe und das nicht grade langsam. Das hatte zur Folge, dass mir das Futternäpfchen aus der Hand gefallen ist und das ganze Körnerfutter im Zimmer verteilt war. Super, da mag ich sie dann auch nicht mehr so gerne, wenn ich spät Abends noch anfangen muss zu kehren.
Ich freue mich schon unheimlich, wenn die Behandlung bald rum ist und ich wieder Vertrauen aufbauen kann. Dann bekommt sie von mir nur noch Leckereien, bestechlich ist sie ja zum Glück. Zahm machen, wie die Tierärztin empfohlen hat, wird bei ihr nicht klappen. Da übe ich eher erstmal mit dem Hahn weiter.
frau_baehr am 11. August 15
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546 - Ein Ort für uns
Ich finde heiraten ja extrem kompliziert. Vor allem, wenn man noch feiern möchte und das für nicht allzu viel Geld aber trotzdem irgendwie schön. Kompliziert ist schon die Anzahl der Gäste, wir kennen zu viele Leute. Dabei hätte ich immer gedacht, dass wir eigentlich wenig Leute kennen und beide eher kleine Familien haben. Klein ist die Familie von Herrn Baehr in der Tat, Vater, Mutter, zwei Geschwister plus Anhang und die Nichte. Meine Familie dagegen ist groß, nicht riesig, aber es sind gut fünfundzwanzig Personen. Das ist schonmal einiges. Dann kommen noch Freunde dazu, die Band, Arbeitskollegen und wir natürlich auch. Alles in allem gut 100 Personen. Nicht mitgezählt die unzähligen Babys und Kleinkinder.
Für diese riesige Menge an Leuten muss ein Raum gefunden werden. Er sollte nicht zu weit weg sein, wir wollen ja schließlich nicht nach der Kirche (mit einem Baby) noch ewig fahren. Außerdem müssen wir das unseren Gästen ja auch nicht antun. In der Umgebung was zu finden ist auch nicht einfach. Entweder zu klein, zu edel, zu einfach oder irgendwie anders nicht passend. Außerdem haben wir doch zu viele Wünsche. Es soll einfach sein, aber nicht zu einfach. Man sollte raus gehen können, die Hochzeit findet schließlich nächstes Jahr im Sommer statt. Nach Möglichkeit sollte es einen weiteren Raum geben, in dem die unzähligen Babys und Kleinkinder schlafen können. Eine Bühne wäre nicht schlecht, meine Mutter will bestimmt tanzen und auch andere Darbietungen könnte ich mir vorstellen.
Hernn Baehrs Eltern und auch meine Eltern hatten schon vorgeschlagen im Gemeindesaal zu feiern. Dort kann man raus, es ist nicht zu hässlich, es gibt weitere Räume und es ist eine Bühne mit Technik vorhanden. Der Raum ist nicht so toll, aber man könnte was draus machen. Schwierig ist es dann nur mit dem Essen und den Bedienungen, obwohl sich auch dafür eine Lösung finden würde. Und Herr Baehr findet das draußen nicht so schön, obwohl es dort auch nicht so hässlich ist.
Es ist einfach schwierig. Und wenn wir den Ort gefunden haben gibt es sicherlich noch tausend andere Dinge, die wir beachten müssen. Einladungskarten, Sitzordnung usw. usf. Gut, dass meine Schwester meine Trauzeugin ist und sie irgendwann mal Eventplanerin werden wollte.