Da am Samstag ein Teil der Feier bei uns stattfindet, müssen wir aufräumen und putzen. Ich hatte gebeten nicht wieder alles an einem Tag zu machen, das schaffe ich nicht. Also war der Plan, dass wir heute den ersten Stock und Morgen das Erdgeschoss aufräumen und putzen. Soweit so gut. Ich weiß, das Männer sehr oft eine andere Definition von dreckig haben als Frauen. Und das viele Männer so überhaupt nicht gerne putzen und nur das nötigste machen. Herr Baehr gehört da leider dazu. Und so ist es mal wieder toll verteilt. Er lässt den Staubsaugerroboter fahren und ich mache alles andere, Staub wischen, Bad putzen, Betten beziehen, Wäsche waschen und bügeln. Sehr fair ist das nicht. Vor allem ist es nicht fair, dass er sich jetzt über mich aufregt, weil ich sage mir ist es zu anstrengend.
So langsam bin ich erschöpft. Seit einiger Zeit schlafe ich nicht mehr durch. Mindestens einmal die Nacht werde ich wach um zur Toilette zu gehen. Ab fünf bin ich sowieso wach, da rumpelt dann auch das Baehrenkind rum. Meistens schlafe ich dann nochmal ein, träume total wirres Zeug (vermehrt, dass ich auf Dienstreise bin und nicht heimkomme, weil mein Pass weg ist, ich mich am Bahnhof/Flughafen verirre oder einfach zu spät komme). Das schlaucht mich mittlerweile doch sehr, ist aber wahrscheinlich eine Einstimmung auf die Zeit mit dem Baehrenkind.
Heute habe ich mir dann aber noch den Rest gegeben, kurzer Einkaufsbummel in der Stadt, schwedisches Möbelhaus in sehr intensiv und dann noch Infoabend für werdende Eltern in der Klinik. Vielleicht sorgt dieses Programm ja dafür, dass ich heute Nacht mal alles verschlafe. Ich glaube es nicht, hoffe es aber sehr.
Erst heute Morgen habe ich
Die Erbin, den ersten Band der Reihe "Der Orden der weißen Orchidee", von Tanja Neise zu Ende gelesen. Eigentlich dachte ich, dass ich einen historischen Roman ausgeliehen habe, als ich angefing zu lesen. Ich hatte das Buch schon einige Zeit auf dem Kindle, so dass mir der Klappentext nicht mehr wirklich präsent war. In der Tat ist es aber ein Liebesroman mit Zeitreiseelemente und eben ein bisschen was historischem.
Marie erbt von ihrer Urgroßmutter nach deren Tod ein Haus in einem kleinen Dorf in Brandenburg. Doch schnell stellt sie fest, dass dies nicht das einzige Erbe ist. Ihre Urgroßmutter besaß die Fähigkeit in der Zeit zurückzureisen mittels eines bestimmten Baumes. Dieser verlieh ihr auch die Gabe zu heilen. Marie ist neugierig und begibt sich auf die Reise. Sie landet im 19. Jahrhundert und muss feststellen, dass ihre Urgroßmutter dort ein Parallelleben mit eigener Familie geführt hat. Marie schließt die Familie gleich in ihr Herz, besonders ihr Onkel Richard hat es ihr angetan.
Als die Familie des 19. Jahrhunderts verfolgt wird und fliehen muss, bekommt Marie heraus, dass Richard ebenfalls die Gabe des Zeitreisens besitzt, denn er landet plötzlich in ihrer Zeit. Gemeinsam reisen sie zurück, um Richards Familie zu retten und geraten dabei noch tiefer in den Strudel der Zeit.
Das Buch ist nett, so nett, dass ich auch noch den zweiten Teil lesen werde. Mich stört ein wenig, dass es wieder mal um eine große Liebe geht. Mir will einfach nicht in den Kopf, wie es passieren kann, dass man so kopflos lieben kann. Wahrscheinlich gibt es soetwas in der Realität gar nicht, macht sich aber in einem Buch besonders gut.