Vor kurzem habe ich den zweiten Teil
Der Ursprung der Reihe "Der Orden der weißen Orchidee" von Tanja Neise zuende gelesen. Der zweite Band knüpft direkt an den ersten an, kann also nicht spereat gelesen werden, da Ereignisse aus dem ersten Band auch nicht erklärt oder wiederholt werden. Das finde ich ja ganz gut, zumindest wenn man die beiden Bücher direkt nacheinander liest.
Im zweiten Teil verlieren sich Marie und Richard aus den Augen, denn Marie macht das Zeichen verkehrt herum auf den Baum und reist weiter in die Vergangenheit, während Richard in die Zukunft reist. Dieses Versehen löst eine Kette von Ereignissen aus, die vor allem Richards Zukunft erklärt. Man erfährt wer Richards Eltern sind und wie und warum er zu Maries Familie kam.
Leider zieht es sich der zweite Teil des Buches sehr, man hat fast das Gefühl, dass noch eine zweite Geschichte hinzugefügt wurde, damit die Seiten gefüllt werden können. Die ganze Geschichte hätte auch ohne diesen Teil funktioniert. Vielleicht bin ich auch einfach nicht empfänglich für zu viel Romantik.
Herr Baehr und ich versinken im Chaos. Dabei legen wir doch nur unsere Büros zusammen. Unglaublich, was sich in den beiden Räumen über die Zeit angesammelt hat. Das hatte ich nicht erwartet, da werden wir noch eine Weile zu tun haben. Gut, dass wir noch die ganze Woche frei haben.
Wenn Herr Baehr mal schläft, dann schläft er richtig. Wahrscheinlich könnte man das Haus unter ihm abtragen, er würde nicht wach werden. Manchmal finde ich das ja gruselig, ich kann ihn knuffen und rütteln wie ich will, er wird nicht wach. So auch heute Morgen gegen sieben, Herr Baehr lag auf dem Rücken und atmete sehr laut. Also habe ich an ihm gerüttelt, ihn geschubst und angesprochen. Nichts, keinerlei Reaktion. Dafür war ich dann wach und hatte dann beschlossen zu lesen. Das habe ich auch eine Weile getan, bis zum Ende des Buchs. Und weil es gut ausging musste ich ein paar Tränen vergießen. Die erste hatte kaum mein Auge verlassen, da wachte Herr Baehr aus seinem komatösen Schlaf auf, sah mich an und fragte besorgt, ob alles in Ordnung wäre. Das nächste Mal, wenn er mir zu laut schnarcht und ich will, dass er sich rumdreht, fang ich an zu weinen.