Mittwoch, 25. November 2015
643 - Herr Baehr und die Prinzessin
Gestern war mal wieder Frauenarzttermin, ich hatte mich ja ein bisschen vor gefürchtet. Einerseits, weil ich Angst hatte, dass das Baehrenkind doch nicht in Ordnung ist, andererseits vor der Konfrontation, wenn ich sagen muss, dass ich ein gescheites Bild haben möchte. Vorweg, das mit dem Bild hat nicht so wirklich geklappt. Das Gerät bei der Ärztin ist Schrott, man erkennt eigentlich gar nichts, ich will gar nicht wissen wie alt es ist. Wirklich Mühe hat sie sich auch nicht gegeben und ich hab irgendwann resigniert.

Als zweites hat sie mal wieder versucht dem Baehrenkind zwischen die Beine zu schauen. Das wird aber immer schwerer, da drinnen ist nicht mehr viel Platz. Und so hat das Baehrenkind die Beine natürlich schön angezogen und auch irgendwie wieder ineinander verwurschtelt. Somit ist da gar nichts zu sehen. Jetzt meinte sie aber gestern, anscheinend hat sie sich genötigt gefühlt irgendwas zu sagen, dass sie, wenn sie eine Tendenz geben müsste, in Richtung Mädchen gehen würde. Ich gebe da nicht viel drauf, ich glaub nicht, dass sie überhaupt was gesehen hat.

Herr Baehr scheint da aber mehr dran zu glauben. Er hat ja eigentlich immer gesagt, dass er sich mehr einen Jungen als ein Mädchen wünscht, weil man mit dem viel mehr machen könnte. Insgeheim aber wünscht er sich ein Mädchen, ich glaube, er weiß das selbst gar nicht. Aber seit ich ihm das erzählt habe, erklärt er mir immer wieder, dass wir dann ja bald eine neue Prinzessin hier hätten. Das wäre dann nicht mehr ich, ich werde sozusagen gestürzt oder ersetzt. Ich finde es süß, wie er sich darauf freut. Ich glaube aber, dass er auch nicht enttäuscht wäre, wäre es jetzt doch ein Junge. Hauptsache "es" kommt irgendwann.



Dienstag, 24. November 2015
652 - Harry Potter Lesechallenge - Wingardium Leviosa
In dieser Aufgabe ging es darum ein Buch zu lesen auf dessen Cover etwas schwebt oder auf das Element Luft übertragen werden kann. Dies ist bei Solange es Schmetterlinge gibt von Hanni Münzer der Fall. Auf dem Cover sind Schmetterlinge zu sehen, die schweben zwar nicht, können aber fliegen, leben und bewegen sich in der Luft.

In diesem Buch geht es um Penelope, eine Grundschullehrerin, die sich gerne für andere einsetzt, selbst aber völlig im unauffällig sein möchte. Sie trägt nur gedeckte Farben und altmodische Kleidung, ihre Wohnung teilt sie mit ihrem Kater Giacomo. Eigentlich verlässt sie die Wohnung nur, um zur Schule zu gehen oder zum einkaufen, Freunde hat Penelope keine. Das ändert sich, als sie die alte Dame aus dem Erdgeschoss näher kennenlernt und sich mit ihr anfreundet. Trudi, so ihr Name, wird Penelope schnell eine gute Freundin und ist sehr bestrebt aus der grauen Maus wieder einen lebenslustigen Menschen zu machen.

Genauso geht es Jason, der im Dachgeschoss einzieht und großes Interesse an Penelope hat. Er bleibt hartnäckig und Penelope verfällt ihm, die beiden werden schnell ein Paar. Jason lässt sich nicht von Penelopes Schrullen abstoßen, sondern ermuntert sie immer wieder zu neuen und aufregenden Dingen.

Das man traurig ist, wenn das Buch zu Ende geht, dem kann ich nicht ganz zustimmen. Das Buch war nett, die Figuren haben mir aber nicht so gut gefallen. Alle etwas überzeichnet, vieles war unrealistisch und am Ende war mir einfach zu viel Zufall im Spiel. Das Buch arbeitet Seite für Seite auf das Ende hin und das kommt dann auch sehr plötzlich. Einige Dinge bleiben offen, was ich gar nicht so schlecht finde, vieles wird aber viel zu schnell aufgelöst. Ein nettes Buch, mehr aber auch nicht.



Montag, 23. November 2015
651 - Gelesen 2015 - Barfuß durch Scherben
Schon vor dem Wochenende hatte ich Barfuß durch Scherben von Hannah Siebern zu Ende gelesen. Schon der erste Teil hatte mir sehr gut gefallen und auch diesen Teil habe ich extrem schnell durchgelesen. In diesem Teil geht es um Luisa, die kleine Schwester von Janna, die in Teil eins die Hauptrolle spielte. Luisa ist mit Tanju zusammen, einem jungen Chinesen, der für ein Austauschsemester in Deutschland ist. Nachdem Tanjus Zeit in Deutschland jedoch zu Ende ist, beschließt Luisa ihm zu einem Auslandsaufenthalt nach China zu folgen. Doch nach einem Streit mit ihm kommt alles anders, denn Luisa wacht nach einer wilden Party mit zu viel Alkohol neben einem jungen Mann auf, an den sie sich kaum erinnern kann. Lediglich sein Name ist ihr in Erinnerung geblieben, Kurt.

Doch Kurt ist schnell vergessen, denn bei Luisas Mutter wird Lungenkrebs diagnostiziert. Die Heilungschancen sind sehr gering und so bereitet sich die Mutter auf das Sterben vor. Für Luisa eine schwere Zeit und etwas, dass sie nicht schafft zu akzeptieren. Gerade der körperliche Verfall ihrer Mutter macht ihr zu schaffen, sie kann ihre Mutter so kaum noch anfassen und liebhaben.

Für etwas Ablenkung soll ein Wochenende bei Rock am Ring sorgen. Janna versucht zu verhindern, dass Luisa fährt, da die Mutter jederzeit sterben könnte. Diese möchte jedoch, dass Luisa auch weiterhin ihr Leben lebt und genießt. Und so macht sich Luisa gemeinsam mit ihrer Freundin Kiki, deren Bruder und dessen Kumpel zu Rock am Ring auf. Dort sind sie mit zwei weiteren Freunden von Kiki verabredet, die Luisa nicht kennt. Kaum angekommen muss sie feststellen, dass sie einen der beiden doch kennt, es ist Kurt. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten finden die beiden zueinander, zumindest vorerst.

Wie auch schon im ersten Band findet hier zusammen, was zusammen gehört. Für meinen Geschmack wird nur etwas zu ausgiebig über Luisas Zeit und Erlebnisse bei Rock am Ring berichtet. Entsetzt hat mich auch der Alkoholkonsum, der in diesem Buch beschrieben wird. Würde ich nur einen Tag so trinken, müsste man mich ins nächste Krankenhaus bringen. Anscheinend bin ich da aber etwas weltfremd, sehr viel Alkohl scheint mittlerweile dazu zu gehören.

Die Erzählungen von Rock am Ring konnte ich teilweise sehr gut nachvollziehen, war ich doch selbst vor vielen Jahren dort. Ich fand es grauenhaft und hab mir geschworen nie wieder zu so einem Festival zu gehen. Die vielen Menschen waren nichts für mich, dazu die Bedingungen auf den Zeltplätzen und die ständige Enge gepaart mit aggresiven, alkoholisierten Menschen. Wie man in so einer Umgebung Spaß haben kann ist mir bis heute ein Rätsel. Auch die Konzerte an sich waren damals eine pure Enttäuschung, da die Veranstalter es nicht geschafft hatten den Ton richtig zu übertragen.

Trotz dieser sehr ausführlichen Beschreibung des Festivals hat mir das Buch gut gefallen. Es war schön auch etwas über Luisa zu erfahren, die man bereits aus Band eins kannte. Und auch zu erfahren, wie die Geschichte von Janna und Josh weiterging.