Freitag, 11. Dezember 2015
659 - Gelesen 2015 - Das Haus in der Rothschildallee
Zu Weihnachten und zum Geburtstag wünsche ich mir von meinen Eltern immer ein "gutes" Buch. In diesem Jahr war es zum Geburtstag Das Haus in der Rothschildallee von Stefanie Zweig. In diesem Buch wird das Leben der jüdischen Familie Sternberg während des ersten Weltkriegs beschrieben. Der Vater ist sehr distanziert, sicher nichts ungewöhnliches zu dieser Zeit, und kennt seine Kinder kaum. Die Mutter versucht allen gerecht zu werden, man gewinnt jedoch den Eindruck, dass sie ganz in ihrer eigenen Welt lebt. Und so wachsen die Kinder auch mehr oder weniger für sich auf und erzählen den Eltern recht wenig. So verabschieder sich der Älteste auch nicht, als er in den Krieg zieht. Bitter für die Eltern, die nur einige Monate später die Nachricht von seinem Tod erhalten.

Ich muss ehrlich sagen, ich hatte am Anfang Schwierigkeiten mich in das Buch hereinzufinden. Es kommt streckenweise kein Erzählfluss auf und ich musste manche Sätze doppelt lesen. Trotzdem ein Buch, dass mir gefallen hat. Besonders die Beschreibung der Orte und der Bräuche in Frankfurt. Da findet sich vieles wieder, was auch in meiner Familie so noch gelebt wird. Bei uns wird zum Beispiel auch an Neujahr immer Sauerkraut gegessen, damit man im kommenden Jahr Geld hat.



Donnerstag, 10. Dezember 2015
658 - Keine Schwangerschaftsdiabetes
Der zweite, genauere Test hat es gezeigt: Ich habe keine Schwangerschaftsdiabetes. Was eine Erleichterung, ich hätte keine Lust auf diese zusätzliche Einschränkung gehabt. Jetzt freue ich mich schon den ganzen Tag, dass ich an den Wochenenden weiter mein Nutellabrötchen essen darf, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Außerdem muss ich mich morgen bei der Arbeitsweihnachtsfeier nicht zurückhalten und kann schlemmen wie ich will. Und die Nikolausschokolade darf wieder aus der Verbannung hervorgeholt werden. Merkt man, dass ich Schokolade gerne esse?



Mittwoch, 9. Dezember 2015
657 - Trageberatung
Heute hatten wir unsere Trageberatung bei einer Bekannten von mir. Ich hatte immer die Vorstellung, dass ich ein Tuch zum tragen verwenden werde. Oft hatte ich auch gelesen, dass "normale" Babytragen nicht gut oder sogar schädlich für Babys Rücken sind. Jetzt ist es aber so, dass Herr Baehr und ich weder gleich groß noch gleich dick sind und wir somit ein sehr langes Tuch brauchen würden. Für mich bedeutet das dann, dass nach dem binden noch ganz viel Tuch über ist, dass ich irgendwie um mich wickeln müsste. Glücklicherweise haben wir aber heute Fräulein Hübsch kennengelernt, eine Trage aus Tragetuchstoff. Die hat uns beiden, im Vergleich mit anderen solcher Tragen, sehr gut gefallen. Wir können sie beide gut tragen, ohne dass an mir ewig viel runter hängt oder es bei Herrn Baehr knapp wird. Da hat sich die Beratung doch echt gelohnt.