Mittwoch, 8. Juni 2016
839 - Braves Baehrenkind
Die letzten beiden Tage waren Herr Baehr und ich unterwegs um Dinge für die Hochzeit zu besorgen. Und natürlich muss das Baehrenkind mit. Und das macht sie richtig gut mit, meckert nur dann, wenn sie müde ist oder Hunger hat. Sie schläft super im Kinderwagen und war heute zum Mittagessen im Lokal auch total brav. Es ist schön sie so entspannt zu sehen. Abends zeigt sich dann aber, dass das doch alles etwas viel ist, denn dann ist das Gebrüll groß.



Dienstag, 7. Juni 2016
838 - Es ist alles so kompliziert
So eine Hochzeit vorzubereiten ist unglaublich anstrengend und auch kompliziert, zumindest wenn man Herrn Baehr heiratet. Der hat nämlich keine Lust darauf, will auch nichts machen und hat bis jetzt auch kaum was gemacht. Eigentlich macht er nur was, wenn ich ihn bitte und dann auch nur, wenn wir gestritten haben. Das finde ich so unglaublich anstrengend und kompliziert. Warum kann sowas zwischen uns nicht einfach sein?

Aber auch die Koordination zwischen den ganzen Menschen ist total schwierig und kompliziert. Man will niemandem auf den Schlipps treten. Jeder will helfen, aber es gibt so viel, was man nicht abgeben kann. Ich kann ja nicht meine Mutter zum Blumen aussuchen schicken bzw. ich will es gar nicht. Aber ich will auch nicht jede Hilfe ausschlagen.

Ich bin einfach nur froh, wenn dieser Tag vorbei ist. Ich weiß nicht, wie überhaupt jemand sagen kann, dass es der schönste Tag seines Lebens ist und dass man sich auf so einen Tag noch freuen kann.



Montag, 6. Juni 2016
837 - Schreibaby - Man verpasst so viel
Vor ein paar Tagen hat ein befreundetes Paar ihr erstes Kind bekommen. Die beiden sind überglücklich und es ist ein süßes kleines Kerlchen. Heute postete der Vater im Gesichtsbuch ein Bild von den Füßen des Kleinen, die unter einer Decke hervorlugen. Total süß, solche Bilder mag ich, solange sie nicht übertrieben kitschig sind. Doch solche Bilder gibt es vom Baehrenkind nicht. Einerseits natürlich weil sie ein Winterkind ist und wir ihr immer mindestens ein Paar Socken angezogen haben, da sonst die Gefahr bestand, dass die Winzfüße abfrieren. Aber auch heute wäre es noch sehr schwer so ein Bild zu machen, denn das Baehrenkind hält im Wachzustand nicht ruhig. Und schlafen funktioniert ja leider nach wie vor nur im Klammergriff auf dem Arm oder eben nachts fest ins Pucktuch eingewickelt.

Und an diesem kleinen Beispiel ist mir wieder aufgefallen wie viel wir doch verpassen. Vor allem verpassen wir Zeit, die wir eigentlich zu dritt genießen sollten, aber nicht können. Denn immer die Angst im Nacken zu haben, dass die nächste Brüllattacke bevorsteht, lässt einen nicht mehr entspannt sein und Dinge genießen. Es ist so schade, aber wir können es nicht ändern und ich will das Baehrenkind ja auch nicht ändern. Ich wünsche mir nur so sehr, dass sie bald mit sich und der Welt im reinen ist und nicht mehr so schlimm weinen muss. Denn ich denke für sie ist es am allerschlimmsten.



836 - Vergessen
Vor lauter Hochzeitsvorbereitungen habe ich vergessen einen Eintrag zu schreiben. Oder ist es doch die Stilldemenz? Immerhin ist es mir beim nächtlichen stillen eingefallen.