Samstag, 25. Juni 2016
856 - Kritik
Ich tendiere dazu, andere zu kritisieren und immer das Haar in der Suppe zu suchen. Sehr direkt mache ich das nicht, ich sag das den Leuten nicht ins Gesicht, sage aber solche Dinge zu Herrn Baehr. Eigentlich schade, es wäre doch viel schöner sich mit anderen an schönen Dingen zu erfreuen. Anscheinend neige ich aber zu Eifersucht und suche dann was negatives, wenn es bei anderen gut läuft. Das ist eine sehr ätzende Eigenschaft und ich mag das nicht, schaffe es aber kaum es abzustellen. Aber ich habe mir vorgenommen jetzt nach Besuchen bei Freunden über das Positive zu sprechen. Und mich selbst zu ermahnen, wenn ich mal wieder anfange zu lästern. Das sollte alle Beteiligten glücklicher machen.



Freitag, 24. Juni 2016
855 - Dreckspatz
Das Baehrenkind isst seit einigen Tagen Brei Mittags und darf an Karotte, Gurke, Kolrabi, Paprika und manchmal auch an Obst lutschen. Banane liebt sie, da lutscht sie ordentlich was weg. Es ist schön zu sehen, wie sie das alles erkundet und Freude am Essen hat. Leider sieht man aber jetzt auch immer an ihr und mir was es alles zu essen gab. Meist in ausgespuckter oder ausgekotzter Form. Daran muss ich mich echt noch gewöhnen, das wird jetzt eine Weile so bleiben.



Donnerstag, 23. Juni 2016
854 - Hautfetzen
Bei manchen Dingen bin ich ein bisschen pingelig. So bei Hautfetzen, besonders wenn sie an den Füßen hängen. Das ekelt mich, keine Ahnung warum. Ich kann das nicht abrupfen oder abschneiden, da bekomme ich das kalte Grausen.

Zu Studienzeiten habe ich, zusammen mit meinem Mitbewohner, mit Kendo angefangen. Das macht man barfuß und die Füße schubbern schön über den Boden. Und da Kendotrainer auch immer so ein bisschen fies sind schubbert man am Anfang sehr viel über den Boden. Das hat fiese Blasen zur Folge. Und die gehen irgendwann auf und dann hängt die Haut in Fetzen runter und man fragt sich, ob man jemals wieder laufen kann. Wie man das nächste Training überstehen soll weiß man schonmal gar nicht. Schwächlinge ziehen sich einen speziellen Fußschutz an, Normalos kleben Pflaster und fixieren sie mit Tape und die harten laufen einfach auf den offenen Stellen rum. Ich hab immer Pflaster geklebt, aber davor musste die Haut ab und das hab ich alleine nicht hinbekommen. Und so saß mein Mitbewohner also immer wieder Abends da und hat mir mit der Nagelschere die Haut von den Füßen abgeschnibbelt, während ich versucht habe das Abendessen bei mir zu behalten.

Heute hätte ich ihn gut gebrauchen können. Das Baehrenkind war motzig und unruhig und hat so gar nicht in den Schlaf gefunden. Also habe ich mich irgendwann erbarmt und es umgebunden und bin los. Und weil es ja warm ist kann man gut Sandalen tragen. Leider habe ich mir meine Sandalen aber ein wenig zu groß gekauft, so dass der Fuß darin immer hin und her rutscht. Und was passiert wenn der Fuß so hin und her scheuert? Richtig, man bekommt eine Blase bzw. man schubbert sich die Hornhaut weg. So eine Kombination muss an meinem großen Fußzeh passiert sein, denn da hängt ein riesiger Fetzen, den ich jetzt doch unter einem Pflaster begraben habe. Mal sehen wie es morgen aussieht, vielleicht schneidet Herr Baehr das ja weg. Ich kann das nicht, sonst warte ich bis es von alleine abfällt, was es ja hoffentlich irgendwann tun wird.