Mittwoch, 31. August 2016
923 - Schaukel
Das Baehrenkind hat jetzt eine Schaukel, so eine viereckige aus Holz. Und sie liebt das Teil, da könnte sie stundenlang drin sitzen, wenn sie denn so lange sitzen kann. Nach offizieller Definition kann sie ja noch gar nicht sitzen. Aber sie bleibt sitzen, wenn man sie hinsetzt und richtet sich auf dem Schoß auf. Also kann sie so auch eine Weile in der Schaukel verbringen. Außerdem ist sie da glücklich, mega glücklich.



Dienstag, 30. August 2016
922 - Futtern, futtern, futtern
Das Baehrenkind könnte man wahrscheinlich von jetzt auf gleich abstillen. Sie ist so verrückt nach essbarem, reisst es mir und Herrn Baehr aus der Hand, wenn sie rankommt. So auch heute Abend, ich hatte für sie auch einen Teller und einen Löffel gedeckt, denn es gab Kartoffeln mit Eiern und Senfsoße. Bis auf die Soße also durchaus ein Essen, bei dem sie mitessen kann. Als sie dann gesehen hat, dass ich auf ihrem Teller etwas vermatscht habe, wollte sie es sofort haben. War aber noch zu heiß, also mussten wir warten. Gebrüll vorprogrammiert, Herr Baehr und ich haben ja schließlich schon gegessen. Die Portion war dann auch sofort eingeatmet und das Baehrenkind verlangte nach mehr. Herr Baehr hat also schnell was zermatscht, jedoch nicht schnell genug für den Geschmack des Baehrenkindes, denn sie hat einen richtigen Wutanfall bekommen.

Abstillen will ich aber noch gar nicht komplett, eigentlich will ich, zumindst nachts, bis zu ihrem ersten Geburtstag weiterstillen. Immer mit der Einschränkung, dass sie das will und ich nicht leide. Mal sehen wie es kommt. Letztendlich soll sie selbst entscheiden.



Montag, 29. August 2016
921 - Der ewige Vergleich
Es ist ein Wettrennen, welches Kind kann was zu erst. Ich bin total genervt davon, es ist doch völlig egal was welches Kind wann kann, solange es im Rahmen bleibt. Läuft es mit zwei Jahren immer noch nicht, kann man sich mal Gedanken machen, ob irgendwas nicht stimmt. Ob es jetzt aber mit einem Jahr oder mit einem Jahr und ein paar Wochen läuft ist doch völlig egal. Genauso wann es sich drehen kann und krabbelt, oder ob es schon sitzen kann.

Leider bin ich einer der wenigen Menschen der das so sieht. Erst gestern habe ich eine Mutter getroffen, die mir weiß machen wollte, dass ihr Kind jetzt auch anfängt zu krabbeln, genauso wie das Baehrenkind. Das Baehrenkind ist schon recht früh dran, das andere Kind ist vier Monate jünger. Ich habe mir jeglichen Kommentar verkniffen, finde es aber sehr schwer mit sowas umzugehen. Was soll das? Warum akzeptiert sie nicht, dass mein Kind einfach ein paar Monate älter ist und deswegen von Natur aus einfach mehr kann. Warum muss das andere Kind auch gleich was können, wenn ich erzähle, dass das Baehrenkind versucht auf die Knie zu kommen? Ich verstehs einfach nicht.

Ich bin froh, dass die Studienfreundin ähnlich tickt wie ich. Sie ist nicht neidisch wenn das Baehrenkind was kann und ich bin nicht neidisch, wenn ihr Sohn was kann. Ich freue mich immer, wenn der Kleine was neues kann, höre mir aber auch ihre Sorgen an, wenn sie den Eindruck hat, dass er etwas eben nicht altersentsprechend kann. Natürlich vergleiche ich auch ab und an, da kommt man nicht drum rum. Aber ich versuche mich dann zu ermahnen und mich zu erinnern, dass das Baehrenkind das Baehrenkind ist und alles so macht, wie es für sie richtig ist.