Donnerstag, 8. September 2016
931 - Wo sind unsere Babys
Heute habe ich mich mit der Studienfreundin getroffen. Die Kinder, Babys kann man nicht mehr sagen, spielen jetzt schon in einer Art zusammen. Zumindest interessieren sie sich für das gleiche Spielzeug und zerren es sich entweder gegenseitig aus den Händen oder starren es gemeinsam an. Es ist wahnsinnig, wie schnell aus diesen beiden hilflosen Bündeln zwei Kleinkinder geworden sind. Der Sohn der Studienfreundin kann auch schon so viel und ist unglaublich groß. Und auch das Baehrenkind ist recht fit.

Ich werde fast schon ein wenig wehmütig, weil die Babyzeit so schnell rum gegangen ist. Und weil wir da so viel verpasst haben durch die Schreierei. Andererseits freue ich mich über die unglaubliche Entwicklung, die das Baehrenkind gemacht hat. Darüber, dass sie immer mehr sie selbst sein kann, weil sie selbstbestimmt handeln kann. Es ist so schön zu sehen, dass sie sich mit dem Leben auf dieser Welt versöhnt hat.



Mittwoch, 7. September 2016
930 - Manchmal geht es schnell
Heute Morgen bekam ich eine SMS von einer Kollegin, ich möge sie bezüglich einem Projekt kontaktieren. Heute Abend bin ich schon unter. Das ging sehr schnell, ist aber nicht schlecht. Jetzt kann ich dem Start etwas entspannter entgegen schauen. Ich freu mich sogar ein bisschen.



Dienstag, 6. September 2016
929 - Die ereignislosen Tage
Ich hätte es nicht gedacht, aber mit einem Kind können die Tage wirklich sehr lange werden. Vor allem, wenn das Kind nicht besonders gut drauf ist und Mama irgendwie doof findet. Denn das ist beim Baehrenkind leider zur Zeit der Fall. Irgendwie findet sie mich nicht ganz so gut. Außerdem scheint es im Mund weh zu tun und der Nachtschlaf kommt auch zu kurz. So ist sie Morgens müde und meckert dann natürlich. Helfen kann ich ihr dabei nicht, schlafen muss sie alleine.

An solchen Tagen habe ich dann natürlich gar nichts vor, außer Haushalt. Das bekomme ich aber auch mit einem Kind, dass brüllt sobald ich es ablege, nicht gebacken. Leider brüllt sie aber auch, wenn ich mich mit ihr beschäftige. Das ist anstrengend und ich ertappe mich dabei, wie ich immer und immer wieder auf die Uhr schaue und mich nach dem späten Nachmittag sehne, wenn Herr Baehr heim kommt.

Kinder zu haben bedeutet leider wohl auch einsam zu sein. Es ist komisch, ich war immer davon ausgegangen, dass man dann ein richtiges Sozialleben bekommt und dass es viel einfacher wird Kontakte zu knüpfen. Vielleicht sollte man das alles mal Paaren mit Kinderwunsch erzählen. Mich hätte das damals nicht abgehalten, aber es hätte mich vielleicht etwas nachdenklich gestimmt.