949 - Letzte Male Part 1
Die letzte Woche der Elternzeit ist angebrochen und ich hatte heute das letzte Mal Zeit für einen langen Spaziergang. Überhaupt war es heute mein letzter Tag komplett allein mit dem Baehrenkind. Wir waren lange unterwegs beim spazieren gehen und ich hab auch geweint, das gehört einfach dazu. Ich werde es vermissen.

frau_baehr am 26. September 16
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948 - Muttergefühle
Als ich sagte, dass ich nach acht Monaten wieder arbeiten gehen wollte und zwar Vollzeit wurden sofort von allen Seiten Bedenken geäußert. Es würde mir schwer fallen mich zu trennen, das Baehrenkind bräuchte doch seine Mama. Ich konnte mir das nicht vorstellen, tat die Geschichten von Müttern, die heulend auf der Arbeit saßen als Übertreibungen ab. Auch Herr Baehr warnte mich, dass es mir schwer fallen würde, aber ihm glaub ich in der Regel ja schonmal gar nicht. Und jetzt ist es wirklich nur noch eine Woche bis es wieder los geht und mich packt die Panik. Und der Trennungsschmerz und der besonders schlimm. Immer wieder muss ich weinen. Ich zweifle meine Entscheidung nicht an, es ist richtig, wie wir es machen. Nicht nur die Mutter sollte für das Kind da sein, genau das propagiere ich ja immer. Aber eine Sache hatte ich extrem unterschätzt und das sind die Muttergefühle. Gefühle kann ich ja nicht so gut, weder zeigen noch erkennen. Aber diese Muttergefühle haben mich sowas von gepackt, mir war vorher nicht klar, dass ich jemals einen Menschen so lieben werde. Und das macht die ganze Sache so verdammt kompliziert.
frau_baehr am 25. September 16
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947 - Die nervigen Fragen
Fast jede Mutter mit einem kleinen Kind kennt diese nervigen Fragen, die man schon gar nicht mehr beantworten möchte bzw. bei denen man sich fragt, warum sie überhaupt gestellt werden. Einer der Klassiker ist:
"Du hast doch jetzt abgestillt?"
Oder etwas dreister:
"Stillst du immer noch?"
Wenn man dann sagt, dass man Mahlzeiten ersetzt hat, dann kommen die Fragen nach Brei und Menge. Und egal was man sagt, irgendwer weiß einen schlauen Rat. Und da ich selbst koche werde ich immer wieder gefragt:
"Ist das nicht viel zu aufwendig?"
Ich frag mich wie man auf so eine Frage kommen kann. Ich mache ja Herrn Baehr und mir auch nicht jeden Abend irgendein Fertiggericht. Warum soll es da beim Kind plötzlich zu aufwendig sein was zu kochen?
Die schlimmste aller Fragen ist aber die nach dem Schlaf. Ganz klassisch und was ich schon gar nicht mehr hören kann:
"Schläft sie denn schon durch?"
Und dann immer das Entsetzen, wenn ich sage, dass sie noch ein- bis zweimal die Nacht gestillt wird, ganz nach ihrem Bedarf. Deswegen hab ich mir abgewöhnt zu antworten, dass sie das natürlich noch nicht tut, weil sie das nicht muss. Damit nimmt man den Leuten oft den Wind aus den Segeln.
Meine Mutter fragt diese nervigen Fragen auch gerne. Heute fragte sie dann:
"Und, wie schläft sie Nachts?"
Da konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen:
"Mal auf dem Rücken, mal auf der Seite aber gerne auch auf dem Bauch."