1074 - Nur noch einmal schlafen
Und schon hat das Baehrenkind Geburtstag. Ein Tag, der in mir ziemlich gemischte Gefühle hervorruft. Einerseits ist da unbändige Freude über das kleine, lebensfrohe Strahlemädchen. Andererseits war die Geburt an sich furchtbar und hat bei mir doch tiefe Narben hinterlassen. Trotzdem hoffe ich, dass Morgen die Freude überwiegt und wir den Tag genießen können.
frau_baehr am 30. Januar 17
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1073 - Angst
Herr Baehr hat bei allem was das Baehrenkind betrifft Angst. Ich hätte ihn nie so eingeschätzt, auch wenn ich weiß, dass er etwas vorsichtiger ist als ich. Langsam wird's aber extrem, denn er traut dem Baehrenkind nichts zu. Die Gabel darf sie nicht alleine zum Mund führen, vom Bobbycar klettern ist gefährlich, frei stehen ist ganz schlimm und noch so viel mehr. Ich weiß nicht wie ich ihn darauf aufmerksam machen kann ohne ihm vor den Kopf zu stoßen.
frau_baehr am 29. Januar 17
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1072 - Alleine schlafen
Herr Baehr ist der Überzeugung gewesen, dass es allerhöchste Zeit ist, dass das Baehrenkind in seinem Zimmer schläft und zwar ganz alleine. Mir ist nur bei dem Gedanken schon ganz anders geworden, es hat sich für mich einfach nicht richtig angefühlt. Das widerspricht komplett meiner Vorstellung von einer geborgenen Babyzeit, einer Zeit in der es selbstverständlich ist in einem Bett zu schlafen. Außerdem ist es doch so viel praktischer, da ich zum stillen nicht aufstehen muss. Das hat zwischen Herrn Baehr und mir dann auch zu so einigen Diskussionen geführt. Kompromiss am Ende war, wir probieren es und wenn es nicht klappt schläft sie wieder bei mir. Ich solle nur nicht gleich einknicken und nicht nach einer Nacht aufgeben war Herrn Baehrs Forderung.
Gestern Abend war es dann soweit, es fühlte sich total blöd an. Auch das Baehrenkind war verwirrt und nicht begeistert. Aber sie schlief gut ein, also musste ich mich fügen. Trotzdem ist das ganze nicht leicht und auch Herr Baehr wurde ab dem Zeitpunkt des Zubettgehens von Zweifeln geplagt. Als ich in Bett ging und in Tränen ausbrach, meinte er, dass ich sie zu mir holen solle. Ich hab sie aber in ihrem Zimmer gelassen, wollte sie nicht aufwecken. Zum Glück ist sie kurz nach Mitternacht von ganz alleine wach geworden und wollte nach dem stillen partout dort nicht bleiben. Herr Baehr war mittlerweile auch mit den Nerven runter und so ist sie mit mir ins Bett. Es hatte dann eine ganze Weile gedauert, bis sie sich wieder beruhigt hatte und angekuschelt eingeschlafen ist.
Das hat gezeigt, dass noch keiner von uns soweit ist. Und das ist völlig in Ordnung. Wir verwöhnen sie nicht, wir stillen nur ihre Bedürfnisse.
frau_baehr am 28. Januar 17
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