Freitag, 13. Oktober 2017
1317 - Überraschend gut
Ich war heute mit ein paar anderen Müttern verabredet, mit denen ich den Geburtsvorbereitungskurs gemacht habe. Bei vorherigen Treffen kam ich mir immer ein wenig ausgeschlossen vor. Jetzt bin ich auch nicht unbedingt der kontaktfreudigste Mensch und stell mich in solchen Gruppen oft doof an. Ich bin saumäßig schlecht in Small Talk und kann mich auch oft nicht an Dinge erinnern, die andere von sich vor einer halben Ewigkeit erzählt haben. Und so war ich zwar immer dabei aber doch irgendwie ausgeschlossen. Und durch das viele arbeiten bin ich eben doch anders als dir anderen, das hat mich auch immer traurig gemacht.

Heute aber waren wir ein kleinerer Kreis und haben uns total gut unterhalten. Gerade zum Ende hin. Ein Türöffner für mich war sicher auch der Blog, den die Studienfreundin und ich betreiben. Da waren einige Themen, die wir aufgreifen konnten und bei denen wir festgestellt haben, dass wir ähnliche Ansichten haben.

Leider zeigen mir solche Treffen auch immer wieder, was ich alles verpasse, weil ich so viel arbeite. Ich kann mit dem Baehrenkind zu keiner Kindergruppe gehen. Ich kann nicht die Nachmittage mit ihr verbringen und spontan mit jemandem zum Spielplatz gehen. Mein Kind ist acht Stunden am Tag im Kindergarten, wo sie sich wohl fühlt, wo sie aber nicht nit mir oder Herrn Baehr zusammen ist.

An solchen Tagen weiß ich noch deutlicher, dass etwas passieren muss, vor allem wenn jetzt wirklich das zweite Kind kommt. Ich bin nicht mehr die Person, die für ihre Arbeit lebt und nur Abends daheim ist. Ich kann das und bin erfolgreich, aber ich bin das nicht mehr.



Donnerstag, 12. Oktober 2017
1316 - Entwarnung
Mein Vater hat heute Entwarnung gegeben. Der Tumor konnte vollständig entfernt werden. Das ist so gut, ich bin Gott so dankbar. Das war ein ziemlicher Schrecken.



Mittwoch, 11. Oktober 2017
1315 - Abstand
Das Baehrenkind findet mich aktuell ziemlich beschissen. Warum weiß ich nicht. Ich darf sie nicht anfassen, nicht in den Arm nehmen, nicht wickeln oder sonst was. Wenn ich mich abends mit ihr hinlege schubst sie mich weg und fordert Papa. Ich hab keine Ahnung woher das kommt, aber es bricht mir das Herz.

Ich hatte immer Angst davor, dass sie mich nicht mag. Jeder hat gesagt, dass das Quatsch ist und ein Kind seine Mutter immer liebt. Doch grade ist es extrem. So eine Ablehnung hab ich von ihr noch nie erfahren. Es ist, wie als hätte ich ihr irgendwas angetan, das hab ich aber definitiv nicht. Ich liebe dieses Kind über alles. Ich weiß, dass man Liebe nicht erzwingen kann und ich es akzeptieren muss, wenn sie so fühlt. Gut finde ich es trotzdem nicht.