Montag, 22. Januar 2018
1417 - Neues Bild
Die ganze Zeit dachte ich, dass ich große Angst vor der Geburt des kleinen Baehrenkindes haben werde. Ich glaube, die habe ich auch noch, aber bei weitem nicht so schlimm wie vermutet. Heute habe ich eine Übung zur Geburt gemacht. Es ging darum sich vorzustellen, wie die Geburt sein soll, welches Bild man sieht. Und erstaunlicherweise sehe ich keine Wiederholung der Geburt des Baehrenkindes. Stattdessen sehe ich denselben Kreissaal, aber in dunklen Licht, gedämmtes Licht. Es riecht gut, vielleicht brennt noch eine Kerze (ich hab so ein Bild von einer schönen Geburtskerze im Kopf). Und ich bin entspannt in der Wanne.

Einziger Unsicherheitsfaktor, Herr Baehr. Der hat nämlich höllische Angst und ist fest davon überzeugt, dass die Geburt wieder ganz schlimm und hässlich wird. Und das macht es mir sehr schwer, vor allem weil wir niemals über das Thema sprechen und er auch nie zugeben würde, dass er Angst hat. Sage ich, ich bin zuversichtlich redet er das sofort klein und sagt ich solle erstmal abwarten. Das ist echt schade. Ich will nicht ohne ihn zur Geburt gehen, habe aber schon drüber nachgedacht.



Sonntag, 21. Januar 2018
1416 - Gespürt
Herr Baehr hat heute das erste Mal das kleine Baehrenkind gespürt. Ein toller Moment. Jetzt wird es für ihn so langsam auch real.



Samstag, 20. Januar 2018
1415 - Entschuldigen müssen
Das Baehrenkind hat heute im Spiel der großen Nichte aus lauter Übermut auf den Kopf gehauen. Die fand das natürlich blöd und hat das gleich an uns Erwachsene gemeldet. Und dann fingen alle an, dass sich das Baehrenkind jetzt entschuldigen müsse. Sie war völlig verwirrt und wusste gar nicht, was die alle von ihr wollten. Ich bin irgendwann eingeschritten, weil auch Herr Baehr in alte Muster verfallen war. Der hat sich aber durch mich dann noch mehr in die Ecke gedrängt gefühlt und hat grad das Gegenteil gemacht. Hinterher haben wir drüber gesprochen. Ich war froh, dass er es genauso sieht wie ich, eigentlich. Nämlich dass das Baehrenkind die Lage gar nicht verstanden hat und deswegen nicht wusste was alle von ihr wollen.