Sonntag, 20. Mai 2018
1534 - Lesen
Ich bin schon immer eine Leseratte gewesen, sogar schon dann, als ich selbst noch nicht lesen konnte. Da hab ich einfach die Bücher nacherzählt. Lesen hab ich relativ schnell mit fünf gelernt und seitdem wahrscheinlich so viele Bücher gelesen, dass ich sie nicht mehr zählen kann. Mit dreizehn hatte ich die örtliche Bibliothek durch, so dass meine Eltern mit mir in die nächste fuhren, die eine größere Auswahl hatte. Jedes Weihnachten und jeden Geburtstag bekam ich mindestens ein Buch. Über die Jahre hab ich mir selbst einige Bücher gekauft und einen Mann gefunden, der genauso lesebegeistert ist. Doch in den letzten Jahren hat sich für mein Verhältnis eine regelrechte Leseflaute entwickelt und ich sitze jeden Abend da und schaue irgendeinen Schrott an, statt ein gutes Buch zu lesen. Zum Glück ist mir das aber in den letzten Tagen wieder bewusst geworden und so lese ich jetzt ein wunderbares Buch über Jane Austen.



Samstag, 19. Mai 2018
1533 - Herzlichen Glückwunsch Herr Baehr
So viel wir auch streiten und so viel ich an diesem Mann auszusetzen habe. Er ist meine große Liebe, der Vater meiner Kinder, der Mann, den ich vor Gott als meinen Ehemann angenommen habe, derjenige, der mich besser kennt als jeder andere Mensch. Er ist mein Gegenstück und meine größte Herausforderung. Ich möchte keinen anderen mehr.



Freitag, 18. Mai 2018
1532 - Negativ
Ich verfalle in alte Muster und denke sehr negativ. Natürlich gehe ich grade davon aus, dass ich eine lange und schmerzhafte Geburt haben werde. Dass es aber noch ewig dauern wird, bis es überhaupt los geht. Dass ich bestimmt übertragen werde, der eigentlich errechnete Termin ist ja schon Morgen, der korrigierte in acht Tagen.

Dabei weiß ich doch so genau, dass man auf diese Termine nichts geben kann und predige das jedem. Ich weiß, dass jede Geburt anders ist und nach einer sehr hässlichen auch eine sehr schöne Geburt kommen kann. Ich weiß, dass wir viel besser vorbereitet sind, wir wissen was wir wollen und was wir verhindern werden. Wir wissen auch, dass beim Baehrenkind so gut wie alles schief gelaufen ist.

Und trotzdem: Ich denk grad negativ.