Montag, 18. Juni 2018
1562 - Babyblues
Ich hab den Babyblues und das Baby wird anstrengend. Er will gefühlt dauerhaft stillen, schläft nur, wenn ich laufe. Grade ist mir das echt zu viel, vielleicht bin ich auch zu anspruchsvoll oder hatte gehofft er bleibt so ruhig und unanstrengend. Und dann fang ich auch an zu grübeln, weil sich all die anderen Kinder aus dem Geburtsvorbereitungskurs ablegen lassen. Oder eben einfach auf den Müttern einschlafen. Gefühlt bin ich die einzige, die wie eine blöde den ganzen Tag auf und ab geht. Andererseits denke ich mir dann, dass mein Baby die Liebe und Nähe bekommt, die es wirklich braucht. Nur, brauchen das die anderen nicht? Haben die alle jetzt schon einen Schaden? Ich hadere so sehr mit mir. Und dann schau ich mir das Baehrenkind an, dieses selbstbewusste kleine Mädchen, dass genau weiß was es will und weiß, dass ich alles richtig gemacht habe.



Sonntag, 17. Juni 2018
1561 - Das bisschen Wäsche
Ich bin gefühlt nur noch dabei Wäsche zu sortieren, zu waschen, aufzuhängen, zu falten und dann in Körben nach oben zu schleppen. Und dann bin ich irgendwann so nett und räume alles in die Schränke ein. Heute war es besonders frustrierend, denn die weiße Wäsche ist nicht sauber geworden. Viel schlimmer noch, sie hat überall Spuren von was auch immer. Also kann ich fast alles nochmal waschen. Ich hab echt keine Lust mehr.



Samstag, 16. Juni 2018
1560 - Selbstaufgabe
Ein Kind zu bekommen heißt tatsächlich sich erstmal wieder selbst aufzugeben. Das hatte ich schon wieder vergessen, denn mit dem Baehrenkind hatte ich schon wieder einige Freiheiten. Ein Stillkind braucht Mama aber rund um die Uhr. Und damit ist es ja nicht getan. Es muss ständig gewickelt werden, es ist nachts oft wach, es möchte in den Schlaf getragen werden und, und, und. Und natürlich hat das Baehrenkind ja auch noch Bedürfnisse. Ich hab mittlerweile echt großen Respekt vor allen Alleinerziehenden. Denn auch wenn Here Baehr sich nicht wirklich viel einbringt, er ist doch da und ich kann ihn um Hilfe bitten.