Mittwoch, 18. Juli 2018
1591 - Die anderen komischen
Als ich mit dem Baehrenkind schwanger war hatte ich gehofft über den Geburtsvorbereitungskurs neue Bekanntschaften zu schließen. Leider war ich in der Gruppe aber die komische, diejenige die so viel getragen hat, diejenige, die wenig Brei gefüttert hat, diejenige, die das Kind abgehalten hat. Diesmal hatte ich Angst, dass es wieder so wird. Doch allein die Gruppe ist besser, alle sind sehr nett und vor allem sehr nett untereinander. Es wird respektiert, wenn die eine es andere macht als die andere. Es wird so gut wie nicht verglichen und wenn eine Frau sagt sie empfindet etwas als schlimm oder anstrengend wird das erstmal nicht hinterfragt. Und es ist eine Frau dabei, die auch bedürfnisorientiert lebt. Das Beste, ihre große Tochter ist etwas älter als das Baehrenkind. Und so haben wir heute die beiden zusammengebracht, sie haben sich super verstanden. Wir Erwachsenen auch. Und schön war auch, dass noch eine dritte Frau dabei war, die Anschluss an Menschen wie mich sucht.



Dienstag, 17. Juli 2018
1590 - Cholerisch
Herr Baehr wird immer cholerischer und hat überhaupt keine Geduld. Am Wochenende ist es total eskaliert und das warme Baehrenkind hat alles abbekommen. Es war so schlimm, dass ich Angst hatte er tut mir oder ihr körperliche Gewalt an. Seelische Gewalt übt er meiner Meinung nach sowieso schon aus. Es ist so traurig, denn wir haben es doch so schön. Sichere Jobs, zwei gesunde Kinder, die tolle Charaktere haben, ein schönes Haus mit herzlichem Garten und vor allem haben wir uns. Ich wünsche mir so sehr, dass er das erkennt und nicht alles aufs Spiel setzt.



Montag, 16. Juli 2018
1589 - Der Sturz
Ich bin eine Rabenmutter. Aber so richtig. Ich hätte auf mein ungutes Gefühl hören sollen, das mir sagte das kleine Baehrenkind und das Baehrenkind nicht alleine zu lassen. Ich hab die es trotzdem gemacht. Und was ist passiert? Das Baehrenkind hat versucht das kleine Baehrenkind mit Wasser zu füttern, ihn hochgenommen und fallen gelassen. Zum Glück ist er wohl mit den Füßen zuerst gefallen. Trotzdem war es nicht schön zu sehen, wie er da im Dreck lag und schrie. Und das Baehrenkind weinend daneben.

Ich bin froh, dass ich in dem Moment nicht geschimpft habe sondern versucht habe beide zu trösten. Natürlich war es nicht richtig was das Baehrenkind gemacht hat und sie sollte wissen, dass sie es nicht darf. Aber in erster Linie bin ich Schuld, denn ich habe ihr eine Verantwortung übertragen, die für sie zu groß war.

Zum Glück sind wir alle mit dem Schreck davongekommen.