2079 - Mutiges Baehrenkind
Das Baehrenkind war heute auf einem Geburtstag eingeladen bei einer Freundin, die sie aus der Kita kennt, die dort aber nicht mehr hingeht. Wir haben noch locker Kontakt, sehen uns bei festen im Ort und treffen uns ganz selten auch Mal privat. Abgemacht war, dass ich zur Feier mitkomme und so lange bleiben, wie es das Baehrenkind braucht. Ich kann mir zwar eine besser Nachmittagsbeschäftigung vorstellen, aber für sie mache ich das gerne. Doch als wir ankamen entdeckte das Baehrenkind, dass noch ein Mädchen zu Gast war, dass sie gut kennt und dass sie mag. Ich fragte sie, ob es ok wäre alleine dort zu bleiben und sie bejate. Ich verabschiedete mich und Herr Baehr holte drei Stunden später ein glückliches Kind ab.
Für manche ist das kein großes Ding. Für uns schon. Denn so sehr das Baehrenkind in der Kita die Chefin ist, so sehr ist sie in unbekannten Situationen überfordert und ängstlich. Beim Kinderturnen hat sie monatelang geweint, wenn die Turnlehrerin mit ihr gesprochen hat, obwohl sie eine nette Person ist, die immer mit viel bedacht auf sie zugegangen ist. Ich freue mich, dass es heute anders war. Ich werde es nicht als etwas besonderes betonen vor ihr. Aber ich werde sie weiter stärken.
frau_baehr am 15. Dezember 19
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2078 - Krippenspiel
Bei uns im Ort war heute Krippenspiel und wir waren mit den Kindern dort. Ich finde es immer so schön gemacht. Die Kinder sind aufgeregt und freuen sich. Viele vergessen ihren Text, lachen oder winken den Eltern. Aber genau das macht es aus.
Und auch den Baehrenkindern hat es gefallen. Beide haben bei den Liedern mitgesungen bzw mitgegrölt. Und am Ende ganz begeistert geklatscht. Wir werden die nächsten Jahre wieder hin gehen. Es ist einfach eine schöne Tradition.
frau_baehr am 14. Dezember 19
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2077 - Langsam und achtsam
Gestern hat es mich noch total aufgeregt, dass mein letzter freier Vormittag für dieses Jahr dahin ist. Heute hab ich beschlossen mir nicht den Tag verderben zu lassen. Und so hab ich mir dann bei allem Zeit gelassen. Hab den Kindern und mir Grießbrei zum Frühstück gekocht, bin nicht ausgerastet, als das kleine Baehrenkind ein Glas ins Treppenhaus geworfen hat, bin beim Einkaufen an der Quengelware geduldig geblieben und hab ohne zu brüllen und zu schimpfen mit beiden Kindern zusammen Plätzchen gebacken.
Ich sehe immer wieder, dass es geht. Dass ich ruhig sein kann. Das in ruhigen und liebevollen Worten kommunizieren kann was mich stört. Doch viel zu oft bin ich zu müde um auf mich zu achten. Oder genervt und gestresst von meinem Alltag. Das bewusst zu haben ist schonmal was. Und Tage wie heute zeigen, dass es auch anders sein kann.
frau_baehr am 13. Dezember 19
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