2218 - Bis zur totalen Erschöpfung
Und darüber hinaus. Das ist gerade der Titel zu meinem Leben. Ich kann nicht mehr. Mein Herz schlägt nicht mehr richtig. Ich kann mich kaum noch konzentrieren. Ich bin mega gereizt. Könnte nur brüllen. Möchte am liebsten weg, mich verstecken.
Aber: hilft ja alles nix. Da müssen wir alle nun eben durch. Und ein bisschen Schwund ist immer.
frau_baehr am 04. Mai 20
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2217 - Gespräche am Zaun
Die Isolation führt dazu, dass man sich mit den Nachbarn näher kommt. Zumindest mit denen von schräg hinten. Und das finde ich gut, denn sie sind nett und die Kinder in ähnlichen alter. Und wir bekommen Mal wieder Sozialkontakte, mit der nötigen Distanz. So viele Gespräche am Zaun führen nur dazu, dass man den Überblick verliert und Herr Baehr mich dann heute Abend aussperrte, als ich nochmal draußen war um ein paar Stiefel und ein kleines Schwätzchen auszutauschen.
frau_baehr am 04. Mai 20
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2216 - Einfach lassen
Herr Baehr ist kein Mensch, der einfach Mal etwas laufen lassen kann, wenn es die Kinder betrifft. Sonst kann er das Recht gut. Alles ignorieren. Wird schon irgendwie gehen. Bloß kein Aufwand. Alles zu anstrengend.
Doch wenn die Kinder nicht funktionieren wird er wütend. Er hat gar keine Geduld. Und deswegen gehe ich in letzter Zeit auch lieber alleine mit den Kindern raus. Ich mag es einfach loszugehen. Sich treiben zu lassen. Hier was zu entdecken, da was zu entdecken und am Ende vielleicht doch einen anderen Weg zu gehen. Wir brauchen für einen kurzen Weg manchmal Stunden. Aber das macht nichts. Es geht ja nicht darum möglichst viele Kilometer zu laufen oder stramm zu gehen, sondern einfach die Zeit zu genießen.
Mit Herrn Baehr ist spazieren gehen aber unentspannt. Er hat sowieso dauerhaft sein Handy vor der nase. Passt nicht richtig auf die Kinder auf und ist dann genervt, wenn sie irgendwas machen, was er für falsch hält. Und das ist im Prinzip alles außer laufen. Ich mag das nicht. Er versteht es nicht.
frau_baehr am 02. Mai 20
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