Freitag, 12. Juni 2020
2254 - Keine Katze
Vielleicht hab ich eine Entscheidung erzwungen. Und vielleicht hatte ich gehofft, dass Herr Baehr ja sagt. Tut er aber nicht. Er sieht halt wie immer schwarz. Denn die Katze wird alle Möbel zerstören und einen Haufen Arbeit machen. Ich sehe das anders, aber das hilft halt nichts. Ich hatte es mir so sehr gewünscht. Mir fehlt es ein Tier um mich zu haben. Katzen sind wundervoll. Aber ich kann und mag das nicht durchdrücken oder alleine entscheiden.

Und trotzdem gibt es mir zu denken. Denn es ist wieder ein Punkt der uns trennt. Ich Frage mich, wo wir überhaupt Gemeinsamkeiten haben. Vielleicht sehe ich sie ja nur nicht. Mir gefällt aber ein Leben, in dem ich so vieles aufgebe und opfere einfach nicht. Ein Leben mit Kompromissen, die keine sind, weil wir immer bei dem landen was Herr Baehr will. Keine Ahnung was ich daraus nun mache.



Mittwoch, 10. Juni 2020
2253 - Alleine spielen
Das Baehrenkind konnte nie gut alleine spielen. Doch jetzt plötzlich kommt es. Sie sitzt friedlich und total zufrieden in ihrem Zimmer und spielt mit ihrem Bauernhof. Mich freut das doppelt, denn es zeigt, dass wir ihr genau das geschenkt haben, dass ihr Freude bereitet.

Mir gibt das die Momente, die mir helfen durchzuatmen oder mich Mal ganz dem kleinen Baehrenkind zu widmen. Und der genießt es auch sehr.



Montag, 8. Juni 2020
2252 - Mich macht das fertig
Mich macht meine Arbeit fertig. Wahrscheinlich hab ich mich auch reingesteigert, aber es macht einfach keinen Spaß. Der Chef ist schwierig, sehr schwierig. Einige der Kollegen sind schwierig. Ich hab ja schon viel gesehen, aber das übertrifft alles.

Doch es gibt aktuell keine Perspektive, keine Alternative. Und das frustriert mich. Führt dazu, dass ich immer wieder daheim sitze und Weine. Die Kinder anbrüllen. Und einfach unglaublich gefrustet bin. Es kann so nicht weiter gehen. Doch wo ist der Notausgang?