Wie schon im letzten Jahr werde ich auch in diesem Jahr Fleisch und Fisch fasten. Ich werde mich also die nächsten Wochen vegetarisch ernähren, soweit das möglich ist. Diese Einschränkung hatte ich auch letztes Jahr schon. Wenn man viel unterwegs ist und auf das angewiesen ist, was angeboten wird, ist es manchmal gar nicht so einfach vegetarisch bzw. ein Gericht ohne Fleisch zu essen. So hatte ich letztes Jahr genau in der Fastenzeit beim Fleischkunden zu tun. Dort in der Kantine ist vegetarisches Essen nicht vorgesehen. Wer kein Fleisch mag kann Beilagen und Salat essen. Das ist auf Dauer, und vor allem ohne Möglichkeit sich was gescheites am Abend zu machen, wirklich nicht zumutbar.
Dieses Jahr sieht es aber so aus, als wäre ich nicht so viel unterwegs. Ob das die Sache einfacher macht weiß ich noch nicht, denn Herr Baehr ist ein Fleischfresser. Er würde sich beim Fleischkunden, zumindest was das Essen angeht, echt wohl fühlen. Immerhin hat er sich gemerkt, dass ich ab heute kein Fleisch mehr essen möchte. Wie wir das umsetzten werden, ist noch offen. Irgendeinen Kompromiss müssen wir finden, obwohl ich mir ja wünschen würde, dass er einfach mal mitmacht. Aber dazu fehlt Herrn Baehr das Durchhaltevermögen.
Besonders schön finde ich in der Fastenzeit aber auch immer die Aktion
7 Wochen ohne der evangelischen Kirche. In diesem Jahr ist das Motto "Du bist schön! Sieben Wochen ohne Runtermachen".
Ich esse, bis auf zwei Ausnahmen und im Urlaub (span. Hotel) seit November kein Fleisch mehr und ich muss sagen, es klappt super. Neulich haben wir sogar mit Freunden Döner bestellt und ich bekam einen veg. Döner. Ich bin schon sehr gespannt auf die Grill-Saison, weil ich schon so viele schöne Rezepte habe.
Da mein Freund natürlich noch Fleisch isst, gibt es auch mal bei uns für ihn Fleisch, denn kochen kann ich es ja noch, wenn er es besorgt (Es ist ja seine Sache was er isst und meine Sache was ich esse).
Meine Ausnahmen sind: Fleisch von unserem Bio-Hof und Fisch direkt vom Hafen bzw. des Anbieters Deutsche See, da dieser sich für Umwelt und Artgerechte Haltung stark engagiert. Da beides recht teuer ist, kaufe ich für mich auch nur noch selten Fleisch.
Ansonsten werde ich wohl in der Fasten-Zeit auf nichts verzichten, da ich das Prinzip nicht ganz verstehe, warum man nicht grundsätzlich auf gute Ernährung, Umwelt oder sich selbst (wie in deinem Beispiel) achten kann.
Du hast sicherlich recht, dass man gerade auf gute Ernährung, Umwelt und sich selbst nicht nur 40 Tage bzw. 7 Wochen achten sollte, sondern das ein ganzes Leben lang tun sollte. Ich nutze die Fastenzeit für mich, um mich daran zu erinnern, aber auch um auszuprobieren, was ich brauche oder auch nicht brauche. Vor zwei Jahren habe ich Schokolade gefastet, einfach um auszuprobieren, ob ich ohne auskomme. Definitiv nicht.
Das ich kein bis wenig Fleisch brauche, habe ich letztes Jahr schon festgestellt. Leider ist Herr Baehr da ganz anderer Auffassung, der möchte eigentlich immer Fleisch essen. Immerhin habe ich ihn mittlerweile dazu gebracht das gute Fleisch vom regionalen Bauern zu kaufen und nicht das billige von der Eigenmarke.