Dienstag, 25. März 2014
043 - Man will immer, was man nicht bekommen kann
Als Kind und Jugendliche war ich immer davon überzeugt, dass ich Karriere machen werde. Ich hatte zwar immer unterschiedliche Berufswünsche, aber immer das Ziel etwas zu erreichen. Eine zeitlang hatte ich auch beschlossen die erste Bundeskanzlerin zu werden. Das ist ja jetzt nicht mehr drin.

Kinder waren für mich kein Thema. Ich stellte mir immer vor, dass ich gar keine Kinder und wahrscheinlich keinen Mann haben würde. Und wenn Mann und Kinder, dann nur, wenn er die Muti-Rolle übernommen hätte.

Und wie ist es heute? Ich habe Herrn Baehr und diesen extremen Kinderwunsch. Karriere und viel Geld verdienen ist für mich definitiv nicht mehr das wichtigste im Leben. Viel lieber würde ich so bald wie möglich eine Familie gründen und Zeit für sie haben. Und genau jetzt bekomme ich ein Jobangebot, dass mich in meiner Karriere wirklich voranbringen würde. Mehr Geld, mehr Verantwortung, dafür in einem vertrauten Umfeld. Aber weiter viel Reiserei.

Ich weiß nicht, was ich machen soll und was ich überhaupt will. Herr Baehr hat mir geraten, ganz Gilmore Girls like, eine Pro- und Contraliste zu machen, die wir dann am Wochenende zusammen durchgehen. Das ist sicherlich sinnvoll.



Montag, 24. März 2014
042 - Vogelstimmen
Ich als Vogelverrückte dachte ja immer, dass ich so einiges an Vögeln kenne. Die gemeinen Gartenvögel kenne ich und kann sie teilweise am Gesang unterscheiden. Und was Nymphensittiche angeht ... Lassen wir das, das würde hier den Rahmen sprengen.

Nur einen kann ich nicht zuordnen, der Schreihals. Seit einigen Tagen ist ein Vogel im Garten, der balzt und balzt und balzt und ... Leider nur sehr eintönig. Es ist eigentlich nur ein Ton, immer und immer wieder. Gesehen haben Herr Baehr und ich ihn noch nicht, gerne gemocht ist er jetzt schon nicht mehr. Mittlerweile hoffen wir, das er so schnell wie möglich eine Frau findet und statt zu balzen sich dem Nestbau und der Kückenaufzucht widmet.

Da ich aber unbedingt wissen wollte wer da so laut piept, habe ich heute die heimischen Vogelstimmendatenbanken durchgehört. Unglaublich was es alles so hier gibt und wie die alle singen. Alle aber schöner, abwechslungsreicher und melodiöser als der Schreihals aus unserem Garten. Wer auch immer es ist, er bleibt weiter unbekannt. Das frustriert, jetzt will ich noch dringender wissen wer der Kerl ist.



Sonntag, 23. März 2014
041 - Artenvielfalt im Garten
Unser Garten hält für mich "Stadtkind" doch so einige spannende Dinge bereit. Schon seit Tagen erfreue ich mich an den unterschiedlichen Stadien der blühenden Bäume und Büsche. Letzten Herbst hatte ich fleißig Äpfel und Walnüsse geerntet. Alles Dinge, die ich bisher nur aus Erzählungen kannte.

Toll sind für mich aber die vielen Tiere, vor allem die ganzen Vögel. Da gibt es Meisen, die in mein Arbeitszimmer schauen. Einen Specht, der fleißig unseren Apfelbaum beklopft. Amseln, die alle Beete durchwühlen unf das ganze Laub wieder verteilen. Spatzen, Rotkehlchen, Haubenmeisen usw. Alle total toll zu beobachten. Dann gibt es aber auch noch die Libellen, die unseren Teich liebten und hoffentlich den neuen auch wieder lieben werden. Hummeln und Bienen, die von einer Blüte zur nächsten fliegen. Wunderschöne Schmetterlinge. Und Gartenlurche, das war die Neuentdeckung von heute, da hatten zwei unter der alten Teichplane gewohnt. Ich bin gespannt, was wir noch so alles entdecken.



40 - Wenn andere sich freuen
Heute kam eine Freundin mit Hund und Kind zum spazieren gehen vorbei. Schon als ich die Haustür aufgemacht hatte ist der Hund im Auto vor Freude eskaliert und das Kind hat meinen Namen gerufen. Kaum draußen kam das Kind auf mich zugerannt, quetschte sich an mir vorbei und rannt ins Wohnzimmer zu den "Piep piep". Dafür hat der Hund mich dann gebührend begrüßt und war völlig glücklich. Aber auch das Kind hat mir nach der Begrüßung der "Piep piep" ein Lächeln geschenkt. Es tut gut zu sehen, wenn sich jemand freut mich zu sehen. Und Kinder und Hunde sind ja absolut ehrlich.