052 - Wenn nichts funktioniert
Beim Fleischkunden gibt es nicht nur ein Essensproblem (heute übrigens wieder kein vegetarisches Gericht, das ist wohl Standard an Donnerstagen...), sondern auch ein Infrastrukturproblem. Da ich sehr technisch arbeite, wirds ab hier jetzt technisch, irgendwie bin ich nicht in der Lage diese Dinge so zu erklären, dass sie auch ein normaler Mensch versteht. Folgendes Problem besteht: Es gibt zwei Netzwerke, die nur über Mail miteinander kommunizieren können. Das eine ist das produktive Netzwerk, das andere für Entwicklungen. Zugriff auf unsere Server haben wir nur aus dem produktiven Netzwerk und auch nur über die Rechner meiner Kollegen, da es anscheinend äußerst schwierig ist mir das geeignete Programm auf den Rechner zu spielen. Muss also etwas, was (logischerweise) im Entwicklungsnetzwerk erstellt wurde auf die Server wird es kompliziert. Eigentlich könnte ich es mir ja selbst per Mail zuschicken oder im Mailprogramm einfach als Anhang speichern. Das funktioniert für ganz einfache Dateien, alles was nicht mehr .txt oder .doc heißt ist für den Fleischkunden potentiell gefährlich und wird blockiert. Das ganze in ein zip-File zu packen und es mit einem Passwort zu versehen hilft manchmal, manchmal aber auch nicht. Somit verbringe ich also einen großen Teil meiner Zeit damit herauszufinden, wie ich eine Datei vom Entwicklungsnetzwerk ins produktive Netzwerk oder umgekehrt bekomme.
Um das ganze Spiel jetzt noch ein bisschen zu verkomplizieren, wurde vor kurzem Outlook eingeführt. Man könnte meinen es wäre eine Verbesserung. Leider ist der Webclient dazu aber so langsam, dass man ca. fünf Minuten warten muss, bis sich das Fenster zum Mailschreiben öffnet. Man lernt hier vor allem geduldig zu sein. Vor allem auch, da Outlook noch empfindlicher ist was angehängte Dateien angeht. Außerdem lernt man kreativ zu sein, ein zip-File in ein tar-File zu packen hilft manchmal schon.
Jetzt kam heute aber noch dazu, dass ich arbeiten von dem Kollegen, der ja nichts macht, geerbt habe. Da er in der ganzen Zeit nichts wirklich gemacht hat, hat es natürlich auch nicht funktioniert, so dass ich auch noch in die Tiefe eines fremden (nicht vom nichtstuenden Kollegen, das würde sein Können doch übersteigen) Codes einsteigen musste. Eine Lösung des Problems habe ich nicht gefunden, dafür aber mindestens noch ein anderes.
Mir macht so ein Arbeiten keinen Spaß. Vor allem geht man Abends aus dem Büro und hat das Gefühl nichts erreicht zu haben.
frau_baehr am 03. April 14
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051 - Frühjahrsmüdigkeit
Ich bin eigentlich immer müde. Woran das genau liegt kann mir keiner sagen. Vielleicht Eisenmangel, vielleicht zu viel Stress, vielleicht aber auch was anderes. Ich vermute, dass es aber auch daran liegt, dass ich vieles so anstrengend finde.
Im Moment ist es aber besonders schlimm. Ich halte mich Abends krampfhaft bis zehn wach, damit ich am nächsten Morgen nicht zu früh wach werde. Ich kann mich kaum konzentrieren im Büro, vergesse immer wieder was und fühle mich teilweise wie betrunken. Das nervt mich im Moment extrem. Ich will endlich mal wieder richtig wach sein.
frau_baehr am 02. April 14
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050 - Scherze verstehen
Heute ist ja der Tag, an dem Scherze gemacht werden dürfen. Ich bin da ein sehr willkommenes Opfer, denn ich verstehe keine Scherze, Ironie, Witze, oder nicht immer. Sehr eindeutige Witze verstehe ich. Oder wenn es so ironisch ist, dass man es nicht mehr ernst nehmen kann. Alles andere glaube ich aber erstmal.
So auch vorhin. Ich hatte gestern und heute viel Zeit in unterschiedliche Deployments gesteckt. Heute kam dann der Kollege, mit dem ich sehr eng zusammenarbeite, zu mir und meinte, er habe einen Teil eben dieses Deployments unwiderruflich gelöscht. Ich hab das natürlich geglaubt, hab aber nicht seinen Erwartungen entsprechend reagiert. Es handelte sich angeblich um das Design, dass im letzten Monat nochmal komplett geändert wurde. Das erste (und meiner Meinung nach schönere) hatte ich erstellt, das jetzige der Projektleiter. Da ich das sowieso nicht so toll fand, habe ich nur geantwortet, dass mir das egal wäre. Daraufhin wurde mir dann erklärt, dass es ein Scherz war.
Das ist auch so ein Punkt, ich mag es nicht, wenn mir jemand erklärt, dass es nur ein Witz war. Dann steh ich immer so dumm da, bzw. ich fühle mich dumm dastehend. Manchmal ist es aber auch dringend notwendig, dass mir jemand erklärt, dass es ein Scherz ist. So wie z.B. Herr Baehr, wenn er beim Streiten total übertreibt, um mir vorzuführen wie absurd der Streit ist. Das geht dann immer total nach hinten los, ich nehm alles ernst und glaube auch er meint alles so wie er es sagt. Also eskaliert das ganze. Da ist es immer gut, wenn Herr Baehr anfängt zu erklären.
frau_baehr am 01. April 14
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