053 - Tierliebe
Ich bin anscheinend extrem tierlieb, zumindest finden das andere Leute. Ich finde das ganz normal. Gerade heute habe ich eine Schnecke aufgehoben, die über den Gehweg gekrochen ist und habe sie ins nächste Gebüsch gesetzt. Es muss ja nicht sein, dass jemand auf das arme Kerlchen tritt.
Als wir den Teich ausgegraben haben, musste Herr Baehr auch immer wieder im Graben inne halten, weil ich die Regenwürmer retten musste. So stand ich also neben der Schubkarre und hab jedes mal eine Handvoll Regenwürmer rausgepickt und die im Garten unter den Büschen verteilt. Nicht mit meinen Grundsätzen vereinbar fand Herr Baehr dann aber, dass ich einen der Regenwürmer an die Amseldame verfüttert habe, die immer kommt, wenn wir graben. So ist das aber, fressen und gefressen werden.
Meine Tierliebe geht sogar so weit, dass ich es nicht mag, wenn Spinnen umgebracht werden. Ich habe eine richtig schlimme Spinnenangst, wahrscheinlich kann man es Phobie nennen. Sitzt irgendwo eine Spinne muss sie weg. Ich hole dann immer Herrn Baehr (oder eine andere Spinnenangstfreie Person). Herr Baehr hat aber die schlechte Angewohnheit die Spinnen in einem Taschentuch zu zerquetschen und dann im Klo runterzuspülen. Das sollte mich eigentlich beruhigen, bedeutete es doch, dass sie mir nicht mehr in die Quere kommen kann. Trotzdem hab ich jedesmal ein schlechtes Gewissen, weil ich denke, dass ich Schuld am Tod dieses armen Wesens bin, nur weil ich sein Aussehen nicht mag. Mir würde es ja schon reichen, wenn die Spinne woanders lebt wie ich, also draußen. Spinnen im Glas zu fangen ist Herrn Baehr aber zu aufwendig, das macht er nur bei denen ab mausgröße. Und ich trau mich einfach nicht nah genug ran um sie mit dem Glas zu fangen.
frau_baehr am 04. April 14
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052 - Wenn nichts funktioniert
Beim Fleischkunden gibt es nicht nur ein Essensproblem (heute übrigens wieder kein vegetarisches Gericht, das ist wohl Standard an Donnerstagen...), sondern auch ein Infrastrukturproblem. Da ich sehr technisch arbeite, wirds ab hier jetzt technisch, irgendwie bin ich nicht in der Lage diese Dinge so zu erklären, dass sie auch ein normaler Mensch versteht. Folgendes Problem besteht: Es gibt zwei Netzwerke, die nur über Mail miteinander kommunizieren können. Das eine ist das produktive Netzwerk, das andere für Entwicklungen. Zugriff auf unsere Server haben wir nur aus dem produktiven Netzwerk und auch nur über die Rechner meiner Kollegen, da es anscheinend äußerst schwierig ist mir das geeignete Programm auf den Rechner zu spielen. Muss also etwas, was (logischerweise) im Entwicklungsnetzwerk erstellt wurde auf die Server wird es kompliziert. Eigentlich könnte ich es mir ja selbst per Mail zuschicken oder im Mailprogramm einfach als Anhang speichern. Das funktioniert für ganz einfache Dateien, alles was nicht mehr .txt oder .doc heißt ist für den Fleischkunden potentiell gefährlich und wird blockiert. Das ganze in ein zip-File zu packen und es mit einem Passwort zu versehen hilft manchmal, manchmal aber auch nicht. Somit verbringe ich also einen großen Teil meiner Zeit damit herauszufinden, wie ich eine Datei vom Entwicklungsnetzwerk ins produktive Netzwerk oder umgekehrt bekomme.
Um das ganze Spiel jetzt noch ein bisschen zu verkomplizieren, wurde vor kurzem Outlook eingeführt. Man könnte meinen es wäre eine Verbesserung. Leider ist der Webclient dazu aber so langsam, dass man ca. fünf Minuten warten muss, bis sich das Fenster zum Mailschreiben öffnet. Man lernt hier vor allem geduldig zu sein. Vor allem auch, da Outlook noch empfindlicher ist was angehängte Dateien angeht. Außerdem lernt man kreativ zu sein, ein zip-File in ein tar-File zu packen hilft manchmal schon.
Jetzt kam heute aber noch dazu, dass ich arbeiten von dem Kollegen, der ja nichts macht, geerbt habe. Da er in der ganzen Zeit nichts wirklich gemacht hat, hat es natürlich auch nicht funktioniert, so dass ich auch noch in die Tiefe eines fremden (nicht vom nichtstuenden Kollegen, das würde sein Können doch übersteigen) Codes einsteigen musste. Eine Lösung des Problems habe ich nicht gefunden, dafür aber mindestens noch ein anderes.
Mir macht so ein Arbeiten keinen Spaß. Vor allem geht man Abends aus dem Büro und hat das Gefühl nichts erreicht zu haben.
frau_baehr am 03. April 14
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051 - Frühjahrsmüdigkeit
Ich bin eigentlich immer müde. Woran das genau liegt kann mir keiner sagen. Vielleicht Eisenmangel, vielleicht zu viel Stress, vielleicht aber auch was anderes. Ich vermute, dass es aber auch daran liegt, dass ich vieles so anstrengend finde.
Im Moment ist es aber besonders schlimm. Ich halte mich Abends krampfhaft bis zehn wach, damit ich am nächsten Morgen nicht zu früh wach werde. Ich kann mich kaum konzentrieren im Büro, vergesse immer wieder was und fühle mich teilweise wie betrunken. Das nervt mich im Moment extrem. Ich will endlich mal wieder richtig wach sein.
frau_baehr am 02. April 14
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