088 - Damals
Herr Baehr und ich kommen aus derselben Stadt, einer eher kleineren Stadt. Als wir heute über Vatertag sprachen (Herr Baehr muss dieses Jahr an Vatertag mit allen anderen Männern aus der Straße wandern gehen), stellte sich raus, dass wir früher an Vatertag immer das gleiche gemacht haben. In der Stadt, aus der wir kommen, ist es üblich an Vatertag in den Wald zu einem Fest zu gehen. Dort gab es Bierzeltgarnituren und entsprechende Getränke, Lose wo man tolle Dinge wie Reiterhosenfett gewinnen konnte und eine Kutsche. Und es gab, ein Stück in den Wald rein, Tümpel mit ganz vielen Kaulquappen. Dorthin bin ich immer sofort, mit wem weiß ich nicht mehr genau. Und Herr Baehr, der war auch immer dort. So kann es also sein, dass Herr Baehr und ich damals bis zu den Knien im Wasser, nebeneinander gestanden haben und Kaulquappen gefangen haben. Eine schöne Vorstellung.
frau_baehr am 10. Mai 14
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
087 - Ich freue mich
Ich freue mich auf Morgen und verstehe nicht warum ich mich freue. Morgen ist eine Veranstaltung in der Firma und ich hatte ja die Tage schon geschrieben, dass es da vor allem wieder darum geht mit anderen Menschen zu reden. Ich mag solche Veranstaltungen normalerweise nicht. Ich bin nicht gut in Small Talk, weiß einfach nie was ich sagen soll oder wie ich ein Gespräch am Laufen halte. Und genau darum geht es ja bei solchen Veranstaltungen. Gleichzeitig muss man auch noch zeigen wie toll man ist und welche Glanzleistungen man schon alle vollbracht hat. Auch das mag ich so gar nicht, ich muss nicht mit dem angeben, was ich gemacht hab. Warum also freue ich mich?
frau_baehr am 08. Mai 14
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
086 - Spontanität
Ich bin ja so gar nicht spontan. Am liebsten plane ich alles von vorne bis hinten durch und bekomme eine mittlere bis schwere Kriese, wenn es anders läuft als von mir geplant. Herr Baehr ist von dieser Eigenart (mit Abstand betrachtet auch zu recht) arg genervt. Er sagt mir immer, dass ich locker lassen muss und einfach auch mal Dinge auf mich zukommen lassen soll. Das ist aber einfach leichter gesagt als getan. Aber ich bemühe mich.
Das beste Training für mich ist meine Arbeit. Da wird nämlich immer sehr knapp geplant und dann noch knapper neu geplant. So auch heute bzw. gestern. Es sieht so aus, als würde der Kunde weniger Fehler als erwartet finden, was ja erstmal gut ist. Das bedeutet aber auch, dass ich nicht unbedingt 200 km von daheim weg alleine in einem Büro sitzen muss, sondern auch Freitag zu einer Firmenveranstaltung mit ganz viel Networking (ich hasse das Wort und das was es bedeutet) gehen könnte. Also wurde heute früh beschlossen, dass ich schon Morgen Abend (was ja gut ist) heimreisen darf, anstatt auch noch den Freitag hier abzusitzen. Problem ist nur, dass hier grade überall Messe ist und mein Hotel keine so knappen Stornobedingungen hat. Aber sie versuchen das Zimmer für die überflüssige Nacht anderweitig zu vermieten. Mal sehen ob das gelingt, ich hoffe doch sehr. Ich muss es auf mich zukommen lassen (und denke die ganze Zeit daran, argh).
frau_baehr am 07. Mai 14
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren