124 - Wikingerschach
Herr Baehr hat von mir vor Jahren mal ein Wikingerschach (Kubb) zum Geburtstag bekommen. Wirklich viel gespielt haben wir damit aber nicht, weil man schon draußen eine Rasenfläche braucht, auf der man es spielen kann. Auf der Straße würden die Hölzer einfach viel zu schnell kaputt gehen.
Am Strand kann man es auch wunderbar spielen. Als wir mit Herrn Baehrs Familie in Holland im Urlaub waren, haben wir am Strand Männer gegen Frauen gespielt und damit den ganzen Strandabschnitt unterhalten. Immer wieder kamen Leute auf uns zu und fragten entweder was das genau sei, was wir da machen, oder ob es das Spiel vom Raab wäre. Das hatte er wohl kurz vor dem Urlaub in einer seiner Shows gehabt, was wir aber nicht wussten.
Nachdem Herr Baehr letztes Wochenende endlich die Überreste des gefällten Baums verkleinert und zur Seite geschafft hatte, konnte er heute auch dort Rasen mähen. Und siehe da, wir haben endlich eine Fläche auf der man ganz gut das Wikingerschach aufbauen kann. Es ist schon erstaunlich, dass sich bei 650qm kaum eine geeignete Fläche finden lässt. Wäre der Teich bespielbar, hätte er eine optimale Größe.
Diesmal hat das Spiel mit Herrn Baehr auch richtig Spaß gemacht. Wir haben übereinander und miteinander gelacht, wir haben dem anderen den Sieg gegönnt oder die Niederlage bedauert, wir haben die Spielregeln etwas verändert und sind zusammen durcheinander gekommen und wir hatten zusammen Spaß. Das war wirklich schön, denn sonst gelingt uns das beim Spielen eher selten, da ich nicht gut verlieren kann.
frau_baehr am 15. Juni 14
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
123 - Erholsam schlafen
Bei einer Veranstaltung auf der Arbeit ging es heute unter anderem um die berühmte Work-Life-Balance (wieder Englisch). Also die Balance zwischen Arbeit und Freizeit, um es mal auf Deutsch zu sagen. Zu diesem Thema gibt es auch eine Schulung, die ich sehr gerne besuchen würde. Bisher ist es mir aber noch nicht gelungen einen der wenigen Plätze zu ergattern.
Ich finde es immer ganz spannend Tipps zu bekommen, wie ich mich verhalten kann, damit ich auch von den wenigen Stunden Freizeit, die man eben bei einem Vollzeitjob hat, etwas hat. Außerdem bin ich, seit meiner Fleischfasterei, sehr empfänglich für alles, was Ernährung angeht.
Besonders interessant fand ich heute aber eine Studie zu Erholung im Schlaf. Es ist wohl so, dass viele Menschen die ersten Stunden Schlaf noch so gestresst sind, dass es keine Erholung ist. Somit kann man diese Stunden auch nicht zum Schlaf hinzuzählen und somit kommen einige Leute, obwohl sie acht Stunden im Bett liegen und meinen zu schlafen, nur ca. drei bis vier Stunden Schlaf. Und das ist wirklich wenig.
Mir geht es eigentlich schon fast immer so, dass ich mich nie so richtig erholt fühle. Ich bin eigentlich immer müde. Eine lange Zeit wurde Eisenmangel vermutet, der aber irgendwann auch nicht mehr in Bluttests nachgewiesen werden konnte. Das ich mich irgendwie schlecht ernähre, würde ich jetzt auch nicht sagen. Ich trinke nur Wasser und Tee und maximal zwei Tassen Kaffee am Tag. Ich versuche mindestens eine Portion Obst am Tag zu essen. Ich koche frisch und esse, wie ja auch schon berichtet, im Hotel immer Tomate-Mozarella (gut, der Mozarella ist vielleicht nicht so gesund, aber auch bestimmt nicht der ausschlaggebende Faktor). Sport mache ich jetzt nicht gerade viel, gehe aber alle möglichen Wege zu Fuß und nehme fast immer die Treppe. Somit würde ich sagen, kann die Müdigkeit auch nicht daher kommen.
Nach dem Vortrag heute habe ich den schweren Verdacht, dass ich auch einfach nicht erholsam schlafe. Ich mache mir über alles Gedanken, ärgere mich oft, bin oft gestresst und mag unbekannte Situationen gar nicht. Lange Zeit war es so, dass ich gar nicht mehr einschlafen konnte, weil mir zu viel durch den Kopf ging. Herr Baehr meinte irgendwann, ich solle mir doch sagen, dass ich gerade im Bett sowieso nichts an der Situation ändern kann, dass die Arbeit erst am nächsten Morgen los geht usw. Das versuche ich auch immer, scheint aber noch nicht so ganz zu funktionieren. Deswegen jetzt mein Plan/Vorhaben für die nächsten Wochen: entspannter Schlafen. Gute Nacht.
frau_baehr am 15. Juni 14
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
122 - In der Küche
Heute war von der Firma ein Social Event (wir sagen alles auf Englisch und wir kürzen alles ab, furchtbar) angesagt. Mentoren treffen auf Mentees, zumindest die Mentoren, die es sich einrichten konnten. Und da ich meine Mentee (auch ein schlimmes Wort, gibt es dafür was deutsches?) gerne persönlich kennenlernen wollte, habe ich mich angemeldet. Die Mentees sind alles Studenten, die in dem Programm die Firma kennenlernen sollen und eine Idee bekommen sollen, was sie mit ihrem Studienabschluss in einem MINT-Fach alles anfangen können.
Heute wurde zusammen gekocht. Alles unter der Anleitung des Chefkochs der Kantine. Und unsere Kantine ist nicht so wie z.B. die vom Fleischkunden, nein unsere Kantine ist eher ein Restaurant. Mir schmeckt zwar nicht immer alles, weil es oft zu exotisch-experimentell ist, aber es ist auf jeden Fall viel besser als anderswo.
Als alles geschnippelt war und das meiste nur noch vor sich hin köcheln musste, durften wir die Küche besichtigen. Die ist gar nicht so groß wie ich dachte, es werden dort aber ca. 600 Essen pro Tag zubereitet und alle frisch auf den Teller gepackt, Cook and Chill nennt sich das (wieder englisch). Da wird das meiste nur angekocht und dann in kleinen Portionen direkt an der Ausgabe im Wok oder der Pfanne warm gemacht. So ist es immer frisch und es bleiben wohl weniger Reste als beim Cook and Surf, also alles kochen und dann so lange warm halten bis es jemand isst (so machts der Fleischkunde, bäh).
Alles in allem fand ich es sehr beeindruckend zu sehen auf welchem kleinen Raum so viel Essen zubereitet werden kann. Wie es organisiert ist und was alles getan wird, damit wir frisch essen können. Das gefällt mir.
frau_baehr am 13. Juni 14
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
121 - Nagellack
Ich hatte ja schon berichtet, dass ich erfolgreich mit dem Nagelhautkauen aufgehört habe. Und seitdem hatte ich mir fest vorgenommen mich zu belohnen, denn das soll man ja machen, wenn man bestimmte Ziele erreicht hat. Und eine Woche war für mich verdammt lang. Jetzt sind es schon über zwei Wochen und ich vermisse es gar nicht. Und heute habe ich es dann endlich geschafft mich zu belohnen und habe einen Nagellack gekauft.
Nagellack hatte ich bisher eigentlich noch nie. Als Jugendliche fand ich das doof, ich war ziemlich lange Kind und wollte nie richtig Mädchen sein. Und dann hab ich mir ja diese schlechte Angewohnheit angewöhnt. Und da Nagellack nicht schmeckt und es doof aussieht, wenn er abgeplatzt oder angeknabbert ist, habe ich ihn nicht benutzt. Also noch nie Nagellack.
Heute habe ich dann also zum ersten Mal aus freien Stücken (nicht weil meine Mutter das wollte, z.B. zur Konfirmation) Nagellack aufgetragen. Erstmal nur an den Fußzehen, schließlich war ich mir nicht sicher, ob ich es hinbekomme. Da es dort aber gut geklappt hat, habe ich auch die Fingernägel lackiert. Und es sieht gut aus. Noch verbesserungswürdig, aber fürs erste Mal (sozusagen) echt gut. Herr Baehr fands auch super.
frau_baehr am 12. Juni 14
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren