Montag, 16. Juni 2014
126 - Warum ich Herrn Baehr liebe
In letzter Zeit hat es immer mal wieder gekrieselt zwischen mir und Herrn Baehr. Herr Baehr kommt nicht in die Puschen, was Heiraten und Kinder angeht, ich kann kaum noch warten. Irgendwie verlieren wir über der ganzen Diskutiererei das wichtigste, nämlich uns und die Liebe zueinander, aus den Augen. Deshalb hier die drei wichtigsten Dinge an Herrn Baehr, die ich liebe.

1. Seine Ausstrahlung
Herr Baehr ist, wie schon geschrieben, etwas zu klein für sein Gewicht und deswegen unheimlich kuschelig. Aber nicht nur das, er strahlt eine Ruhe aus, die mir sehr gut tut. Und nicht nur mir, auch Tiere und Kinder spüren das und sind gerne in seiner Nähe. Wenn Herr Baehr entspannt ist, dann hat man in seiner Nähe das Gefühl, alles ist gut. Und das ist toll!

2. Das er Dinge für mich tut, die ich nicht kann
Herr Baehr ist bei uns der IT-Support. Geht mein Rechner nicht mehr, muss er mir helfen. Und das macht er auch, oft zwar mit ein bisschen grummeln, aber das ist verständlich, wenn ich es mal wieder richtig kaputt gemacht habe. Aber er macht es und investiert auch so viel Zeit, bis es wirklich fertig ist. Egal wie lange es dauert.
Außerdem schleppt er alle schweren Dinge alleine, weil ich mit meinem Rücken nicht mehr heben kann. Und er beklagt sich darüber nicht. Er drückt mir die Packung Klorollen in die Hand und schleppt dann selbst eine Kiste Wasser in der einen Hand und eine Kiste Einkäufe in der anderen ins Haus.
Und er beseitigt Spinnen! Alle! Ohne Angst!

3. Das Wasser
Bis ich Herrn Baehr kennenlernte war ich ja gar keine Wasserratte, aber Herr Baehr hat mir das Schwimmen beigebracht. Und er hat mir gezeigt wie schön es am Meer ist. Er hat seine Liebe zum Wasser und zum Meer so in mir verwurzelt, dass ich schon regelrechte Sehnsucht bekomme, wenn wir ein Jahr mal nicht am Meer waren. Ich liebe es mit Herrn Baehr dort zu sein, am Wasserrand entlangzuschlendern, Muscheln zu suchen, Tierchen aus dem Wasser zu fischen oder einfach nur den Sonnenuntergang anschauen.



Montag, 16. Juni 2014
125 - Ameisen vs. Frau Baehr
Ich bin ja tierlieb und hasse es, wenn ein Tier unnötig getötet wird. So kam es gestern Abend auch beinahe zu einem Krach zwischen Herrn Baehr und mir, da im Bad ein Falter war, der aber leider so weit oben an der Wand saß, dass ich ihn nicht fangen konnte. Also musste Herr Baehr ran und der wollte mit dem armen Kerl kurzen Prozess machen. Darauf hin habe ich protestiert und Herr Baehr hat grummelnd ein Glas und eine Karte geholt und ihn gefangen, rausgesetzt, das Fenster nicht schnell genug zu bekommen, ihn wieder gefangen, rausgesetzt und das Fenster schneller zugemacht. Ende gut alles gut.

Heute hatte ich mir vorgenommen die Randsteine für das Hirsebeet weiter zu verlegen. Da gibt es nur ein Problem, Ameisen. Irgendwie sind diese Tierchen der Meinung, dass ihnen der Bereich des Gartens gehört und dass es von uns eine riesige Frechheit ist, genau dort zu graben und Randsteine zu verlegen. Herr Baehr hatte dort bereits vor einer Woche begonnen, dann aber wegen der Hitze und einem Ameisenbiss aufgegeben. Die Steine lagen aber schon so auf dem Rasen, wie sie verlegt werden sollten. Herrliche Einladung für das Ameisenvolk, denn die fanden es unter den Steinen im Gras anscheinend recht muckelig. Denn dort hatten sie ein riesiges Gelege Eier. Und genau da musste ich graben. Fairerweise habe ich den Teil mit den Eiern abgestochen und zur Seite gelegt. Das fanden die Ameisen aber gar nicht gut und sind auf mich los. Biss ins Handgelenk. Fiese Stelle, da brennts besonders schön. Aber ich hab mich nicht unterkriegen lassen und habe fleissig weitergegraben. Belohnt wurde ich dafür auch, nächster Biss ins Bein. Und weils so schön ist, haben sie mich kurz drauf auch nochmal ins zweite Bein gebissen. Kurze Abkühlung am Teich, nasse Beine in den Wind halten und weiter gings. Long Story short: Die Steine liegen, die Ameisen können darunter ja jetzt wieder einziehen.



Sonntag, 15. Juni 2014
124 - Wikingerschach
Herr Baehr hat von mir vor Jahren mal ein Wikingerschach (Kubb) zum Geburtstag bekommen. Wirklich viel gespielt haben wir damit aber nicht, weil man schon draußen eine Rasenfläche braucht, auf der man es spielen kann. Auf der Straße würden die Hölzer einfach viel zu schnell kaputt gehen.

Am Strand kann man es auch wunderbar spielen. Als wir mit Herrn Baehrs Familie in Holland im Urlaub waren, haben wir am Strand Männer gegen Frauen gespielt und damit den ganzen Strandabschnitt unterhalten. Immer wieder kamen Leute auf uns zu und fragten entweder was das genau sei, was wir da machen, oder ob es das Spiel vom Raab wäre. Das hatte er wohl kurz vor dem Urlaub in einer seiner Shows gehabt, was wir aber nicht wussten.

Nachdem Herr Baehr letztes Wochenende endlich die Überreste des gefällten Baums verkleinert und zur Seite geschafft hatte, konnte er heute auch dort Rasen mähen. Und siehe da, wir haben endlich eine Fläche auf der man ganz gut das Wikingerschach aufbauen kann. Es ist schon erstaunlich, dass sich bei 650qm kaum eine geeignete Fläche finden lässt. Wäre der Teich bespielbar, hätte er eine optimale Größe.

Diesmal hat das Spiel mit Herrn Baehr auch richtig Spaß gemacht. Wir haben übereinander und miteinander gelacht, wir haben dem anderen den Sieg gegönnt oder die Niederlage bedauert, wir haben die Spielregeln etwas verändert und sind zusammen durcheinander gekommen und wir hatten zusammen Spaß. Das war wirklich schön, denn sonst gelingt uns das beim Spielen eher selten, da ich nicht gut verlieren kann.



123 - Erholsam schlafen
Bei einer Veranstaltung auf der Arbeit ging es heute unter anderem um die berühmte Work-Life-Balance (wieder Englisch). Also die Balance zwischen Arbeit und Freizeit, um es mal auf Deutsch zu sagen. Zu diesem Thema gibt es auch eine Schulung, die ich sehr gerne besuchen würde. Bisher ist es mir aber noch nicht gelungen einen der wenigen Plätze zu ergattern.

Ich finde es immer ganz spannend Tipps zu bekommen, wie ich mich verhalten kann, damit ich auch von den wenigen Stunden Freizeit, die man eben bei einem Vollzeitjob hat, etwas hat. Außerdem bin ich, seit meiner Fleischfasterei, sehr empfänglich für alles, was Ernährung angeht.

Besonders interessant fand ich heute aber eine Studie zu Erholung im Schlaf. Es ist wohl so, dass viele Menschen die ersten Stunden Schlaf noch so gestresst sind, dass es keine Erholung ist. Somit kann man diese Stunden auch nicht zum Schlaf hinzuzählen und somit kommen einige Leute, obwohl sie acht Stunden im Bett liegen und meinen zu schlafen, nur ca. drei bis vier Stunden Schlaf. Und das ist wirklich wenig.

Mir geht es eigentlich schon fast immer so, dass ich mich nie so richtig erholt fühle. Ich bin eigentlich immer müde. Eine lange Zeit wurde Eisenmangel vermutet, der aber irgendwann auch nicht mehr in Bluttests nachgewiesen werden konnte. Das ich mich irgendwie schlecht ernähre, würde ich jetzt auch nicht sagen. Ich trinke nur Wasser und Tee und maximal zwei Tassen Kaffee am Tag. Ich versuche mindestens eine Portion Obst am Tag zu essen. Ich koche frisch und esse, wie ja auch schon berichtet, im Hotel immer Tomate-Mozarella (gut, der Mozarella ist vielleicht nicht so gesund, aber auch bestimmt nicht der ausschlaggebende Faktor). Sport mache ich jetzt nicht gerade viel, gehe aber alle möglichen Wege zu Fuß und nehme fast immer die Treppe. Somit würde ich sagen, kann die Müdigkeit auch nicht daher kommen.

Nach dem Vortrag heute habe ich den schweren Verdacht, dass ich auch einfach nicht erholsam schlafe. Ich mache mir über alles Gedanken, ärgere mich oft, bin oft gestresst und mag unbekannte Situationen gar nicht. Lange Zeit war es so, dass ich gar nicht mehr einschlafen konnte, weil mir zu viel durch den Kopf ging. Herr Baehr meinte irgendwann, ich solle mir doch sagen, dass ich gerade im Bett sowieso nichts an der Situation ändern kann, dass die Arbeit erst am nächsten Morgen los geht usw. Das versuche ich auch immer, scheint aber noch nicht so ganz zu funktionieren. Deswegen jetzt mein Plan/Vorhaben für die nächsten Wochen: entspannter Schlafen. Gute Nacht.