Sonntag, 29. Juni 2014
139 - Beim Notar
Gestern vor einem Jahr haben wir den Kaufvertrag für unser Haus unterschrieben. Und wie ich gestern schon geschrieben habe, kommt es uns vor wie eine Ewigkeit. Der Notartermin selbst ist aber so präsent, als wäre es gestern gewesen. Es ist ja auch nicht so abgelaufen, wie es normal abläuft.

Der Termin war für 16h angesetzt. Kurz vor 16h trafen Herr Baehr und ich ein, total nervös. Wir wurden ins Wartezimmer geschickt, da der Notar noch einen anderen Termin hatte. Kurz nach uns traf der Makler ein. Und dann niemand mehr. Wir warteten und warteten und warteten. Der Makler versuchte die Verkäufer zu erreichen, doch weder er noch sie gingen ans Telefon. Horrorgeschichten wurden erzählt, von Verkäufern, die sich das Leben genommen hatten usw. Wir sahen den Termin schon platzen. Und das hätte bedeutet, dass wir das Haus evtl. doch nicht bekommen, denn dann wäre es in die Zwangsversteigerung gegangen.

Um 20 nach vier tauchte dann der Verkäufer auf. Er wäre doch so gut wie pünktlich, alles kein Problem. Ein totaler Blender. Wo den seine Exfrau wäre, kam die Frage vom Makler. Noch auf der Autobahn, aber gleich da. Gleich ist ziemlich relativ und da wir hier wirklich auf dem Land wohnen bedeutet auf der Autobahn noch mindestens 20 Minuten entfernt. Denn so lange fährt man noch über die Dörfer, nachdem man von der Autobahn runter ist.

Der Notar schaute immer wieder ins Wartezimmer rein. Wenn die Frau nicht langsam käme, müsste er den Termin absagen, schließlich wären nach uns auch wieder Leute da. Wir wurden nervöser und nervöser. Kurz vor fünf tauchte dann auch die Frau auf. Total verwirrt, aber immerhin da. Der Notar hatte Mitleid mit Herrn Baehr und mir und wusste auch ungefähr worum es hier ging. Also rein ins Zimmer, Ausweise im Schnellverfahren kontrolliert und kopiert. Kaufvertrag im Rekordtempo verlesen. Unterschrieben, fertig. Haus gekauft.

Während der Unterschrift hatte ich die ganze Zeit erwartet, dass sich so ein komisches Gefühl einstellt. So ein Gefühl, das sagt: Willst du das wirklich? Da war nichts, nur Hektik.

Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass es so ausgegangen ist und der Notar uns noch hat drankommen lassen. Den wäre uns dieses Haus durch die Lappen gegangen, wäre ich doch sehr traurig gewesen. Etwas vergleichbares zu finden, wäre sehr schwer geworden.



Sonntag, 29. Juni 2014
138 - Heute vor einem Jahr
haben Herr Baehr und ich den Kaufvertrag für das schöne Fleckchen Erde, das wir bewohnen, unterschrieben. Es kommt uns vor, als wäre es schon zehn Jahre her. Gefühlt wohnen wir hier auch schon ewig. Und wir wollen auch nicht mehr hier weg. Alles richtig gemacht.



Freitag, 27. Juni 2014
137 - Endlich Urlaub
Endlich habe ich die letzten Dinge für die Arbeit getan (nicht ganz, die Zeitrückmeldung muss noch gemacht werden, aber das kann ich auch Morgen machen). Die letzten Mails sind geschrieben, der Kollege, der alles wissen muss, weiß alles, der Code funktioniert und der Kunde ist hoffentlich glücklich.

So langsam macht sich Erleichterung breit. Die letzten Wochen waren doch sehr stressig und anstrengend. Und jetzt sind zwei Wochen frei. Zwei Wochen nichts tun, zumindest nichts für die Arbeit (das unsere Einweihungsparty vorbereitet werden will ignoriere ich mal grade gekonnt). Und vor allem zwei Wochen Zeit mit Herrn Baehr verbringen. Das wird toll. Ich freu mich und fange das Zeit verbringen mit Herrn Baehr gleich mal an, jage ihn vom Computer weg in die Küche.