Gestern habe ich mich endlich aufgerafft und meine Kästen für den Kräuterhügel fertig gestrichen. Das war gar nicht so einfach, da ich Depp nach dem ersten Anstrich die noch feuchten Bretter direkt auf Zeitungspapier gelegt hatte. Das hatte zur Folge, dass ich gestern erstmal einiges an Zeit mit dem abkratzen der Zeitung verbracht habe. Alles runterbekommen habe ich nicht, jedoch gibt es den Brettern so ein bisschen einen Used-Look, also ok.
Heute Vormittag habe ich das ganze dann fertiggestellt, also fast. Mir ist der Sand ausgegangen und ich habe noch keine Kräuter für die Kästen. Aber auch in leer sehen sie schon gut aus, finde ich zumindst.
Oben auf dem Hügel ist schon alles fertig. Dort stehen die Kräuter, die nicht winterhart oder sogar nur einjährig sind. Salbei habe ich heute aber von meiner Mutter gelernt, wäre sehr winterhart. Soll mir recht sein.
Jetzt hoffe ich nur, dass sich Herr Baehr noch vor Donnerstag erbarmt und mir noch einen Sack Sand im Baumarkt besorgt. Heben kann ich den nicht und Herr Baehr ist von Donnerstag bis Samstag verreist. Dann kann ich während seiner Abwesenheit auch noch die kahlen Stellen mit Sand auffüllen.
Jetzt hoffe ich nur, dass der starke Regen, der hier seit heute Mittag immer wieder runter kommt, nicht schon alles weggewaschen hat. Sozusagen ein erster Härtetest.
Ich lese zur Zeit wieder eines meiner absoluten Lieblingsbücher bzw. die ganze Reihe (Drachentrilogie von Virgina Fox). Mich fesseln die Bücher unheimlich, außerdem geben sie ein gutes Gefühl. Die Protagonistinnen sind so nett beschrieben und irgendwie erkenne ich mich in ihnen wieder.
Da ich die Bücher so gerne mag, lese ich zur Zeit zum Glück auch mal wieder sehr viel. Sonst schaue ich Abends eher fern, was ich aber an mir so gar nicht mag. Heute Abend hatte ich aber total Lust zu lesen. Und ich hatte Lust auf Gemütlichkeit. Und deswegen habe ich mich mal nicht einfach nur mit dem Buch ins Wohnzimmer gesetzt, sondern habe mir einen Kräutertee gemacht, ein Eis mit Soße und die CD mit der Neuauflage der Vier Jahreszeiten eingelegt. Total schön, das sollte ich öfter machen. Ich hoffe, ich rufe mir das in Erinnerung, wenn ich das nächste Mal wieder vorm Fernseher hänge und irgendeinen Blödsinn schaue.
Ganz locker habe ich die letzten beiden Tage als Trainer überstanden. Ich bin ja sonst bei solchen Veranstaltungen immer etwas unsicher, besonders wenn ich, wie in diesem Fall, eigentlich gar keine Zeit habe mich vorzubereiten. Im Moment bin ich aber anscheinend doch entspannter als sonst und war schon nicht so gestresst, als ich gestern Morgen hin bin. Zu meinem Glück war dann der Kollege, mit dem ich das Training gehalten habe, sehr nett. Wir kannten uns vorher nicht, heute hat es sich aber schon angefühlt, als würden wir seit Jahren zusammen arbeiten. Das hat mir natürlich auch Sicherheit gegeben.
Die Teilnehmer waren auch nett. Irritierend ist nur, wenn man etwas erzählt und in schlafende Gesichter schaut. Oder eben sieht, dass jemand gerade mit dem Einschlafen kämpft und nur noch krampfhaft die Augen offen halten kann. Ich sag da aber nichts, schließlich haben sich die Teilnehmer alle freiwillig entschieden genau diese Stelle anzunehmen (Training fand als Vorbereitung auf den Jobeinstieg statt).
Besonders toll sind auch die Fragen, die von den Teilnehmern kamen. Wie das jetzt alles abläuft, wie schwer es sein wird, wie es danach weitergeht, wie die Kollegen so sind, wie sie an ein Projekt kommen, dass ihnen Spaß macht und so weiter. Ich konnte alle Fragen verstehen und hab sie so gut es ging beantwortet, denn vor dreieinhalb Jahren war ich in genau der gleichen Situation und war immer froh, wenn jemand mal klar erzählt hat wie der Hase läuft.